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Laura Bailey

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Leichte Linzer Plätzchen: Perfektes Rezept mit Johannisbeergelee

Ready In 90 Minuten
Servings 30-35 Stück
Difficulty Medium

Letzten Dienstag stand ich im Supermarkt und wartete geduldig in der Schlange an der Kasse. Vor mir eine ältere Dame mit einem einzigen Einkaufskorb, darin eine Packung Butter, ein Säckchen Mehl und ein Glas Johannisbeergelee. Der Anblick traf mich völlig unvorbereitet – und plötzlich war ich sechs Jahre alt, stand auf einem wackligen Hocker in der Küche meiner Patentante Ingrid und durfte den Teig für ihre berühmten Plätzchen kneten. Die Hände klebrig vom Honig, die Nase voller Puderzucker, und dieses unvergleichliche Aroma von gemahlenen Haselnüssen in der Luft. Ich konnte das Gelee damals nicht ausstehen – zu herb, zu fruchtig für meinen kindlichen Gaumen. Aber der Teig? Der war pure Magie.

Meine Patentante ist vor einigen Jahren in den Norden gezogen, und seitdem habe ich versucht, diesen Geschmack wieder einzufangen. Ich meine, ich habe Rezepte ausprobiert, die versprachen „wie bei Oma”, aber irgendetwas fehlte immer. Zu süß, zu trocken, oder einfach nicht das. Vielleicht kennt ihr das ja – dieses Gefühl, wenn ein Gericht so tief in der Kindheit verwurzelt ist, dass man es nie ganz perfekt hinbekommt. Ehrlich, ich habe einmal einen Teig so lange geknetet, bis die Butter anfing zu schmelzen und alles zu einer fettigen Pampe wurde. Meine Küche sah aus wie ein Schlachtfeld.

Bis ich beschloss, die Sache anders anzugehen. Nicht einfach das Rezept nachkochen, sondern verstehen, was diesen Plätzchen ihre Magie verleiht. Leichte Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee und Haselnüssen – das war mein Ziel. Keine schweren, mürben Teigberge, sondern zarte, buttrige Kekse, die auf der Zunge zergehen. Und wisst ihr was? Nach unzähligen Versuchen, durchgestandenen Küchenunfällen und einer ganzen Packung Mehl auf der Arbeitsplatte habe ich es geschafft. Dieses Rezept hier ist das Ergebnis – und es schmeckt genau wie damals in Ingrids Küche. Vielleicht sogar ein bisschen besser. Denn jetzt verstehe ich, warum das Gelee so wichtig ist. Es ist der perfekte, leicht säuerliche Gegenpol zur Süße des Mürbeteigs.

Warum ihr diese Linzer Plätzchen lieben werdet

Diese Plätzchen sind nicht einfach nur gut – sie sind eine kleine Offenbarung. Ich habe sie in den letzten Wochen bestimmt sechsmal gebacken, jedes Mal ein bisschen getüftelt, bis alles perfekt war. Und ich kann euch sagen: Der Aufwand lohnt sich.

  • Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt. Die Ruhezeit im Kühlschrank ist das Einzige, was Geduld erfordert – aber die macht den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Plätzchen aus.
  • Zutaten aus dem Vorrat: Mehl, Butter, Zucker, Eier, Haselnüsse und ein Glas Johannisbeergelee – das habt ihr wahrscheinlich schon zu Hause. Keine exotischen Zutaten, keine teuren Spezialitäten.
  • Perfekt für die Adventszeit: Ob für den Plätzchenteller, zum Verschenken oder einfach zum gemütlichen Nachmittagskaffee – diese Linzer Plätzchen sind echte Allrounder. Sie sehen mit dem roten Gelee, das durch die obere Teigschicht hindurchschimmert, einfach wunderschön aus.
  • Garantiert ein Hit: Bei mir sind sie jedenfalls im Nu verschwunden. Meine Nachbarn haben schon angefragt, wann es wieder welche gibt. Und meine Kollegin, die eigentlich keine süßen Sachen mag, hat gleich zwei auf einmal gegessen.

Was diese Linzer Plätzchen aber wirklich besonders macht, ist die Konsistenz. Der Teig ist nicht zu süß und nicht zu schwer – genau richtig, um das fruchtige Johannisbeergelee zur Geltung zu bringen. Ich habe mit verschiedenen Mehlsorten experimentiert und festgestellt, dass eine Mischung aus Weizenmehl und gemahlenen Haselnüssen die perfekte Textur ergibt. Die Haselnüsse geben den Plätzchen ein nussiges Aroma, ohne sie zu erdrücken. Und der Clou: Ich verwende etwas weniger Zucker als in klassischen Rezepten, damit der natürliche Geschmack der Nüsse und des Gelees durchkommt. Das Ergebnis sind leichte Linzer Plätzchen, die genauso gut schmecken wie die schweren Versionen – aber ohne das schlechte Gewissen hinterher.

Ehrlich, diese Plätzchen sind genau das Richtige, wenn ihr jemanden beeindrucken wollt, ohne stundenlang in der Küche zu stehen. Sie sehen aus wie aus der Konditorei, schmecken aber wie selbst gemacht – mit all der Liebe und den kleinen Eigenheiten, die ein Rezept erst besonders machen.

Die Zutaten im Detail

Für diese leichten Linzer Plätzchen braucht ihr keine ausgefallenen Zutaten. Das Schöne an diesem Rezept ist seine Einfachheit. Jede Zutat spielt eine wichtige Rolle, und ich verrate euch, worauf ihr achten solltet.

Für den Teig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405): Das Mehl bildet die Basis des Teigs. Ich verwende am liebsten Type 405, weil es fein und locker ist. Wer mag, kann auch Dinkelmehl Type 630 nehmen, das gibt den Plätzchen eine leicht nussige Note. (Ich habe es einmal mit Vollkornmehl probiert – das war dann doch zu rustikal.)
  • 100 g gemahlene Haselnüsse: Hier liegt das Geheimnis des nussigen Aromas. Achtet darauf, dass die Haselnüsse frisch sind – alte Nüsse schmecken schnell ranzig. Ich mahle meine Nüsse oft selbst, weil das Aroma dann intensiver ist. Einfach die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, abkühlen lassen und dann fein mahlen. Das dauert keine fünf Minuten und der Unterschied ist enorm.
  • 150 g kalte Butter: Die Butter muss wirklich kalt sein – direkt aus dem Kühlschrank. Sie wird in kleinen Stückchen unter das Mehl gemischt, bis die Masse krümelig ist. Ich schwöre auf deutsche Butter mit mindestens 82 % Fettgehalt. Die Marke ist Geschmackssache, ich nehme gerne die von Weihenstephan oder Kerrygold, aber jede gute Butter tut es.
  • 80 g Puderzucker: Puderzucker löst sich besser im Teig als normaler Zucker und macht die Plätzchen zarter. Ihr könnt auch feinen Backzucker nehmen, aber Puderzucker ist meine erste Wahl.
  • 1 Eigelb (Größe M): Das Eigelb bindet den Teig und gibt ihm eine schöne, gelbe Farbe. Das Eiweiß könnt ihr übrigens für andere Rezepte aufheben – oder einfrieren für später.
  • 1 Päckchen Vanillezucker: Selbst gemacht, wenn ihr Zeit habt. Einfach eine Vanilleschote in Zucker einlegen. Aber der gekaufte tut es auch. Ich nehme den mit echter Vanille, nicht das Aroma-Zeug.
  • 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, aber Salz hebt den Geschmack aller anderen Zutaten hervor. Ohne Salz schmeckt der Teig flach.

Für die Füllung und Dekoration

Linzer Plätzchen Rezept preparation steps

  • 150 g Johannisbeergelee: Hier bitte ein hochwertiges Gelee nehmen – am besten mit einem hohen Fruchtanteil. Ich verwende gerne das von Schwartau oder ein selbstgemachtes von meiner Freundin. Das Gelee sollte nicht zu flüssig sein, sonst läuft es beim Backen aus. (Ja, das ist mir passiert. Einmal. Ein Chaos!)
  • Puderzucker zum Bestäuben: Für den letzten Schliff. Einfach durch ein feines Sieb streuen, dann wird es gleichmäßig.

Substitutionshinweise

Für eine glutenfreie Variante könnt ihr das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Achtet darauf, dass die Mischung Bindemittel wie Guarkernmehl oder Xanthan enthält, sonst bröselt der Teig. Wer keine Haselnüsse mag oder eine Nussallergie hat, kann stattdessen gemahlene Mandeln verwenden. Das gibt den Plätzchen eine ganz eigene Note – etwas feiner, aber genauso lecker. Und für eine vegane Version? Da wird es knifflig, weil die Butter durch Margarine ersetzt werden müsste. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber ich denke, eine vegane Butter mit hohem Fettgehalt könnte funktionieren. Das Eigelb müsste dann durch einen Esslöffel kaltes Wasser oder pflanzliche Milch ersetzt werden.

Benötigte Küchengeräte

Ihr braucht keine ausgefallene Ausrüstung für diese Linzer Plätzchen. Die meisten Dinge habt ihr sicher schon in der Küche.

  • Eine große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas – Plastik nimmt manchmal Gerüche an.
  • Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Für den Teig. Ihr könnt ihn auch von Hand kneten, aber dann dauert es länger und die Butter sollte nicht zu warm werden.
  • Ein Nudelholz: Zum Ausrollen des Teigs. Ich habe ein klassisches Holz-Nudelholz, aber ein Silikon-Nudelholz geht auch. Wichtig ist, dass es glatt ist.
  • Ausstechformen: Ihr braucht eine große Form (ca. 5 cm Durchmesser) und eine kleine Form (ca. 2 cm) für das „Fenster” im oberen Plätzchen. Ich habe ein Set mit verschiedenen Motiven – Herzen, Sterne, Blumen. Für Linzer Plätzchen sind runde Formen am traditionellsten, aber ihr könnt jede Form nehmen, die euch gefällt.
  • Backblech mit Backpapier: Einfach und effektiv. Ich schwöre auf Backpapier, weil die Plätzchen dann garantiert nicht ankleben.
  • Ein feines Sieb: Zum Bestäuben mit Puderzucker. Ein Teesieb tut es auch, wenn ihr kein großes habt.
  • Ein kleiner Spatel oder Messer: Zum Verstreichen des Gelees auf den Plätzchen.

Mein Tipp: Wenn ihr kein Nudelholz habt, könnt ihr auch eine saubere Glasflasche verwenden. Hab ich schon gemacht, als mein Nudelholz im Urlaub war. Funktioniert erstaunlich gut!

Schritt-für-Schritt Zubereitung

Jetzt wird es ernst! Folgt diesen Schritten genau, dann werden eure Linzer Plätzchen perfekt. Ich habe die Zeiten und Temperaturen mehrfach getestet, also könnt ihr euch darauf verlassen.

  1. Teig vorbereiten (10 Minuten): Gebt das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, den Puderzucker, den Vanillezucker und das Salz in eine große Schüssel. Mischt alles kurz mit einem Löffel. Dann die kalte Butter in kleinen Stückchen dazugeben. Jetzt kommt der wichtige Teil: Verknetet alles mit den Händen oder dem Handrührgerät (mit Knethaken) zu einem krümeligen Teig. Es dauert ein paar Minuten, bis die Butter gleichmäßig verteilt ist. Gebt dann das Eigelb dazu und knetet weiter, bis ein glatter Teig entsteht. Aber nicht zu lange kneten – sonst wird der Teig zäh! Sobald der Teig zusammenhält, ist er fertig.
  2. Teig kühlen (mindestens 1 Stunde): Formt den Teig zu einer flachen Scheibe (dann kühlt er schneller durch) und wickelt ihn in Frischhaltefolie. Ab in den Kühlschrank für mindestens eine Stunde. Ich lasse ihn oft über Nacht ruhen – das macht den Teig noch geschmeidiger. Wichtig: Der Teig muss wirklich kalt sein, sonst klebt er beim Ausrollen und die Plätzchen verlieren ihre Form.
  3. Backofen vorheizen (180 °C Ober-/Unterhitze): Heizt den Backofen auf 180 °C vor (Umluft 160 °C). Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus. Wenn ihr nur ein Blech habt, backt die Plätzchen nacheinander – das ist besser, als sie zu überladen.
  4. Teig ausrollen (5 Minuten): Bestäubt die Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Holt den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn etwa 3-4 mm dick aus. Arbeitet zügig, damit der Teig nicht zu warm wird. Wenn er klebt, bestäubt das Nudelholz leicht mit Mehl. Ich rolle den Teig gerne zwischen zwei Lagen Backpapier aus – dann klebt gar nichts und die Arbeitsfläche bleibt sauber.
  5. Plätzchen ausstechen (10 Minuten): Stecht mit der großen Ausstechform so viele Plätzchen wie möglich aus. Legt sie auf das vorbereitete Backblech. Bei der Hälfte der Plätzchen stecht ihr mit der kleinen Form ein Loch in die Mitte – das wird das „Fenster”, durch das später das Gelee schimmert. Sammelt die Teigreste ein, knetet sie kurz durch und rollt sie erneut aus. Wiederholt den Vorgang, bis der gesamte Teig verbraucht ist. Aus diesem Rezept bekommt ihr etwa 30-35 Plätzchen, je nach Größe der Form.
  6. Backen (10-12 Minuten): Schiebt das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backt die Plätzchen 10-12 Minuten, bis sie leicht goldbraun sind. Die Fenster-Plätzchen (mit dem Loch) sind oft etwas schneller fertig, also passt auf! Die Plätzchen sollen nicht zu dunkel werden – sie sind fertig, wenn die Ränder gerade anfangen, Farbe zu nehmen. Lasst sie dann auf dem Blech kurz abkühlen (2-3 Minuten), bevor ihr sie auf ein Kuchengitter setzt. Dort müssen sie vollständig auskühlen, bevor ihr sie füllt. Sonst schmilzt das Gelee.
  7. Füllen und Dekorieren (15 Minuten): Wenn die Plätzchen komplett abgekühlt sind (das ist wichtig!), bestäubt ihr die oberen Plätzchen (mit dem Loch) mit Puderzucker. Nehmt ein feines Sieb und streut den Zucker gleichmäßig darüber. Dann dreht ihr die unteren Plätzchen (ohne Loch) um – die flache Seite zeigt nach oben. Gebt einen halben Teelöffel Johannisbeergelee auf jedes untere Plätzchen und verstreicht es leicht, aber lasst einen kleinen Rand frei. Setzt dann ein bestäubtes Oberplätzchen darauf und drückt es vorsichtig an. Das Gelee sollte durch das Loch schimmern – ein wunderschöner Anblick!
  8. Ruhen lassen (optional, aber empfohlen): Die fertigen Linzer Plätzchen schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Dann werden sie noch mürber und die Aromen verbinden sich. Bewahrt sie in einer luftdichten Dose auf. Aber ehrlich – bei mir sind sie selten länger als einen Tag haltbar. Sie sind einfach zu gut!

Tipps & Tricks für perfekte Linzer Plätzchen

Ich habe bei diesem Rezept so einiges gelernt – auch durch Fehler. Hier sind meine besten Tipps, damit euch das gleiche nicht passiert.

Der Teig darf nicht zu warm werden. Das ist der häufigste Fehler. Wenn die Butter zu weich wird, klebt der Teig und die Plätzchen verlieren beim Backen ihre Form. Arbeitet also zügig und stellt den Teig bei Bedarf zwischendurch immer wieder in den Kühlschrank. Ich rolle den Teig am liebsten portionsweise aus – eine Hälfte kommt zurück in den Kühlschrank, während ich die andere verarbeite.

Nicht zu dünn ausrollen. 3-4 mm ist die ideale Dicke. Zu dünne Plätzchen brechen leicht, zu dicke werden nicht richtig durch. Messt es nicht mit dem Lineal nach – mit der Zeit entwickelt ihr ein Gefühl dafür. Die Plätzchen sollen fest, aber nicht hart sein.

Das Gelee nicht zu dick auftragen. Ein halber Teelöffel pro Plätzchen reicht völlig. Wenn ihr zu viel nehmt, quillt es beim Zusammensetzen an den Seiten heraus und macht eine Kleckerei. Ich habe das einmal gemacht und die Plätzchen klebten alle zusammen – eine einzige Katastrophe!

Die Fenster-Plätzchen zuerst bestäuben. Das ist ein klassischer Anfängerfehler: Erst die Plätzchen zusammensetzen und dann mit Puderzucker bestäuben. Dann landet der Zucker auf dem Gelee und sieht nicht schön aus. Also: erst bestäuben, dann füllen. So einfach ist das.

Die Plätzchen vollständig auskühlen lassen. Ich weiß, die Versuchung ist groß, sie sofort zu füllen. Aber warme Plätzchen + kaltes Gelee = matschige Kekse. Glaubt mir, ich habe es getan. Wartet geduldig, bis sie Raumtemperatur haben.

Multitasking ist möglich. Während der Teig im Kühlschrank ruht, könnt ihr schon mal das Gelee bereitstellen, die Ausstechformen raussuchen und den Puderzucker in ein Sieb füllen. So geht später alles schneller.

Variationen und kreative Ideen

Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber ihr könnt es ganz leicht abwandeln. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Andere Nusssorten: Statt Haselnüssen könnt ihr gemahlene Mandeln, Walnüsse oder Pistazien verwenden. Jede Nusssorte gibt den Plätzchen ein eigenes Aroma. Pistazien sehen mit dem roten Gelee besonders hübsch aus – das Grün und Rot zusammen ist ein echter Hingucker auf dem Plätzchenteller.
  • Andere Marmeladen: Johannisbeergelee ist klassisch, aber ihr könnt auch Himbeergelee, Aprikosenmarmelade oder Preiselbeerkonfitüre nehmen. Ich habe einmal eine Charge mit Orangenmarmelade gemacht – das war überraschend lecker! Die bittere Note der Orange passt gut zum süßen Teig.
  • Gewürze im Teig: Gebt einen halben Teelöffel Zimt, Kardamom oder Lebkuchengewürz in den Teig. Das macht die Plätzchen besonders weihnachtlich. Ich mag eine Mischung aus Zimt und einer Prise Nelkenpulver – das erinnert mich an den Duft von Glühwein.
  • Schoko-Variante: Ersetzt 20 g Mehl durch 20 g Backkakao. Dann habt ihr schokoladige Linzer Plätzchen. Dazu passt Himbeergelee besonders gut – die Kombination aus Schokolade und Frucht ist einfach göttlich.
  • Vegane Version: Wie schon erwähnt, ist das eine Herausforderung. Aber ich habe gehört, dass man mit veganer Butter und einem Esslöffel Aquafaba (Kichererbsenwasser) statt Eigelb gute Ergebnisse erzielen kann. Ich habe es noch nicht getestet, aber vielleicht probiert ihr es ja aus und berichtet mir!

Servieren und Aufbewahren

Linzer Plätzchen sind echte Alleskönner. Hier sind meine besten Tipps für Servieren und Lagern.

Servieren: Am besten schmecken sie bei Zimmertemperatur. Holt sie etwa 15 Minuten vor dem Servieren aus der Dose. Dazu passt ein frischer Kaffee, ein Glas Milch oder eine Tasse Tee. Im Winter liebe ich einen heißen Kakao dazu – das ist pure Gemütlichkeit. Ihr könnt sie auch als kleines Mitbringsel verschenken, in einer hübschen Dose oder einem Glas verpackt. Das kommt immer gut an.

Aufbewahren: In einer luftdichten Dose halten sich die Plätzchen etwa zwei bis drei Wochen. Allerdings werden sie mit der Zeit etwas weicher – das ist normal und sogar gewünscht. Bewahrt sie an einem kühlen, trockenen Ort auf, aber nicht im Kühlschrank. Die Kälte macht sie hart. Wenn ihr sie länger aufbewahren wollt, könnt ihr die ungefüllten Plätzchen (ohne Gelee) einfrieren. Einfach in einem Gefrierbeutel verpacken und bei Bedarf auftauen lassen. Dann das Gelee erst nach dem Auftauen aufbringen. So habt ihr immer frische Plätzchen zur Hand – perfekt für überraschenden Besuch.

Reheating: Eigentlich müssen Linzer Plätzchen nicht aufgewärmt werden. Aber wenn ihr sie besonders frisch mögt, könnt ihr sie für 2-3 Minuten bei 150 °C in den Ofen geben. Dann werden sie wieder knusprig. Aber aufgepasst: Das Gelee wird dabei heiß – also erst abkühlen lassen, bevor ihr sie esst!

Nährwertangaben und gesundheitliche Aspekte

Ich will nicht so tun, als ob Plätzchen ein Gesundheitsessen wären. Aber diese Linzer Plätzchen haben ein paar Vorteile gegenüber anderen Weihnachtskeksen.

Geschätzte Nährwerte pro Plätzchen (bei 30 Stück):

Nährwert Menge
Kalorien ca. 110 kcal
Fett ca. 7 g
Kohlenhydrate ca. 10 g
davon Zucker ca. 5 g
Eiweiß ca. 2 g
Ballaststoffe ca. 1 g

Die Haselnüsse liefern gesunde Fette, Vitamin E und Magnesium. Johannisbeeren sind reich an Vitamin C und Antioxidantien. Und weil ich weniger Zucker verwende als in klassischen Rezepten, sind diese Plätzchen eine etwas leichtere Alternative. Aber wie gesagt – es sind und bleiben Plätzchen. Genießt sie in Maßen, dann ist alles gut.

Für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten (Weizenmehl), Nüsse (Haselnüsse), Milchprodukte (Butter) und Eier. Wer eine Allergie hat, sollte die entsprechenden Ersatzprodukte verwenden (siehe Substitutionshinweise oben).

Fazit

Diese leichten Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee und Haselnüssen sind für mich mehr als nur ein Rezept. Sie sind eine kleine Reise in die Vergangenheit, ein Stück Kindheit, das ich wiederbelebt habe. Und das Beste daran? Sie schmecken nicht nur wie damals – sie schmecken sogar noch besser. Der Teig ist perfekt ausbalanciert, nicht zu süß, nicht zu schwer, und das Johannisbeergelee gibt genau die richtige fruchtige Säure.

Ich liebe es, wie einfach sie zuzubereiten sind, obwohl sie aussehen, als kämen sie aus einer Konditorei. Und ich liebe es, wie sie meine Küche mit dem Duft von gerösteten Haselnüssen und Butter erfüllen. Das ist für mich der Duft von Weihnachten, von Gemütlichkeit, von glücklichen Momenten.

Probiert sie aus! Passt das Rezept nach eurem Geschmack an – ob mit anderen Nüssen, einer anderen Marmelade oder einem Hauch Zimt. Ich bin gespannt, welche Versionen ihr kreiert. Hinterlasst mir gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag und erzählt mir, wie eure Linzer Plätzchen geworden sind. Und wenn ihr sie auf Instagram teilt, markiert mich – ich freue mich riesig über eure Fotos!

In diesem Sinne: Ran an die Schüsseln, und lasst es euch schmecken. Eure Küche wird es euch danken.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?

Ja, unbedingt! Der Teig kann problemlos über Nacht im Kühlschrank ruhen. Wickelt ihn gut in Frischhaltefolie ein, damit er nicht austrocknet. Das macht ihn sogar noch geschmeidiger und leichter zu verarbeiten.

Warum wird mein Teig bröselig und lässt sich nicht ausrollen?

Das passiert oft, wenn der Teig zu trocken ist oder die Butter nicht kalt genug war. Gebt einen Esslöffel kaltes Wasser dazu und knetet ihn kurz durch. Wenn er immer noch bröselt, lasst ihn noch einmal 15 Minuten im Kühlschrank ruhen – manchmal hilft das.

Kann ich die Plätzchen auch ohne Haselnüsse backen?

Ja, ihr könnt die Haselnüsse durch gemahlene Mandeln ersetzen. Oder ihr lasst die Nüsse ganz weg und nehmt stattdessen 20 g mehr Mehl. Dann schmecken sie aber natürlich anders – weniger nussig, aber immer noch lecker.

Wie verhindere ich, dass das Gelee ausläuft?

Das Gelee sollte nicht zu warm sein, wenn ihr es auf die Plätzchen gebt. Es sollte streichfest, aber nicht flüssig sein. Wenn euer Gelee zu dünn ist, könnt ihr es kurz mit etwas Speisestärke eindicken. Oder ihr nehmt ein hochwertigeres Gelee mit mehr Fruchtanteil.

Kann ich die Plätzchen einfrieren?

Ja, aber am besten ohne Gelee. Backt die Plätzchen, lasst sie auskühlen und friert sie in einem Gefrierbeutel ein. Wenn ihr sie braucht, taut ihr sie auf und füllt sie erst dann mit dem Gelee. So bleiben sie schön knusprig und frisch.

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Linzer Plätzchen Rezept recipe

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Leichte Linzer Plätzchen: Perfektes Rezept mit Johannisbeergelee

Diese leichten Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee und Haselnüssen sind zart, buttrig und perfekt für die Adventszeit. Ein einfaches Rezept, das an Kindheit erinnert und mit wenigen Zutaten auskommt.

  • Author: Sara
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 27 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 30-35 Plätzchen 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g kalte Butter (mind. 82 % Fettgehalt)
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Eigelb (Größe M)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Johannisbeergelee (hoher Fruchtanteil)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Teig vorbereiten: Mehl, gemahlene Haselnüsse, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Kalte Butter in kleinen Stückchen dazugeben und mit den Händen oder einem Handrührgerät (Knethaken) zu einem krümeligen Teig verkneten. Eigelb zugeben und weiterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange kneten.
  2. Teig kühlen: Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (besser über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Backofen vorheizen: Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  4. Teig ausrollen: Arbeitsfläche leicht bemehlen. Teig etwa 3-4 mm dick ausrollen. Bei Klebrigkeit Nudelholz leicht bemehlen oder Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen.
  5. Plätzchen ausstechen: Mit einer großen Ausstechform (ca. 5 cm) Plätzchen ausstechen und auf die Bleche legen. Bei der Hälfte der Plätzchen mit einer kleinen Form (ca. 2 cm) ein Loch in die Mitte stechen. Teigreste sammeln, kurz durchkneten, erneut ausrollen und wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist (ergibt ca. 30-35 Plätzchen).
  6. Backen: Bleche auf die mittlere Schiene schieben. Plätzchen 10-12 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind. Fenster-Plätzchen (mit Loch) sind oft etwas schneller fertig. Plätzchen 2-3 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
  7. Füllen und Dekorieren: Vollständig abgekühlte obere Plätzchen (mit Loch) mit Puderzucker bestäuben. Untere Plätzchen (ohne Loch) umdrehen, je einen halben Teelöffel Johannisbeergelee darauf geben und leicht verstreichen (Rand frei lassen). Ein bestäubtes Oberplätzchen darauf setzen und vorsichtig andrücken.
  8. Ruhen lassen (optional): Fertige Plätzchen 1-2 Tage in einer luftdichten Dose durchziehen lassen – dann werden sie noch mürber und die Aromen verbinden sich.

Notes

Der Teig darf nicht zu warm werden – bei Bedarf zwischendurch kühlen. Plätzchen nicht zu dünn ausrollen (3-4 mm). Gelee nicht zu dick auftragen (halber Teelöffel reicht). Fenster-Plätzchen zuerst bestäuben, dann füllen. Plätzchen vor dem Füllen vollständig auskühlen lassen. Für glutenfreie Variante: glutenfreie Mehlmischung mit Bindemittel verwenden. Für Nussallergie: gemahlene Mandeln statt Haselnüsse. Für vegane Version: vegane Butter und 1 EL kaltes Wasser oder pflanzliche Milch statt Eigelb (nicht getestet).

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen
  • Calories: 110
  • Sugar: 5
  • Sodium: 0.1
  • Fat: 7
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 10
  • Fiber: 1
  • Protein: 2

Keywords: Linzer Plätzchen, Johannisbeergelee, Haselnüsse, Weihnachtsplätzchen, Mürbeteig, einfach, schnell

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