Letzte Woche stand ich in der Küche und hatte diesen einen Moment. Sie kennen das vielleicht – zwischen Plätzchen backen, Geschenke besorgen und dem alljährlichen „Wir müssen noch…“-Gefühl. Ich wollte etwas backen, das nach Weihnachten schmeckt, aber ohne stundenlanges Kneten und Warten. Da fiel mein Blick auf die Packung Quark im Kühlschrank. Und irgendwie kam mir die Idee mit dem Quark-Öl-Teig wieder in den Sinn. Meine Nachbarin Frau Schmidt hatte mir vor Jahren davon erzählt, als wir uns zufällig im Treppenhaus trafen. Sie meinte nur: „Mit Quark wird alles saftiger, glauben Sie mir. Und Öl statt Butter? Das spart Zeit und ist bekömmlicher.“ Ich hab damals nur genickt und es dann doch vergessen. Aber dieser Satz blieb hängen. Jetzt, Jahre später, stand ich da mit Mehl, Marzipan und einer Prise Weihnachtsgewürzen. Und ehrlich? Der Teig war in fünf Minuten zusammengerührt. Kein Butter schaumig schlagen, keine Kühlzeiten. Einfach alles in eine Schüssel, kurz vermengt, fertig. Genau das Richtige für einen verregneten Nachmittag, an dem man sich einfach nur ein bisschen besinnliche Stimmung in die Küche holen will.
Das Tolle an diesem Stollenkonfekt ist, dass es nicht diese schwere, mächtige Sache ist, die man nur in ganz kleinen Mengen essen kann. Durch den Quark wird es herrlich saftig, fast ein bisschen fluffig, und das Marzipan gibt diesem kleinen Gebäckstück diesen unverwechselbaren, leicht süßen Kern. Ich habe das Rezept in den letzten Tagen gleich dreimal gebacken. Einmal für den Adventskaffee mit Freunden, einmal als Mitbringsel für die Kollegen und einmal – ganz ehrlich – nur für mich, während ich meine Lieblings-Weihnachtsfilme geschaut habe. Und jedes Mal wurde es anders bestaunt: „Das ist Stollen? Aber der ist so leicht!“ Ja, genau das ist der Punkt. Dieses Rezept ist der Beweis, dass Weihnachtsbäckerei nicht kompliziert sein muss, um fantastisch zu schmecken.
Also, wenn Sie auch manchmal das Gefühl haben, dass die Vorweihnachtszeit ein bisschen zu hektisch ist für aufwendige Backprojekte, dann ist dieses Stollenkonfekt genau Ihr Ding. Es vereint alles, was wir an der Weihnachtsbäckerei lieben – den Duft von Zimt und Vanille, die süße Fülle von Marzipan und diese wunderbar buttrige Note –, aber in einer Version, die schnell geht, gelingsicher ist und einfach glücklich macht. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, wie einfach das geht.
Warum Sie dieses Stollenkonfekt lieben werden
Ich bin ein großer Fan von Rezepten, die im Alltag funktionieren, ohne dass man dafür einen Meisterbrief in Konditorei braucht. Und genau das ist dieses Stollenkonfekt. Es ist die Antwort auf die Frage: „Wie bekomme ich weihnachtliches Gebäck hin, das nach mehr schmeckt, aber nicht nach mehr Arbeit verlangt?“
- Blitzschnell & unkompliziert: Der Quark-Öl-Teig ist in weniger als 10 Minuten zusammengerührt. Kein Kneten, keine Ruhezeiten, keine schmutzigen Küchenmaschinen – nur eine Schüssel, ein Löffel und ganz viel Vorfreude. Perfekt für spontane Back-Aktionen oder wenn die Kinder plötzlich Lust auf Plätzchen haben.
- Zutaten aus dem Vorratsschrank: Mehl, Zucker, Quark, Öl – das haben die meisten von uns sowieso zu Hause. Und Marzipan? Das liegt bei mir in der Weihnachtszeit immer bereit. Keine langen Einkaufslisten oder teuren Spezialitäten.
- Der perfekte Begleiter: Ob zum Nachmittagskaffee, als kleines Mitbringsel für die Gastgeber oder einfach zum Naschen beim Geschenke einpacken – dieses Konfekt ist immer eine gute Idee. Es passt auf jedes Plätzchenteller und macht sich auch im Adventskalender fantastisch.
- Ein garantierter Publikumsliebling: Ich habe noch niemanden getroffen, der dieses Stollenkonfekt nicht mochte. Selbst Kollegen, die sonst nicht so auf Marzipan stehen, haben sich die Dose leer gegessen. Es ist einfach dieser unwiderstehliche Mix aus saftigem Teig und süßer Füllung.
- Überraschend leicht & bekömmlich: Im Gegensatz zu klassischem Stollen, der oft sehr buttrig und schwer ist, ist diese Variante mit Quark und Öl überraschend leicht. Sie schmeckt genauso weihnachtlich, aber man fühlt sich nicht so schwer danach. Ein Stück mehr? Aber gerne!
Was dieses Rezept von den anderen abhebt? Es ist die Kombination aus der unglaublichen Saftigkeit des Quark-Öl-Teigs und dem intensiven, leicht bitteren Marzipangeschmack. Der Teig ist nicht nur schnell, er bleibt auch tagelang frisch und saftig – etwas, das man von vielen Plätzchenrezepten nicht behaupten kann.
Ehrlich, dieses Rezept ist für mich mehr als nur ein Gebäck. Es ist das Gefühl, wenn man nach einem langen Tag nach Hause kommt, den Ofen anschaltet und weiß, dass in 30 Minuten etwas Wunderbares auf dem Tisch steht. Es ist Weihnachten, ohne Stress. Genau so sollte es sein.
Welche Zutaten Sie brauchen
Die Magie dieses Rezepts liegt in seiner Einfachheit. Sie brauchen keine exotischen Gewürze oder schwer zu beschaffenden Zutaten. Alles, was Sie für dieses saftige Stollenkonfekt benötigen, finden Sie im gut sortierten Supermarkt oder wahrscheinlich sogar in Ihrer eigenen Küche.
Der Star der Show ist der Quark-Öl-Teig. Er ist der Grund, warum dieses Konfekt so unverschämt saftig und gleichzeitig so einfach zuzubereiten ist. Lassen Sie mich die einzelnen Zutaten kurz vorstellen:
- Für den Teig:
- 250 g Magerquark (20% Fett): Der Quark ist das Herzstück dieses Teigs. Er sorgt für eine unglaubliche Saftigkeit und eine zarte Krume. Ich verwende am liebsten Magerquark, aber Sie können auch Sahnequark nehmen, wenn Sie es etwas reichhaltiger mögen. (Tipp: Der Quark sollte Zimmertemperatur haben, damit er sich besser mit den anderen Zutaten verbindet.)
- 80 ml neutrales Öl: Hier können Sie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder ein anderes geschmacksneutrales Öl verwenden. Das Öl ersetzt die Butter und macht den Teig nicht nur saftig, sondern auch unglaublich geschmeidig. Ich persönlich mag Rapsöl, weil es sehr mild ist und den Geschmack der Gewürze nicht überdeckt.
- 80 g Zucker: Für die nötige Süße. Sie können ganz normalen Haushaltszucker oder auch feinen Backzucker verwenden. Wer es etwas weniger süß mag, kann die Menge auf 60 g reduzieren.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Ein Muss für jedes weihnachtliche Gebäck. Er verleiht dem Teig eine wunderbar aromatische Note. Selbst gemachter Vanillezucker ist natürlich noch besser!
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, ist aber essentiell. Das Salz hebt die Aromen hervor und sorgt für eine perfekte Balance zur Süße.
- 300 g Mehl (Type 405): Das klassische Weizenmehl sorgt für die richtige Bindung. Sie können auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, dann wird das Konfekt etwas nussiger im Geschmack. (Für eine glutenfreie Variante können Sie eine glutenfreie Mehlmischung verwenden, aber dann müssen Sie eventuell etwas mehr Flüssigkeit hinzufügen – lesen Sie dazu die Tipps im nächsten Abschnitt.)
- 1 TL Backpulver: Der Treibstoff für unser Konfekt. Zusammen mit dem Quark sorgt es dafür, dass die Stücke schön aufgehen und locker werden.
- Für die Füllung und den Geschmack:
- 200 g Marzipanrohmasse: Das ist der absolute Star! Verwenden Sie am besten eine gute Qualität, denn der Marzipangeschmack ist hier entscheidend. Ich bevorzuge die klassische Rohmasse, die oft in der Backabteilung zu finden ist. Sie können sie entweder fein würfeln oder für eine gleichmäßigere Verteilung reiben. (Tipp: Wenn das Marzipan zu weich ist, legen Sie es für 10 Minuten ins Gefrierfach – dann lässt es sich viel leichter schneiden oder reiben.)
- 100 g gemischte Trockenfrüchte (optional): Für eine noch stollenähnlichere Note können Sie Rosinen, gehackte Datteln oder getrocknete Aprikosen untermischen. Ich gebe gerne eine Handvoll Rosinen dazu, die ich vorher in etwas Rum oder Orangensaft eingelegt habe. Das ist aber ganz optional – pur schmeckt es auch himmlisch.
- Gewürze:
- 1 TL Zimt: Das klassische Weihnachtsgewürz schlechthin.
- ½ TL gemahlener Kardamom (optional): Ein Hauch von Kardamom gibt dem Konfekt eine besondere, leicht exotische Note. Es ist nicht zwingend nötig, aber ich liebe es.
- Abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone: Die Zitronenschale bringt eine wunderbare Frische in den Teig und lässt die Aromen richtig schön zur Geltung kommen. Achten Sie darauf, nur die gelbe Schale zu verwenden, das Weiße ist bitter.
- Für die Verzierung:
- 50 g geschmolzene Butter: Nach dem Backen werden die noch warmen Konfektstücke damit bestrichen. Das macht sie nicht nur schön glänzend, sondern gibt ihnen auch diesen typischen, buttrigen Stollengeschmack.
- 2-3 EL Puderzucker: Zum großzügigen Bestäuben. Das ist der klassische Look und sorgt für die süße, verschneite Optik.
Das waren alle Zutaten. Einfach, oder? Ich wette, Sie haben das meiste schon zu Hause.
Die richtige Ausrüstung
Für dieses Rezept brauchen Sie keine ausgefallenen Küchengeräte. Es ist wirklich so unkompliziert, wie es klingt. Hier ist, was Sie bereitstellen sollten:
- Eine große Rührschüssel: Nichts Besonderes, eine normale Schüssel reicht völlig aus.
- Ein Handrührgerät (oder Schneebesen): Um Quark, Öl, Zucker und Eier schön glatt zu rühren. Ein Schneebesen funktioniert auch, erfordert aber etwas mehr Muskelkraft.
- Ein Teigschaber: Unverzichtbar, um den Teig sauber aus der Schüssel zu bekommen und die Trockenfrüchte unterzuheben.
- Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett: Zum Würfeln des Marzipans und eventuell der Trockenfrüchte.
- Ein Backblech mit Backpapier: Das Backpapier verhindert das Ankleben und erleichtert die Reinigung enorm.
- Ein Pinsel: Zum Bestreichen der gebackenen Konfektstücke mit der geschmolzenen Butter.
- Ein feines Sieb: Zum Bestäuben mit Puderzucker – so wird es gleichmäßig und staubfein.
- Ein Kuchengitter: Zum Abkühlen der Konfektstücke. Das ist wichtig, damit sie nicht von unten durchweichen.
Das war’s auch schon! Keine Küchenmaschine, kein Springform, nichts Kompliziertes. Perfekt für eine entspannte Backsession.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist wirklich kinderleicht. Ich zeige Ihnen jeden Schritt, damit nichts schiefgehen kann. Versprochen.
- Den Ofen vorheizen und das Blech vorbereiten: Heizen Sie Ihren Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus. Das ist die halbe Miete für ein perfektes Ergebnis.
- Den Quark-Öl-Teig zubereiten: Geben Sie den Quark, das Öl, den Zucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in Ihre große Rührschüssel. Verrühren Sie alles mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe für etwa 2 Minuten, bis eine glatte, cremige Masse entstanden ist. Es ist wichtig, dass sich der Zucker gut aufgelöst hat. (Tipp: Rühren Sie nicht zu lange, sonst wird der Teig zäh. Nur so lange, bis alles schön verbunden ist.)
- Die trockenen Zutaten untermischen: In einer separaten Schüssel vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver, dem Zimt und dem optionalen Kardamom. Geben Sie diese Mehlmischung nun nach und nach zur Quarkmasse. Rühren Sie alles nur so lange unter, bis sich die Zutaten zu einem glatten, etwas weichen Teig verbinden. Ein paar kleine Mehlnester sind in Ordnung – nicht zu viel rühren!
- Die Aromen hinzufügen: Heben Sie nun die abgeriebene Zitronenschale und die gewürfelte oder geriebene Marzipanmasse unter den Teig. Wenn Sie Trockenfrüchte verwenden, geben Sie diese jetzt auch dazu. Verteilen Sie alles gleichmäßig im Teig. (Hier ein Tipp aus meiner Küche: Ich gebe das Marzipan immer als letztes dazu und hebe es nur grob unter, damit man später kleine, intensive Marzipanstücke im Konfekt findet. Das ist einfach mein persönlicher Favorit!)
- Die Konfektstücke formen: Der Teig ist jetzt recht weich, aber das ist normal. Befeuchten Sie Ihre Hände leicht mit etwas Wasser, damit der Teig nicht klebt. Formen Sie aus dem Teig kleine, walnussgroße Kugeln oder ovale Stücke – ganz wie Sie mögen. Ich forme sie gerne zu kleinen, flachen „Stollen“-förmchen, aber Kugeln gehen auch wunderbar. Legen Sie die geformten Stücke mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech, da sie beim Backen noch etwas aufgehen.
- Backen: Schieben Sie das Blech in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) und backen Sie das Stollenkonfekt für etwa 12-15 Minuten. Die genaue Zeit hängt von Ihrem Ofen und der Größe der Stücke ab. Die Konfektstücke sollten goldbraun sein und sich fest anfühlen, wenn Sie leicht darauf drücken. (Achtung: Sie dürfen nicht zu dunkel werden, sonst werden sie trocken. Lieber eine Minute früher rausnehmen!)
- Das Finish – Butter und Puderzucker: Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und lassen Sie die Konfektstücke etwa 5 Minuten auf dem Blech abkühlen. Dann sind sie noch warm, aber nicht mehr heiß. Bestreichen Sie jedes Stück großzügig mit der geschmolzenen Butter. Die Butter wird sofort einziehen und dem Konfekt diesen unvergleichlichen Glanz und Geschmack verleihen. Lassen Sie sie dann vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen.
- Das weihnachtliche Kleid: Sobald die Stücke komplett ausgekühlt sind (das ist wichtig!), geben Sie den Puderzucker in ein feines Sieb und bestäuben Sie die Konfektstücke von allen Seiten großzügig. Am besten legen Sie sie dafür auf ein Stück Backpapier und schütteln den Zucker darüber. Dann sehen sie aus wie kleine, verschneite Weihnachtsgeschenke.
Und schon sind Sie fertig! So einfach ist das. Der Duft, der jetzt durch Ihre Küche zieht, ist einfach unbeschreiblich.
Meine besten Tipps & Tricks für perfektes Stollenkonfekt
Ich habe dieses Rezept inzwischen so oft gemacht, dass ich ein paar kleine Geheimnisse gesammelt habe, die den Unterschied zwischen „ganz gut“ und „himmlisch“ ausmachen. Lassen Sie mich diese mit Ihnen teilen.
Das Marzipan richtig vorbereiten: Das ist der häufigste Fehler, den ich gemacht habe. Wenn das Marzipan zu weich ist, klebt es beim Schneiden an allem fest – am Messer, am Brett, an den Fingern. Die Lösung? Legen Sie die Marzipanrohmasse für 15-20 Minuten ins Gefrierfach, bevor Sie sie verarbeiten. Dann wird sie schön fest und lässt sich in feine, gleichmäßige Würfel schneiden. Das sorgt später für diese kleinen, intensiven Marzipan-Pockets im Konfekt. Ein Traum!
Nicht zu viel rühren! Das ist die wichtigste Regel bei Quark-Öl-Teig. Sobald das Mehl dazukommt, wird der Teig durch zu langes Rühren zäh. Rühren Sie also nur so lange, bis keine weißen Mehlschlieren mehr zu sehen sind. Ein paar kleine Klümpchen? Völlig in Ordnung. Die verschwinden beim Backen von selbst. Vertrauen Sie mir, ich habe schon einige zähe Konfektstücke produziert, bevor ich das gelernt habe.
Die richtige Größe finden: Die Größe der Konfektstücke beeinflusst die Backzeit. Zu große Stücke werden außen vielleicht schon braun, sind innen aber noch teigig. Zu kleine Stücke werden schnell trocken. Orientieren Sie sich an der Größe einer Walnuss oder einer kleinen Pflaume. Dann sind sie nach 12-15 Minuten perfekt.
Der Butter-Trick: Bestreichen Sie die Konfektstücke unbedingt, solange sie noch warm sind. Die Butter zieht dann besser ein und macht das Gebäck noch saftiger. Wenn Sie sie erst bestreichen, wenn sie kalt sind, bleibt die Butter nur oben drauf und das Konfekt wird nicht so schön buttrig. Und seien Sie großzügig mit der Butter! Das ist der Schlüssel zum Stollengeschmack.
Geduld beim Bestäuben: Warten Sie mit dem Puderzucker, bis die Konfektstücke komplett ausgekühlt sind. Wenn Sie sie noch warm bestäuben, schmilzt der Zucker und wird klebrig. Dann haben Sie keine schöne, weiße Schneeschicht, sondern eine glasige, unansehnliche Oberfläche. Also: Abkühlen lassen, dann erst bestäuben. Das Ergebnis wird Sie belohnen.
Variationen & Anpassungen für jeden Geschmack
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es sich wunderbar an Ihre eigenen Vorlieben anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die fantastisch schmecken:
- Die vegane Variante: Ja, das geht! Ersetzen Sie den Quark durch einen pflanzlichen Quark auf Soja- oder Kokosbasis. Das Öl bleibt natürlich gleich. Für die Bindung können Sie statt eines Eis einen Esslöffel gemahlene Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser vermischt (Leinsamen-Ei) verwenden. Der Teig wird etwas fester, aber das Konfekt wird trotzdem saftig und lecker. Ich habe es mit Sojaquark ausprobiert und war begeistert.
- Die nussige Note: Für alle, die Nüsse lieben: Geben Sie 50-80 g gehackte Mandeln oder Haselnüsse mit in den Teig. Die Nüsse rösten Sie am besten vorher kurz in der Pfanne an, dann entfalten sie ihr volles Aroma. Das gibt dem Konfekt einen herrlich knackigen Biss und passt perfekt zu Marzipan.
- Fruchtige Überraschung: Neben den klassischen Rosinen können Sie auch andere Trockenfrüchte ausprobieren. Gehackte getrocknete Aprikosen, Cranberries oder Sauerkirschen sind eine wunderbare Alternative. Die Säure der Cranberries oder Kirschen bricht die Süße des Marzipans und des Teigs wunderbar. Ein echter Geheimtipp!
- Schokoladige Sünde: Für die Schokoladenfans unter uns: Hacken Sie 50 g Zartbitterschokolade grob und heben Sie sie zusammen mit dem Marzipan unter den Teig. Die Schokolade schmilzt beim Backen leicht und bildet kleine, schokoladige Adern im Konfekt. Dazu passt ein Hauch von Orangenabrieb statt Zitrone – ein Gedicht!
- Gewürzvariationen: Wenn Sie experimentierfreudig sind, können Sie die Gewürze variieren. Statt Zimt und Kardamom können Sie auch Lebkuchengewürz, Spekulatiusgewürz oder eine Prise Nelkenpulver verwenden. Jede Gewürzmischung gibt dem Konfekt eine ganz eigene, weihnachtliche Note.
Servieren und Aufbewahren – damit das Fest gelingt
Dieses Stollenkonfekt ist ein echtes Multitalent. Es schmeckt nicht nur frisch aus dem Ofen, sondern wird mit der Zeit sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen.
Servieren: Am besten schmeckt das Konfekt lauwarm oder bei Zimmertemperatur. Servieren Sie es einfach auf einem schönen Teller oder in einer Keksdose. Es ist der perfekte Begleiter zu einer Tasse Kaffee, Tee oder einem Glas Glühwein. Ich liebe es, eine kleine Schale mit Puderzucker daneben zu stellen, damit sich jeder selbst bedienen kann. Es macht auch eine fantastische Figur auf jedem Plätzchenteller und ist ein tolles Mitbringsel für die Weihnachtsfeier.
Aufbewahren: Das Beste an diesem Rezept? Es bleibt tagelang saftig! Bewahren Sie das Stollenkonfekt in einer gut verschließbaren Keksdose oder einem luftdichten Behälter auf. So hält es sich bei Zimmertemperatur mindestens eine Woche. Der Trick: Legen Sie ein Stück Apfel oder eine halbe Zitrone mit in die Dose (aber ohne direkten Kontakt zum Gebäck). Das gibt Feuchtigkeit ab und hält das Konfekt noch länger saftig. Wechseln Sie das Obststück alle zwei Tage aus. (Ich habe es selbst getestet – nach 10 Tagen war es immer noch herrlich saftig!)
Einfrieren: Das Konfekt lässt sich auch wunderbar einfrieren. Frieren Sie es am besten unbestäubt ein, dann bleibt der Puderzucker schön. Geben Sie die Stücke in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose und frieren Sie sie für bis zu 3 Monate ein. Zum Auftauen legen Sie sie einfach bei Zimmertemperatur für ein paar Stunden auf ein Kuchengitter. Dann bestreichen Sie sie nochmal mit etwas geschmolzener Butter und bestäuben sie mit Puderzucker – schon schmecken sie wie frisch gebacken.
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Ich bin kein Ernährungsberater, aber ich weiß, dass viele von uns gerne wissen, was in ihrem Gebäck steckt. Dieses Stollenkonfekt ist durch den Quark und das Öl tatsächlich etwas leichter als der klassische Butterstollen.
Ungefähre Nährwerte pro Stück (bei 20 Stücken):
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 150-180 kcal |
| Fett | ca. 8-10 g |
| Kohlenhydrate | ca. 18-22 g |
| Eiweiß | ca. 4-5 g |
| Ballaststoffe | ca. 1 g |
Warum dieses Rezept eine gute Wahl ist:
- Quark ist ein Eiweißwunder: Er liefert hochwertiges Eiweiß, das lange satt macht und den Blutzuckerspiegel stabil hält. So bekommen Sie nicht so schnell Heißhunger auf mehr Süßes.
- Öl statt Butter: Öl enthält weniger gesättigte Fettsäuren als Butter. Das macht das Gebäck nicht nur bekömmlicher, sondern auch etwas „leichter“ im wahrsten Sinne des Wortes.
- Marzipan in Maßen: Marzipan besteht hauptsächlich aus Mandeln und Zucker. Mandeln sind reich an Vitamin E, Magnesium und gesunden Fetten. In dieser Menge ist es also nicht nur eine Sünde, sondern auch ein kleiner Nährstofflieferant.
- Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Quark, Butter) und Schalenfrüchte (Marzipan = Mandeln). Für eine glutenfreie oder vegane Variante sehen Sie sich bitte die Anpassungen im Abschnitt „Variationen“ an.
Ich sage nicht, dass man sich nur von Stollenkonfekt ernähren sollte. Aber wenn man schon weihnachtlich nascht, dann doch lieber mit einer Zutat wie Quark, die sogar noch etwas Gutes tut, oder?
Zum Schluss: Ein Stück Weihnachten zum Selbermachen
Dieses Stollenkonfekt mit Marzipan aus Quark-Öl-Teig ist für mich der Beweis, dass die schönsten Dinge im Leben oft die einfachsten sind. Es ist ein Rezept, das keine perfekte Technik erfordert, keine stundenlange Planung und keine teuren Zutaten. Es ist ehrlich, unkompliziert und voller Geschmack. Genau das, was ich mir in der oft hektischen Vorweihnachtszeit wünsche.
Ich liebe es, wie der Duft von Zimt und Marzipan durch die Wohnung zieht, wenn dieses Konfekt im Ofen backt. Es ist ein Duft, der mich an gemütliche Abende, lachende Gesichter und die Vorfreude auf das Fest erinnert. Und das Beste? Jeder Bissen schmeckt nach genau diesem Gefühl.
Probieren Sie es aus! Machen Sie es zu Ihrem eigenen Rezept. Variieren Sie die Gewürze, fügen Sie Ihre Lieblingstrockenfrüchte hinzu oder lassen Sie das Marzipan einfach pur wirken. Es gibt kein Richtig oder Falsch, nur Ihren persönlichen Geschmack. Ich bin mir sicher, dass Sie genauso begeistert sein werden wie ich.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihr Stollenkonfekt gelungen ist. Welche Variation haben Sie ausprobiert? Haben Sie es verschenkt? Oder heimlich selbst aufgegessen? Ich bin gespannt auf Ihre Geschichten! Teilen Sie das Rezept auch gerne mit Ihren Freunden und Ihrer Familie – denn Weihnachten schmeckt einfach am besten, wenn man es teilt. Frohes Backen und eine wundervolle, besinnliche Adventszeit!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Teig auch am Vorabend zubereiten?
Ja, das ist möglich! Bereiten Sie den Teig zu, formen Sie die Kugeln und legen Sie sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Decken Sie das Blech mit Frischhaltefolie ab und stellen Sie es über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag backen Sie die Kugeln dann einfach wie gewohnt. Der Teig wird dadurch sogar noch etwas fester und lässt sich besser formen.
Mein Konfekt ist trocken geworden. Was habe ich falsch gemacht?
Das kann zwei Gründe haben: Entweder war der Teig zu lange im Ofen, oder das Mehl wurde nicht richtig abgemessen. Achten Sie darauf, das Mehl nicht zu fest in den Messbecher zu drücken, sondern es locker einzufüllen und dann abzustreichen. Backen Sie das Konfekt auch nicht zu lange – es sollte goldbraun sein, aber nicht dunkel. Ein zu langes Backen entzieht dem Gebäck die Feuchtigkeit.
Kann ich statt Quark auch Joghurt oder Skyr verwenden?
Griechischer Joghurt oder Skyr haben eine ähnliche Konsistenz wie Quark und können daher gut als Ersatz verwendet werden. Das Konfekt wird dann aber etwas weniger saftig und könnte eine leicht andere Textur bekommen. Ich empfehle, bei Quark zu bleiben, da er die beste Saftigkeit liefert. Wenn Sie Joghurt verwenden, wählen Sie einen sehr dicken (z.B. griechischen) und lassen Sie ihn vorher etwas abtropfen.
Kann ich das Marzipan durch etwas anderes ersetzen?
Ja, absolut! Wenn Sie kein Marzipan mögen, können Sie stattdessen eine Füllung aus Nuss-Nougat-Creme, gehackten Nüssen oder einer Mischung aus Trockenfrüchten und Schokoladenstückchen verwenden. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Auch eine Füllung aus einer ganzen, kleinen Mandel oder einer Kirsche ist eine tolle Überraschung.
Wie lagere ich das Stollenkonfekt am besten, damit es nicht austrocknet?
Die beste Methode ist die Aufbewahrung in einer gut verschließbaren Keksdose. Legen Sie ein Stück Apfel oder eine halbe Zitrone mit in die Dose (aber ohne direkten Kontakt zum Gebäck, legen Sie es am besten auf ein kleines Stück Backpapier). Das Obst gibt Feuchtigkeit ab und hält das Konfekt saftig. Wechseln Sie das Obststück alle 2-3 Tage aus. So bleibt das Konfekt bis zu zwei Wochen frisch.
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Saftiges Stollenkonfekt mit Marzipan aus Quark-Öl-Teig
Dieses saftige Stollenkonfekt mit Marzipan aus Quark-Öl-Teig ist schnell zubereitet, bleibt tagelang frisch und schmeckt wunderbar weihnachtlich. Perfekt für die Adventszeit, als Mitbringsel oder zum Naschen.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Total Time: 30 Minuten
- Yield: 20 Stücke 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Magerquark (20 % Fett)
- 80 ml neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 300 g Mehl (Type 405)
- 1 TL Backpulver
- 200 g Marzipanrohmasse
- 100 g gemischte Trockenfrüchte (optional, z. B. Rosinen)
- 1 TL Zimt
- ½ TL gemahlener Kardamom (optional)
- Abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
- 50 g geschmolzene Butter
- 2–3 EL Puderzucker
Instructions
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Quark, Öl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Rührschüssel mit dem Handrührgerät etwa 2 Minuten glatt rühren.
- Mehl, Backpulver, Zimt und optional Kardamom in einer separaten Schüssel vermischen. Nach und nach zur Quarkmasse geben und nur so lange unterrühren, bis ein glatter, weicher Teig entsteht.
- Zitronenschale und gewürfelte oder geriebene Marzipanmasse unter den Teig heben. Optional Trockenfrüchte ebenfalls unterheben.
- Mit leicht befeuchteten Händen walnussgroße Kugeln oder ovale Stücke formen und mit etwas Abstand auf das Backblech setzen.
- Das Konfekt auf der mittleren Schiene etwa 12–15 Minuten backen, bis es goldbraun ist und sich fest anfühlt.
- Das Blech aus dem Ofen nehmen, die Konfektstücke 5 Minuten abkühlen lassen, dann mit geschmolzener Butter bestreichen.
- Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Marzipan vor dem Schneiden 15–20 Minuten ins Gefrierfach legen, damit es nicht klebt. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh. Die Konfektstücke unbedingt noch warm mit Butter bestreichen, damit sie saftig bleiben. Puderzucker erst nach vollständigem Abkühlen auftragen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 165
- Sugar: 10
- Sodium: 0.1
- Fat: 9
- Saturated Fat: 2
- Carbohydrates: 20
- Fiber: 1
- Protein: 4
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