Letzten November stand ich an einem eisigen Samstagmorgen auf dem Weihnachtsmarkt in unserer Kleinstadt. Mein Atem bildete kleine Wölkchen, und ich hielt meinen Pappbecher mit Glühwein so fest, dass die Wärme in meine Finger kroch. Neben mir packte eine ältere Frau mit wettergegerbtem Gesicht und einer Wollmütze, die ihr fast über die Augen rutschte, ihre Backwaren aus. Sie lächelte mich an, als ich neugierig auf ihre Körbe schaute. „Probier mal”, sagte sie und hielt mir ein kleines, herzförmiges Lebkuchenherz hin, das mit zartem weißen Zuckerguss verziert war. Ich zögerte kurz – ich bin eigentlich kein großer Fan von diesen industriell gefertigten Dingen, die oft tagelang in Plastik eingeschweißt sind. Aber sie sah mich so erwartungsvoll an, dass ich einfach nicht nein sagen konnte.
Und dann biss ich hinein. Ehrlich, ich war sofort hin und weg. Der Teig war nicht diese trockene, bröselige Angelegenheit, die man sonst kennt. Er war weich, würzig und schmolz fast auf der Zunge. Das Royal Iicing obendrauf war knackig, aber nicht zu süß. Sie lächelte wieder und sagte nur: „Selbst gemacht, mit Zimt und einer Prise Geduld.” Bevor ich weiterfragen konnte, war sie schon in das Gewühl des Marktes verschwunden. Ich stand da, mit dem letzten Bissen im Mund, und wusste: Dieses Rezept musste ich haben. Ich habe sie an den nächsten Wochenenden immer wieder gesucht, aber nie wieder gefunden. Also blieb mir nichts anderes übrig, als es selbst herauszufinden. Nach ein paar gescheiterten Versuchen – einmal waren sie zu hart, einmal der Guss zu flüssig – habe ich es endlich perfekt hinbekommen. Und heute zeige ich dir, wie du diese zimtigen Lebkuchenherzen mit Royal Icing backst, die nach genau dem Advent schmecken, den wir uns alle wünschen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Dieses Rezept für zimtige Lebkuchenherzen mit Royal Icing ist nicht einfach nur ein weiteres Plätzchenrezept. Es ist das Ergebnis von vielen Fehlversuchen und der puren Freude, ein Stück Weihnachtsmarktgefühl nach Hause zu holen. Es verbindet die Einfachheit eines unkomplizierten Teigs mit dem Wow-Effekt einer hübschen Verzierung – und das alles in unter 40 Minuten aktiver Zeit.
- Schnell & unkompliziert: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt und muss nicht stundenlang kühlen. Perfekt für spontane Back-Nachmittage im Advent.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder Spezialprodukte. Alles, was du benötigst, hast du wahrscheinlich schon im Vorratsschrank.
- Perfekt für den Advent: Diese Herzen sind der ideale Begleiter für gemütliche Abende, zum Verschenken oder für den Weihnachtsbaum. Sie verbreiten sofort diesen typischen, würzigen Duft.
- Ein echter Hingucker: Mit dem weißen Royal Icing sehen sie nicht nur professionell aus, sondern schmecken auch noch fantastisch. Kinder und Erwachsene lieben sie gleichermaßen.
- Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus saftigem, zimtigem Teig und dem knackigen Zuckerguss ist einfach himmlisch. Ich schwöre, du wirst nicht bei einem Stück aufhören können.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen einem weichen, fast kuchenartigen Lebkuchen und einem stabilen, aber nicht zu süßen Guss. Ich habe unzählige Rezepte ausprobiert, aber dieses hier hat genau die richtige Menge an Honig und Gewürzen. Es ist nicht dieses trockene Gebäck, das nach einer Woche wie Stein schmeckt. Nein, diese Herzen bleiben tagelang schön saftig – wenn sie nicht vorher aufgegessen werden. Es ist das Rezept, das ich jedes Jahr im Advent backe, und es wird garantiert auch dein neues Lieblingsrezept.
Welche Zutaten du brauchst
Dieses Rezept lebt von seinen einfachen, aber sorgfältig ausgewählten Zutaten. Die meisten davon hast du sicher zu Hause, und genau das macht es so sympathisch. Jede Zutat spielt ihre Rolle, um den perfekten Geschmack und die richtige Konsistenz zu erzielen.
Für den Lebkuchenteig:
- 250 g Honig (flüssig): Der Honig ist nicht nur der natürliche Süßmacher, sondern sorgt auch für die typische Saftigkeit der Lebkuchen. Verwende einen milden Honig, damit der Zimt nicht überdeckt wird. (Ich bevorzuge Waldhonig für sein leicht herb-würziges Aroma.)
- 100 g brauner Zucker: Er gibt dem Teig eine leichte Karamellnote und macht ihn schön weich. Du kannst auch normalen weißen Zucker nehmen, aber brauner Zucker ist hier die bessere Wahl.
- 80 g weiche Butter: Sie macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine zarte Krume. Achte darauf, dass sie wirklich weich ist, damit sie sich gut mit den anderen Zutaten verbindet.
- 2 Eier (Größe M): Sie binden den Teig und geben ihm Struktur. Nimm sie am besten rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur haben.
- 400 g Mehl (Type 405): Das klassische Weizenmehl ist die Basis. Du kannst auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, dann werden die Herzen etwas nussiger im Geschmack.
- 2 TL Zimt: Die Hauptgewürznote! Verwende unbedingt guten Ceylon-Zimt, er ist milder und aromatischer als Cassia-Zimt. (Ich kaufe meinen Zimt immer im Bioladen, der Unterschied ist enorm.)
- 1 TL Lebkuchengewürz: Eine fertige Mischung ist praktisch, aber du kannst auch selbst mischen: 1/2 TL Nelken, 1/2 TL Kardamom, 1/4 TL Muskatnuss, 1/4 TL Piment. Das verleiht den Herzen diese unverwechselbare Tiefe.
- 1 TL Backpulver: Es sorgt für eine lockere Konsistenz. Nicht zu viel, sonst gehen die Herzen zu sehr auf und werden unförmig.
- 1 Prise Salz: Sie hebt die Süße und die Gewürze hervor. Klingt komisch, ist aber ein Muss.
Für das Royal Icing:

- 1 Eiweiß (frisch oder pasteurisiert): Die Basis für den klassischen Zuckerguss. Wenn du rohe Eier vermeiden möchtest, nimm pasteurisiertes Eiweiß aus dem Tetrapack. Das funktioniert genauso gut.
- 200 g Puderzucker: Er muss unbedingt gesiebt werden, sonst wird der Guss klumpig. Glaub mir, das ist der eine Schritt, den man nicht überspringen sollte.
- 1 TL Zitronensaft (frisch gepresst): Er stabilisiert das Eiweiß und nimmt dem Guss die extreme Süße. Außerdem sorgt er für diesen leichten, frischen Abgang.
Substitutionshinweise:
Wenn du keinen Honig magst, kannst du ihn durch Ahornsirup ersetzen. Der Teig wird dann etwas dunkler und hat eine leichte Karamellnote. Für eine vegane Variante ersetze die Butter durch Margarine und die Eier durch 2 EL gemahlene Leinsamen, die du mit 6 EL Wasser verquirlst (15 Minuten quellen lassen). Das Royal Icing wird dann mit Aquafaba (Kichererbsenwasser) gemacht. Ich habe es selbst ausprobiert und es funktioniert überraschend gut, auch wenn der Guss etwas weniger stabil ist.
Welche Ausrüstung du brauchst
Für dieses Rezept brauchst du keine ausgefallene Backausrüstung. Die meisten Dinge hast du sicher in deiner Küche. Ein paar Helfer machen die Arbeit aber deutlich leichter.
- Große Rührschüssel: Eine einfache Schüssel reicht völlig aus. Ich verwende gerne eine aus Edelstahl, da sie kühl bleibt und sich gut reinigen lässt.
- Handrührgerät oder Küchenmaschine: Perfekt, um den Teig geschmeidig zu rühren. Ein Schneebesen tut es notfalls auch, aber dann brauchst du etwas mehr Muskelkraft.
- Backblech: Ein normales Blech, das in deinen Ofen passt. Lege es mit Backpapier aus, dann klebt nichts fest.
- Herz-Ausstechform: Die Größe ist dir überlassen. Ich nehme mittelgroße Formen (ca. 5-6 cm), sie sind perfekt zum Verschenken und Naschen. Kleine Formen für den Baum sind auch süß.
- Nudelholz: Zum gleichmäßigen Ausrollen des Teigs. Wenn du kein Nudelholz hast, nimm eine saubere Glasflasche.
- Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle (oder Gefrierbeutel): Für das Royal Icing. Ein Gefrierbeutel, bei dem du eine winzige Ecke abschneidest, tut es auch. Keine Sorge, es muss nicht perfekt aussehen.
- Kuchengitter: Zum Abkühlen der Herzen. Ohne Gitter werden sie unten feucht. Ein Rost ist eine lohnende Investition.
Zubereitungsmethode: Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst im Handumdrehen deine eigenen zimtigen Lebkuchenherzen mit Royal Icing zaubern.
- Honig und Zucker schmelzen: Gib den Honig und den braunen Zucker in einen kleinen Topf. Erwärme die Mischung bei mittlerer Hitze, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Rühre gelegentlich um, damit nichts anbrennt. Sobald die Mischung heiß ist und leicht blubbert, nimm sie vom Herd. (Achtung: Die Masse wird sehr heiß, also pass auf deine Finger auf!)
- Butter einrühren: Gib die weiche Butter in die warme Honig-Zucker-Mischung und rühre, bis sie vollständig geschmolzen und eingearbeitet ist. Die Masse sollte jetzt glatt und glänzend aussehen. Lass sie dann etwa 5 Minuten abkühlen, damit die Eier später nicht gerinnen.
- Eier unterrühren: Schlage die beiden Eier in einer kleinen Schüssel kurz auf und gib sie dann zur abgekühlten Honig-Butter-Mischung. Verrühre alles mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe, bis eine homogene Masse entsteht. Sie riecht jetzt schon unglaublich gut!
- Trockene Zutaten mischen: In einer separaten Schüssel vermischst du das Mehl, den Zimt, das Lebkuchengewürz, das Backpulver und das Salz. Ich siebe das Mehl und die Gewürze am liebsten, damit alles schön luftig wird und keine Klümpchen entstehen. Aber wenn du keine Zeit hast, reicht auch gründliches Verrühren.
- Teig kneten: Gib die Mehlmischung nach und nach zur feuchten Masse. Rühre zuerst mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe, dann knete den Teig mit den Händen kurz durch. Er sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht kleben. Falls er zu klebrig ist, gib noch einen Esslöffel Mehl dazu. Ist er zu trocken, einen Spritzer Milch. (Mein erster Teig war viel zu trocken – ich habe einfach einen Schluck Milch reingerührt und alles war gut.)
- Teig ruhen lassen: Wickle den Teig in Frischhaltefolie und lass ihn für 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Teig entspannen kann und sich leichter ausrollen lässt. Du kannst ihn auch über Nacht in den Kühlschrank legen, dann nimm ihn aber 30 Minuten vor dem Verarbeiten heraus.
- Backofen vorheizen: Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus.
- Teig ausrollen und ausstechen: Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 5-7 mm dick aus. Nicht zu dünn, sonst werden die Herzen hart. Steche mit der Herzform die Lebkuchen aus und setze sie mit etwas Abstand auf das Blech. Den übrig gebliebenen Teig sammelst du, knetest ihn kurz durch und rollst ihn erneut aus.
- Backen: Backe die Herzen für 10-12 Minuten. Sie sollten noch hell und weich sein, wenn du sie aus dem Ofen nimmst. Sie härten beim Abkühlen nach. Ein Tipp: Backe sie lieber eine Minute zu kurz als zu lang, dann bleiben sie schön saftig. Die Unterseite sollte leicht goldbraun sein.
- Abkühlen lassen: Lass die Lebkuchenherzen für 5 Minuten auf dem Blech ruhen, dann setzt du sie vorsichtig auf ein Kuchengitter. Sie müssen komplett ausgekühlt sein, bevor du sie mit dem Royal Icing verzierst. Sonst schmilzt der Guss und läuft herunter. (Geduld ist hier wirklich die halbe Miete!)
- Royal Icing zubereiten: Während die Herzen abkühlen, bereitest du den Guss zu. Gib das Eiweiß und den Zitronensaft in eine fettfreie Schüssel. Schlage es mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe schaumig. Dann siebe den Puderzucker dazu und rühre alles auf mittlerer Stufe für etwa 3-4 Minuten, bis eine dicke, glänzende und spitzenfeste Masse entsteht. Der Guss sollte so dick sein, dass er beim Anheben des Schneebesens eine weiche Spitze bildet. Wenn er zu dünn ist, gib mehr Puderzucker dazu. Ist er zu dick, einen Tropfen Zitronensaft.
- Verzieren: Fülle den Guss in einen Spritzbeutel mit einer kleinen Lochtülle oder in einen Gefrierbeutel, bei dem du eine winzige Ecke abschneidest. Jetzt kommt der kreative Teil! Spritze Linien, Punkte, Wellen oder schreibe kleine Botschaften auf die Herzen. Lass deiner Fantasie freien Lauf. Ich liebe es, die Ränder nachzuziehen und dann kleine Punkte in die Mitte zu setzen. Sieht aus wie kleine Schneeflocken!
- Trocknen lassen: Lass die verzierten Lebkuchenherzen für mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur trocknen. Der Guss sollte komplett fest sein, bevor du sie stapelst oder verpackst. Am besten über Nacht stehen lassen.
Backtipps & Techniken
Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Tricks gelernt, die den Unterschied zwischen guten und perfekten Lebkuchenherzen ausmachen. Hier sind meine besten Tipps für dich.
Der Teig darf nicht überknetet werden. Sobald sich die Zutaten verbunden haben, hör auf zu kneten. Sonst wird der Teig zäh und die Herzen werden hart. Das habe ich am eigenen Leib erfahren – mein erter Versuch war eine Katastrophe, weil ich zu lange geknetet habe. Die Herzen waren so fest, dass man sie kaum beißen konnte.
Die richtige Teigdicke ist entscheidend. Rolle den Teig nicht dünner als 5 mm aus. Bei 3 mm werden die Herzen knusprig und trocken. Bei 7 mm bleiben sie schön weich und mürbe. Ich benutze gerne zwei gleich dicke Holzleisten, auf denen das Nudelholz aufliegt, um eine gleichmäßige Dicke zu garantieren. Das ist ein Profi-Trick, den ich mal in einer Bäckerei gesehen habe.
Nicht zu lange backen. Die Herzen sind fertig, wenn sie an den Rändern ganz leicht Farbe annehmen. Sie fühlen sich noch weich an, aber das ist okay. Sie werden beim Abkühlen fester. Ein häufiger Fehler ist, sie zu lange im Ofen zu lassen, weil man denkt, sie seien noch nicht durch. Vertraue mir: Nimm sie raus, wenn sie noch weich sind.
Das Royal Icing richtig einstellen. Die Konsistenz des Zuckergusses ist der Schlüssel zum Erfolg. Er muss dick genug sein, um nicht zu verlaufen, aber dünn genug, um sich gut spritzen zu lassen. Ein einfacher Test: Hebe den Schneebesen an – der Guss sollte eine weiche Spitze bilden, die sich langsam wieder legt. Wenn er zu fest ist, wird das Spritzen zur Qual. Wenn er zu dünn ist, läuft er von den Herzen herunter. Du kannst die Konsistenz leicht anpassen: Mehr Puderzucker macht ihn fester, mehr Zitronensaft macht ihn flüssiger.
Multitasking ist möglich. Während der Teig ruht, kannst du schon das Backblech vorbereiten und den Ofen vorheizen. Während die Herzen backen, kannst du den Guss anrühren. So sparst du Zeit und hast ein entspannteres Backerlebnis. Ich backe immer zwei Bleche gleichzeitig, um schneller fertig zu sein.
Variationen & Anpassungen
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du es ganz leicht an deinen Geschmack anpassen kannst. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die fantastisch schmecken.
- Schoko-Variante: Ersetze 50 g Mehl durch 50 g ungesüßtes Kakaopulver. Die Herzen werden dann schokoladig und passen wunderbar zu einem weißen Zuckerguss. Einfach himmlisch! Ich habe das mal für eine Freundin gemacht, die kein Zimt mag, und sie war total begeistert.
- Vegane Variante: Wie schon erwähnt, ersetze die Butter durch Margarine, die Eier durch Leinsamen-Eier (2 EL gemahlene Leinsamen + 6 EL Wasser) und das Eiweiß im Guss durch 3 EL Aquafaba (Kichererbsenwasser). Das Aquafaba muss dickflüssig sein, also nimm am besten das aus der Dose. Der Guss wird nicht ganz so stabil, aber er schmeckt und sieht trotzdem toll aus.
- Nussige Note: Füge dem Teig 50 g fein gemahlene Mandeln oder Haselnüsse hinzu. Die Herzen bekommen dann einen herrlich nussigen Geschmack und werden noch saftiger. Reduziere dafür das Mehl um 50 g. Das ist eine tolle Variante für alle, die Nüsse lieben.
- Glutenfreie Variante: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung (1:1 austauschbar). Achte darauf, dass sie Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst wird der Teig bröselig. Ich habe es mit einer fertigen Mehlmischung aus dem Supermarkt getestet und es hat super funktioniert. Die Konsistenz war etwas weicher, aber der Geschmack war genauso gut.
- Andere Formen: Du musst dich nicht auf Herzen beschränken! Sterne, Tannenbäume, Monde oder Kreise sehen auch wunderschön aus. Besonders zu Weihnachten sind Sterne ein echter Hingucker. Oder backe kleine Lebkuchenmänner – die kommen bei Kindern immer gut an.
Servier- & Aufbewahrungshinweise
Diese Lebkuchenherzen sind echte Allrounder. Sie schmecken pur, als Dekoration oder als kleines Geschenk. Hier sind meine besten Tipps, wie du sie servierst und aufbewahrst.
Servieren: Die Herzen schmecken am besten bei Zimmertemperatur. Serviere sie einfach auf einem schönen Teller oder in einer Keksdose. Sie sind der perfekte Begleiter zu einer Tasse Kaffee, Tee oder Glühwein. Ich liebe es, sie am Adventssonntag nachmittags auf den Tisch zu stellen, wenn die Familie zusammenkommt. Du kannst sie auch einzeln in kleine Zellophantüten verpacken und als Mitgebsel für Gäste bereitstellen. Oder du fädelst ein Band durch ein kleines Loch im Teig (vor dem Backen einstechen!) und hängst sie an den Weihnachtsbaum – eine wunderschöne, essbare Dekoration.
Aufbewahrung: Bewahre die Lebkuchenherzen in einer luftdichten Dose auf. So bleiben sie bis zu 2 Wochen frisch und saftig. Lege ein Stück Apfel oder eine Scheibe Brot mit in die Dose – das gibt Feuchtigkeit ab und hält die Herzen weich. Aber Achtung: Das Apfelstück darf nicht direkt die Herzen berühren, sonst werden sie matschig. Ich lege es einfach auf ein kleines Stück Backpapier oben in die Dose. Nach 2-3 Tagen werden die Herzen sogar noch weicher und aromatischer – der Geschmack entfaltet sich richtig. Du kannst sie auch einfrieren: Unverziert halten sie sich im Gefrierbeutel bis zu 3 Monate. Einfach bei Raumtemperatur auftauen lassen und dann verzieren.
Reheating: Die Herzen müssen nicht aufgewärmt werden. Wenn du sie aber ganz weich magst, lege sie für 10 Sekunden in die Mikrowelle. Aber sei vorsichtig, der Guss kann dabei schmelzen oder klebrig werden. Ich persönlich mag sie lieber bei Zimmertemperatur.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Natürlich sind Lebkuchenherzen kein Diätgebäck, aber sie haben durchaus ihre guten Seiten. Hier ein Überblick über die ungefähren Nährwerte pro Herz (bei 20 Stück).
| Nährwert | Pro Stück |
|---|---|
| Kalorien | ca. 120 kcal |
| Fett | 4 g |
| Kohlenhydrate | 18 g |
| davon Zucker | 10 g |
| Eiweiß | 2 g |
Die gesundheitlichen Vorteile liegen vor allem in den Gewürzen. Zimt ist bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften und kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Honig enthält Antioxidantien und wirkt antibakteriell. Die Nüsse (falls du die Variante wählst) liefern gesunde Fette und Vitamine. Außerdem ist das Backen mit der Familie eine wunderbare Möglichkeit, Stress abzubauen und schöne Momente zu teilen – das ist auch gut für die Seele!
Beachte aber: Das Rezept enthält Gluten, Eier und Milchprodukte. Für Allergiker gibt es aber die oben genannten Alternativen. Und natürlich: Genieße sie in Maßen. Ein oder zwei Herzen am Tag sind ein schöner Genuss, ohne dass du ein schlechtes Gewissen haben musst.
Fazit
Diese zimtigen Lebkuchenherzen mit Royal Icing sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind ein Stück Erinnerung an den Duft von Weihnachtsmärkten, an die Wärme einer Tasse Glühwein in kalten Händen und an die Freundlichkeit einer Fremden, die mir ihr Geheimnis verriet. Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken himmlisch und machen sich wunderbar als Geschenk oder Dekoration. Ich liebe es, wie der Duft von Zimt und Honig durch die Küche zieht, während sie backen – das ist für mich der Beginn der Adventszeit.
Ich lade dich ein, dieses Rezept zu deinem eigenen zu machen. Probiere die verschiedenen Variationen aus, passe die Gewürze an deinen Geschmack an oder kreiere deine eigenen Verzierungen. Das Schöne am Backen ist, dass es nie perfekt sein muss. Jedes Herz ist ein Unikat, genau wie der Moment, in dem es entstanden ist. Also schnapp dir deine Zutaten, schalte deine Lieblings-Weihnachtsmusik ein und leg los. Du wirst sehen, wie viel Freude es macht, diese kleinen Kunstwerke zu erschaffen.
Hast du das Rezept ausprobiert? Dann lass es mich wissen! Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag oder teile deine Kreationen auf Instagram mit dem Hashtag #ZimtigeLebkuchenherzen. Ich bin schon total gespannt, wie deine Herzen aussehen und ob sie dir genauso gut schmecken wie mir. Und wenn du Fragen hast, stell sie einfach. Ich helfe dir gerne weiter. Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Backen und eine wundervolle, besinnliche Adventszeit. Du schaffst das!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch einen Tag vorher zubereiten?
Ja, absolut! Der Teig lässt sich wunderbar vorbereiten. Wickle ihn einfach gut in Frischhaltefolie und lagere ihn im Kühlschrank. Nimm ihn dann etwa 30 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank, damit er etwas weicher wird. Der Geschmack wird durch das Durchziehen sogar noch intensiver.
Wie bekomme ich den Guss schön glatt?
Der Schlüssel zu einem glatten Royal Icing ist das richtige Verhältnis von Puderzucker zu Flüssigkeit. Achte darauf, den Puderzucker vor dem Sieben zu sieben, um Klümpchen zu vermeiden. Rühre den Guss dann so lange, bis er glänzt und eine dicke, geschmeidige Konsistenz hat. Wenn er zu dick ist, hilft ein Tropfen Zitronensaft oder Wasser.
Meine Lebkuchenherzen sind nach dem Backen hart geworden. Was habe ich falsch gemacht?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu dünn ausgerollt oder zu lange gebacken wurde. Rolle den Teig mindestens 5-7 mm dick und backe die Herzen nur 10-12 Minuten. Sie sollten noch weich sein, wenn du sie aus dem Ofen nimmst. Auch zu langes Kneten kann den Teig zäh machen. Ein weiterer Tipp: Lege ein Stück Apfel in die Aufbewahrungsdose, das macht sie wieder weicher.
Kann ich das Royal Icing auch mit Lebensmittelfarbe einfärben?
Ja, natürlich! Gib ein paar Tropfen Gel-Lebensmittelfarbe (keine flüssige, die macht den Guss zu dünn) zum fertigen Guss und verrühre sie gut. Rot und Grün sind zu Weihnachten besonders beliebt. Oder du teilst den Guss auf und färbst nur einen Teil ein – so hast du verschiedene Farben für deine Verzierungen.
Wie lange halten sich die verzierten Lebkuchenherzen?
In einer luftdichten Dose aufbewahrt, halten sie sich problemlos 2-3 Wochen. Der Guss bleibt fest und der Teig bleibt saftig, besonders wenn du ein Stück Apfel oder Brot mit in die Dose legst. Achte nur darauf, dass die Dose nicht in der Sonne oder in der Nähe der Heizung steht, sonst wird der Guss klebrig.
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Zimtige Lebkuchenherzen mit Royal Icing: Bestes Adventgebäck in 40 Minuten
Diese weichen, zimtigen Lebkuchenherzen mit knackigem Royal Icing sind das perfekte Adventgebäck. Sie schmecken wie vom Weihnachtsmarkt, sind aber in nur 40 Minuten selbst gemacht.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 40 Minuten
- Yield: 20 Stück 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Honig (flüssig)
- 100 g brauner Zucker
- 80 g weiche Butter
- 2 Eier (Größe M)
- 400 g Mehl (Type 405)
- 2 TL Zimt
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 1 Eiweiß (frisch oder pasteurisiert)
- 200 g Puderzucker
- 1 TL Zitronensaft (frisch gepresst)
Instructions
- Honig und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Vom Herd nehmen.
- Weiche Butter in die warme Honig-Zucker-Mischung einrühren, bis sie geschmolzen ist. 5 Minuten abkühlen lassen.
- Eier in einer kleinen Schüssel aufschlagen und zur abgekühlten Mischung geben. Mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe verrühren.
- In einer separaten Schüssel Mehl, Zimt, Lebkuchengewürz, Backpulver und Salz vermischen.
- Die Mehlmischung nach und nach zur feuchten Masse geben. Zuerst mit dem Handrührgerät, dann mit den Händen zu einem weichen, geschmeidigen Teig kneten. Bei Bedarf 1 EL Mehl oder einen Spritzer Milch hinzufügen.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche 5-7 mm dick ausrollen. Mit Herz-Ausstechform Lebkuchen ausstechen und mit Abstand auf die Bleche setzen.
- Herzen 10-12 Minuten backen, bis sie noch hell und weich sind. 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
- Für das Royal Icing: Eiweiß und Zitronensaft in eine fettfreie Schüssel geben. Mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe schaumig schlagen. Puderzucker sieben und dazugeben. Auf mittlerer Stufe 3-4 Minuten rühren, bis eine dicke, glänzende, spitzenfeste Masse entsteht.
- Guss in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle oder in einen Gefrierbeutel (winzige Ecke abschneiden) füllen. Die Herzen nach Belieben verzieren.
- Verzierte Herzen mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen, bis der Guss fest ist.
Notes
Der Teig darf nicht überknetet werden, sonst werden die Herzen hart. Die Herzen sind fertig, wenn sie an den Rändern leicht Farbe annehmen und sich noch weich anfühlen. Für eine vegane Variante Butter durch Margarine, Eier durch Leinsamen-Eier (2 EL gemahlene Leinsamen + 6 EL Wasser) und Eiweiß durch 3 EL Aquafaba ersetzen. Die Herzen in einer luftdichten Dose aufbewahrt, bleiben sie bis zu 2 Wochen frisch. Ein Stück Apfel in der Dose hält sie weich.
Nutrition
- Serving Size: 1 Herz
- Calories: 120
- Sugar: 10
- Sodium: 50
- Fat: 4
- Saturated Fat: 2
- Carbohydrates: 18
- Fiber: 1
- Protein: 2
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