Written by

Laura Bailey

Published

Honig-Lebkuchen mit Nüssen: Einfach selber machen ohne Wartezeit

Ready In 30 Minuten
Servings 20 Stück
Difficulty Einfach

Ich hab jahrelang behauptet, dass Lebkuchenbacken sich einfach nicht lohnt. Der Teig muss ruhen, sagt jeder. Am besten über Nacht, besser noch ein paar Tage. Und ich – ich bin nicht der Typ für Geduldsspiele in der Küche. Ich will einen Ofen, der läuft, und Hände, die im Teig stecken, nicht stundenlanges Warten auf etwas, das vielleicht, vielleicht auch nicht, aufgeht. Dann stand ich an einem Dienstag im November in der Küche einer Freundin. Draußen war es grau und nieselte, und sie holte ein Blech mit diesen kleinen, goldbraunen Lebkuchen aus dem Ofen. „Die sind aber heute erst gemacht“, sagte ich, eher als Feststellung denn als Frage. Sie zuckte nur mit den Schultern und schob mir das Blech hin. Und während ich in diesen weichen, nussigen, nach Honig duftenden Bissen biss – warm, sofort, ohne eine Sekunde Wartezeit –, musste ich zugeben: Ich hatte mich komplett geirrt. Manchmal ist es gut, eines Besseren belehrt zu werden. Besonders, wenn es so verdammt lecker ist.

Diese Honig-Lebkuchen mit Nüssen sind genau das: der Beweis, dass es auch ohne die berüchtigte Ruhezeit geht. Sie sind nicht diese knallig gewürzten, trockenen Dinger aus dem Supermarkt, sondern weich, saftig und voller dieser wärmenden Gewürze, die einfach nach Dezember schmecken. Der Teig ist in zehn Minuten zusammengerührt, und nach maximal 15 Minuten im Ofen hast du ein Blech voller Glück. Kein stundenlanges Planen, kein „muss noch durchziehen“. Einfach nur du, deine Küche und der Duft von Honig und Nüssen. Vielleicht hast du ja auch schon mal auf ein Rezept gewartet, das sofort funktioniert? Dann halt dich fest, denn dieses hier wird dein neuer Liebling.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

Ich hab dieses Rezept jetzt bestimmt schon ein Dutzend Mal gebacken – für mich, für meine Nachbarn, für den gemütlichen Abend auf dem Sofa. Und jedes Mal bin ich wieder überrascht, wie einfach und gleichzeitig perfekt es ist. Hier ist, warum es auch bei dir direkt auf der „Immer-wieder-machen“-Liste landen wird:

  • Schnell & einfach: Keine Ruhezeit, kein stundenlanges Kneten. Der Teig ist in unter 10 Minuten fertig und das Blech in 12-15 Minuten. Perfekt für spontane Gelüste oder wenn der Duft von Lebkuchen einfach sofort in der Wohnung sein muss.
  • Einfache Zutaten: Du hast wahrscheinlich schon alles im Schrank. Honig, Nüsse, Mehl, Gewürze – kein exotischer Trip in den Spezialitätenladen nötig. Ich verwende meist eine Mischung aus Haselnüssen und Walnüssen, aber du kannst nehmen, was da ist.
  • Perfekt für gemütliche Abende: Draußen ist es kalt, der Regen klopft ans Fenster, und du kuschelst dich mit einer Decke aufs Sofa. Dazu eine Tasse Tee oder Glühwein und genau so ein Lebkuchen – das ist pures Wohlgefühl. Sie sind wie eine warme Umarmung in essbarer Form.
  • Absoluter Publikumsliebling: Ich hab sie schon zu Weihnachtsfeiern, Geburtstagen und einfach so mitgebracht. Ernsthaft, sie sind immer als erstes weg. Kinder lieben die weiche Konsistenz, Erwachsene den intensiven, nicht zu süßen Geschmack.
  • Unglaublich lecker: Die Kombination aus flüssigem Honig, der den Teig wunderbar saftig macht, und den gerösteten Nüssen, die für den richtigen Crunch sorgen – das ist einfach perfekt. Und die Gewürzmischung? Die wärmt dich von innen.

Was dieses Rezept von anderen unterscheidet, ist die Zubereitung ohne Wartezeit. Die meisten Lebkuchenteige müssen mindestens ein paar Stunden, oft über Nacht, ruhen, damit die Aromen sich entfalten. Hier habe ich einen Weg gefunden, genau das gleiche intensive, runde Aroma zu bekommen – aber sofort. Das Geheimnis liegt in der richtigen Mischung der Gewürze und der Verwendung von flüssigem Honig, der den Teig sofort geschmeidig macht. Es ist kein Rumgeeiere mit „muss noch ziehen“. Es ist einfach: Ofen an, Teig rein, Glück raus.

Welche Zutaten du brauchst

Dieses Rezept lebt von seinen einfachen, aber wirkungsvollen Zutaten. Jede einzelne hat eine wichtige Aufgabe, und ich verrate dir, worauf du achten solltest, damit deine Lebkuchen perfekt werden.

  • Flüssiger Honig (250 g): Der Honig ist hier der Star. Er sorgt nicht nur für die natürliche Süße, sondern auch für die unglaubliche Saftigkeit und die typisch weiche Konsistenz der Lebkuchen. Ich verwende am liebsten einen milden, flüssigen Blütenhonig. Vermeide kristallisierten oder sehr festen Honig, da der Teig sonst nicht richtig geschmeidig wird. Wenn dein Honig fest ist, erwärme ihn kurz im Wasserbad, bis er wieder flüssig ist.
  • Gemahlene Haselnüsse (150 g): Sie geben den Lebkuchen eine wunderbar nussige Basis und eine leicht körnige Textur, die einfach perfekt ist. Ich mahle meine Haselnüsse oft selbst, weil sie dann aromatischer sind. Einfach ganze Haselnüsse im Ofen kurz anrösten (dann schmecken sie noch intensiver!) und dann fein mahlen. Du kannst aber auch fertig gemahlene Haselnüsse aus dem Supermarkt nehmen.
  • Gehackte Walnüsse (100 g): Die Walnüsse sorgen für den Crunch! Ich hacke sie nicht zu fein, damit man sie richtig kauen kann. Sie geben dem weichen Teig einen schönen Biss und ein herrlich nussiges Aroma. Du kannst sie auch durch Pekannüsse oder Mandeln ersetzen.
  • Weizenmehl Type 405 (250 g): Das Mehl gibt dem Teig die nötige Struktur. Du kannst auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, das schmeckt ebenfalls sehr gut und ist etwas nussiger im Geschmack. Für eine glutenfreie Variante greife zu einer glutenfreien Mehlmischung, aber gib dann eventuell einen Teelöffel Guarkernmehl oder Xanthan dazu, damit der Teig zusammenhält.
  • Butter (100 g, weich): Die Butter macht den Teig zart und geschmeidig. Sie sollte wirklich weich sein, nicht geschmolzen, damit sie sich gut mit den anderen Zutaten verbindet. Ich nehme immer ungesalzene Butter, um die Süße des Honigs nicht zu stören.
  • Eier (2 Stück, Größe M): Sie binden den Teig und sorgen für eine schöne, lockere Konsistenz. Lass sie vor der Verarbeitung auf Zimmertemperatur kommen, dann verbinden sie sich besser mit der Butter und dem Honig.
  • Gewürzmischung (je 1 TL Zimt, Lebkuchengewürz, 1/2 TL Kardamom, 1/4 TL Nelkenpulver): Das Herzstück des Lebkuchengeschmacks! Ich mische meine Gewürze immer selbst, weil ich die Kontrolle über die Intensität haben möchte. Ein gutes Lebkuchengewürz aus dem Laden tut es aber auch. Der Kardamom gibt eine frische, leicht blumige Note, die die Schwere der anderen Gewürze perfekt ausgleicht.
  • Backpulver (1 Päckchen): Für die Lockerheit. Ohne Backpulver würden die Lebkuchen zu flach und dicht werden.
  • Eine Prise Salz: Klingt unscheinbar, aber Salz hebt alle Aromen hervor und balanciert die Süße des Honigs aus. Nicht vergessen!
  • Für den Guss (optional): 100 g Puderzucker und 2-3 EL Zitronensaft. Einfach verrühren, bis eine dickflüssige Glasur entsteht. Oder du bestäubst die Lebkuchen einfach mit Puderzucker – das sieht auch wunderschön aus und ist weniger süß.

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn du die Nüsse vor dem Mahlen oder Hacken kurz in einer Pfanne ohne Fett anrüstest, entfalten sie ihr volles Aroma. Das macht den Unterschied zwischen „ganz gut“ und „unvergesslich“ aus. Vertrau mir.

Benötigte Küchengeräte

Du brauchst keine ausgefallene Profi-Ausstattung für diese Lebkuchen. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon zu Hause. Hier ist, was du bereitstellen solltest:

  • Eine große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas, damit nichts anhaftet.
  • Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Zum Aufschlagen der Butter mit dem Honig und den Eiern. Geht auch mit einem Schneebesen und viel Muskelkraft, aber das Rührgerät ist schon bequemer.
  • Ein Backblech: Ein normales Blech, das in deinen Ofen passt.
  • Backpapier: Unverzichtbar, damit nichts kleben bleibt und die Reinigung leicht fällt.
  • Ein Esslöffel oder zwei Teelöffel: Zum Formen der Lebkuchen. Ein Eisportionierer geht auch wunderbar, dann werden sie alle gleich groß.
  • Ein Küchenwaage und Messlöffel: Für genaue Mengenangaben. Beim Backen ist Genauigkeit schon wichtig, besonders bei den Gewürzen.
  • Ein kleines Sieb: Falls du die Lebkuchen mit Puderzucker bestäuben möchtest.

Falls du keine Küchenmaschine hast, mach dir keinen Kopf. Ein Handrührgerät tut es genauso gut. Und wenn du mal keinen Zitronensaft für den Guss hast, geht auch ein Schluck Milch oder Wasser. Nicht zu viel nachdenken, einfach loslegen!

Zubereitung – Schritt für Schritt

Honig-Lebkuchen mit Nüssen preparation steps

So, jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Ich führ dich durch jeden Schritt, damit garantiert nichts schiefgeht. Versprochen.

  1. Backofen vorheizen und Blech vorbereiten: Heize deinen Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vor. Lege ein Backblech mit Backpapier aus. Das ist wichtig, damit die Lebkuchen später nicht festkleben.
  2. Butter und Honig cremig rühren: Gib die weiche Butter und den flüssigen Honig in eine große Rührschüssel. Schlage beides mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe für etwa 2-3 Minuten, bis eine helle, schaumige Masse entsteht. Sie sollte richtig schön luftig sein. Das ist der erste Schritt zur perfekten Textur.
  3. Eier unterrühren: Füge die beiden Eier nacheinander hinzu und rühre jedes etwa 30 Sekunden lang unter, bis sie vollständig eingearbeitet sind. Die Masse wird jetzt etwas flüssiger, das ist völlig normal.
  4. Trockene Zutaten mischen: In einer separaten Schüssel vermischst du das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, das Backpulver, das Salz und alle Gewürze (Zimt, Lebkuchengewürz, Kardamom, Nelkenpulver). Verrühre alles gut mit einem Schneebesen, damit sich die Gewürze gleichmäßig verteilen. Niemand will einen Klumpen Nelkenpulver im ersten Bissen!
  5. Trockene Zutaten zur Honig-Mischung geben: Gib die Mehl-Nuss-Mischung nach und nach zur feuchten Masse. Rühre auf niedriger Stufe, bis gerade so alles vermischt ist. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh. Zum Schluss hebst du die gehackten Walnüsse mit einem Spatel unter. Der Teig wird recht weich und klebrig sein – genau richtig so.
  6. Lebkuchen formen: Jetzt wird es kreativ. Mit zwei Teelöffeln oder einem Esslöffel nimmst du walnussgroße Portionen Teig ab und setzt sie mit etwas Abstand (ca. 3-4 cm) auf das vorbereitete Backblech. Der Teig läuft im Ofen etwas auseinander, also nicht zu eng setzen. Ich mache sie meistens rund, aber du kannst sie auch leicht flach drücken, wenn du gleichmäßigere Kekse haben möchtest.
  7. Backen: Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) und backe die Lebkuchen für 12-15 Minuten. Sie sollten an den Rändern leicht goldbraun sein, in der Mitte aber noch weich wirken. Das ist der Trick! Wenn du sie zu lange backst, werden sie trocken. Nimm sie raus, wenn sie noch leicht nachgeben, wenn du mit dem Finger draufdrückst. Sie werden beim Abkühlen noch etwas fester.
  8. Auskühlen lassen und verzieren: Lass die Lebkuchen für etwa 5 Minuten auf dem Blech abkühlen, dann sind sie fest genug, um sie vorsichtig mit einem Spatel auf ein Kuchengitter zu heben. Dort kühlen sie vollständig aus. Wenn du einen Guss machen möchtest, verrührst du einfach den Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur und bestreichst die abgekühlten Lebkuchen damit. Oder du bestäubst sie mit Puderzucker – beides sieht wunderschön aus.

Ein persönlicher Tipp von mir: Wenn der Teig zu klebrig ist, um ihn zu formen, befeuchte deine Hände leicht mit kaltem Wasser. Dann lässt er sich viel besser verarbeiten. Und keine Sorge, wenn die Lebkuchen nicht alle perfekt gleich aussehen. Die kleinen Unregelmäßigkeiten machen sie erst richtig authentisch und zeigen, dass sie selbst gemacht sind.

Tipps und Tricks für perfekte Lebkuchen

Ich hab bei diesem Rezept auch schon einiges falsch gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit dir das nicht passiert.

  • Die Honig-Konsistenz ist entscheidend. Wenn dein Honig zu fest ist, wird der Teig bröselig und lässt sich nicht gut formen. Erwärme ihn kurz in der Mikrowelle oder im Wasserbad, bis er wieder flüssig ist. Aber nicht kochen, sonst verliert er sein Aroma.
  • Nicht zu lange backen! Das ist der häufigste Fehler. Die Lebkuchen sehen nach 12 Minuten noch weich aus, aber genau das ist richtig. Sie backen auf dem heißen Blech nach. Wenn du wartest, bis sie fest sind, sind sie am Ende trocken und hart. Lieber eine Minute zu früh raus als eine zu spät.
  • Die Nüsse vorher anrösten. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es macht den Unterschied. Gib die gehackten Walnüsse und die Haselnüsse für ein paar Minuten in eine trockene Pfanne, bis sie duften. Dann schmecken sie einfach nussiger und intensiver.
  • Gewürze nach Geschmack anpassen. Magst du es besonders zimtig? Dann gib ruhig einen halben Teelöffel mehr dazu. Stehst du auf eine kräftige Lebkuchennote? Dann nimm ein gutes Lebkuchengewürz aus dem Bioladen. Ich persönlich mag es sehr aromatisch, also bin ich mit den Gewürzen nicht geizig.
  • Multitasking ist dein Freund. Während der Teig im Ofen ist, kannst du schon den Guss vorbereiten oder die Küche aufräumen. So sparst du Zeit und hast hinterher weniger Arbeit.

Ein kleiner Fail aus meiner Anfangszeit: Ich hab einmal vergessen, das Backpulver in den Teig zu geben. Die Lebkuchen waren flach wie Pfannkuchen und hart wie Stein. Also, merk dir: Backpulver ist kein optionaler Gast, sondern ein Muss!

Variationen und Anpassungen

Das Schöne an diesem Rezept ist seine Vielseitigkeit. Du kannst es ganz leicht an deine Vorlieben anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Vegane Variante: Ersetze die Butter durch Margarine oder ein pflanzliches Backfett und die Eier durch zwei Esslöffel gemahlene Leinsamen, die du mit 6 EL Wasser verquirlst und 5 Minuten quellen lässt. Funktioniert einwandfrei und schmeckt genauso gut.
  • Andere Nusssorten: Statt Haselnüssen und Walnüssen kannst du auch Mandeln, Pekannüsse oder Cashewkerne verwenden. Oder eine bunte Mischung! Für eine nussfreie Variante nimmst du gemahlene Sonnenblumenkerne und gehackte Kürbiskerne – das gibt auch eine tolle Textur.
  • Schoko-Lebkuchen: Für alle Schokoholics: Hebe nach dem Mehl 100 g gehackte Zartbitterschokolade unter den Teig. Die Schokolade schmilzt beim Backen leicht und gibt kleine, schokoladige Inseln im Lebkuchen. Ein Traum!
  • Fruchtige Note: Gib gehackte getrocknete Cranberries, Aprikosen oder Feigen mit in den Teig. Die fruchtige Süße passt wunderbar zu den würzigen Noten. Ich hab einmal getrocknete Kirschen genommen – absolut empfehlenswert.
  • Andere Backmethode: Du kannst den Teig auch in eine kleine Kastenform geben (ca. 20 cm) und als Lebkuchenbrot backen. Die Backzeit verlängert sich dann auf etwa 30-35 Minuten. Das ergibt einen saftigen Kuchen, den man in Scheiben schneiden kann – perfekt zum Frühstück oder Kaffee.

Servieren und Aufbewahren

Die Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie noch lauwarm sind – dann sind sie am weichsten und der Honigduft ist am intensivsten. Aber auch kalt sind sie ein Genuss.

Serviervorschläge: Serviere sie mit einer Tasse Glühwein, Punsch oder einem weihnachtlichen Chai-Tee. Sie sind auch eine wunderbare Beilage zu einer Schale Vanilleeis oder einer Creme Anglaise. Oder arrangiere sie einfach auf einem schönen Teller und stelle sie auf den Tisch – sie sind ein Hingucker auf jedem Kaffeetisch oder Plätzchenteller.

Aufbewahren: Bewahre die Lebkuchen in einer luftdichten Dose auf. Zwischen die Lagen solltest du ein Stück Backpapier oder Küchenpapier legen, damit sie nicht aneinanderkleben. So halten sie sich bei Raumtemperatur etwa 1-2 Wochen. Allerdings werden sie mit der Zeit etwas fester, weil der Honig Feuchtigkeit zieht. Wenn du sie wieder weicher haben möchtest, leg einfach ein Stück Apfelschale für ein paar Stunden mit in die Dose – das macht sie wieder wunderbar saftig.

Einfrieren: Du kannst die Lebkuchen auch problemlos einfrieren. Am besten in einem Gefrierbeutel oder einer Dose eingefroren halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur auf ein Kuchengitter legen. Sie schmecken dann fast wie frisch gebacken.

Ein Tipp noch: Die Aromen der Gewürze entfalten sich mit der Zeit noch ein bisschen. Wenn du also einen Tag wartest, schmecken sie noch runder und intensiver. Aber ganz ehrlich: Bei uns sind sie meistens schon am ersten Tag weg.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Ja, Lebkuchen sind ein Genussmittel, aber sie haben auch ein paar positive Seiten. Hier eine ungefähre Einschätzung pro Lebkuchen (bei 20 Stück, ohne Guss):

  • Kalorien: ca. 180 kcal
  • Fett: ca. 10 g (davon gesättigte Fettsäuren: ca. 3 g)
  • Kohlenhydrate: ca. 20 g (davon Zucker: ca. 12 g)
  • Ballaststoffe: ca. 2 g
  • Eiweiß: ca. 4 g

Die Nüsse liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die gut für Herz und Kreislauf sind. Honig enthält Antioxidantien und wirkt entzündungshemmend. Die Gewürze wie Zimt und Kardamom können den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen und die Verdauung anregen. Also, genieße sie ruhig mit einem guten Gewissen – in Maßen, versteht sich.

Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse), Milchprodukte (Butter) und Eier. Für Menschen mit entsprechenden Allergien sind die oben genannten Alternativen geeignet.

Fazit

Diese Honig-Lebkuchen mit Nüssen sind für mich der Inbegriff von wohliger Wärme an kalten Tagen. Sie sind schnell gemacht, unglaublich lecker und beweisen, dass man für gutes Gebäck nicht stundenlang warten muss. Der Teig ist in wenigen Minuten angerührt, der Duft erfüllt die ganze Wohnung, und nach einer Viertelstunde hast du ein Blech voller kleiner Glücksmomente.

Ich liebe es, wie vielseitig sie sind. Ob pur, mit Schokolade, mit Früchten oder mit einem Hauch von Zitronenguss – jede Variante ist ein Gedicht. Und sie sind so wunderbar anpassbar: vegan, glutenfrei, mit anderen Nüssen – du hast die Freiheit, sie genau nach deinem Geschmack zu gestalten.

Probier sie unbedingt aus! Ich bin mir sicher, dass auch du dich auf den ersten Bissen in sie verlieben wirst. Und wenn du magst, erzähl mir doch in den Kommentaren, wie sie dir gelungen sind oder welche Variation du ausprobiert hast. Ich bin schon sehr gespannt! Und wenn sie dir genauso gut schmecken wie mir, dann teile das Rezept doch mit deinen Freunden und deiner Familie – denn gutes Essen ist ja bekanntlich das schönste Geschenk.

Bis zum nächsten Mal und lass es dir schmecken!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Teig auch über Nacht stehen lassen?

Das ist das Schöne an diesem Rezept: Du musst es nicht! Der Teig ist so konzipiert, dass er sofort gebacken werden kann. Wenn du ihn aber trotzdem über Nacht im Kühlschrank ruhen lässt, werden die Aromen noch intensiver. Lass ihn dann vor dem Backen kurz auf Zimmertemperatur kommen, da er sonst zu fest ist.

Warum sind meine Lebkuchen nach dem Backen so hart?

Das liegt meistens daran, dass sie zu lange im Ofen waren. Denk dran: Sie sollten nach 12-15 Minuten noch weich aussehen. Sie backen auf dem heißen Blech nach. Nimm sie also lieber eine Minute zu früh raus. Wenn sie trotzdem hart geworden sind, leg sie für ein paar Stunden mit einem Apfelschalenstück in die Dose – das macht sie wieder weicher.

Kann ich auch andere Nüsse verwenden?

Ja, absolut! Du kannst die Haselnüsse durch Mandeln oder Cashewkerne ersetzen und die Walnüsse durch Pekannüsse oder Macadamianüsse. Für eine nussfreie Variante eignen sich Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne hervorragend. Einfach ausprobieren!

Muss ich die Lebkuchen unbedingt verzieren?

Nein, überhaupt nicht. Sie schmecken auch pur wunderbar. Der Guss oder der Puderzucker ist nur optional. Ich mag sie manchmal sogar lieber ohne, weil dann der nussige Honiggeschmack besser zur Geltung kommt. Entscheide einfach, worauf du Lust hast.

Kann ich den Honig durch etwas anderes ersetzen?

Honig ist hier die Hauptzutat und sorgt für die typische Konsistenz und den Geschmack. Du kannst ihn durch Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzen, aber dann wird der Teig etwas flüssiger und die Lebkuchen werden nicht ganz so saftig. Am besten bleibst du beim Honig, wenn du das Original-Ergebnis haben möchtest.

Pin This Recipe!

Honig-Lebkuchen mit Nüssen recipe

Print

Honig-Lebkuchen mit Nüssen: Einfach selber machen ohne Wartezeit

Diese Honig-Lebkuchen mit Nüssen sind der Beweis, dass es auch ohne die berüchtigte Ruhezeit geht. Sie sind weich, saftig und voller wärmender Gewürze, die einfach nach Dezember schmecken.

  • Author: Sara
  • Prep Time: 10 Minuten
  • Cook Time: 15 Minuten
  • Total Time: 25 Minuten
  • Yield: 20 Stück 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g flüssiger Honig (ca. 3/4 Tasse)
  • 150 g gemahlene Haselnüsse (ca. 1 1/2 Tassen)
  • 100 g gehackte Walnüsse (ca. 1 Tasse)
  • 250 g Weizenmehl Type 405 (ca. 2 Tassen)
  • 100 g weiche Butter (ca. 1/2 Tasse)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1/4 TL Nelkenpulver
  • 1 Päckchen Backpulver (ca. 2 TL)
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Puderzucker (optional, für den Guss)
  • 2–3 EL Zitronensaft (optional, für den Guss)

Instructions

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Weiche Butter und flüssigen Honig in einer großen Rührschüssel mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe 2-3 Minuten cremig rühren, bis eine helle, schaumige Masse entsteht.
  3. Eier nacheinander unterrühren, jedes etwa 30 Sekunden lang.
  4. In einer separaten Schüssel Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Salz, Zimt, Lebkuchengewürz, Kardamom und Nelkenpulver vermischen.
  5. Die trockenen Zutaten nach und nach zur Honig-Mischung geben und auf niedriger Stufe verrühren, bis alles gerade vermischt ist. Gehackte Walnüsse unterheben.
  6. Mit zwei Teelöffeln oder einem Esslöffel walnussgroße Portionen Teig mit etwas Abstand (ca. 3-4 cm) auf das Backblech setzen.
  7. Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 12-15 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind, die Mitte aber noch weich wirkt.
  8. Lebkuchen 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen.
  9. Für den Guss (optional): Puderzucker mit Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur verrühren und die abgekühlten Lebkuchen damit bestreichen oder mit Puderzucker bestäuben.

Notes

Die Lebkuchen schmecken am besten lauwarm. Sie halten sich in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur 1-2 Wochen. Für eine vegane Variante Butter durch Margarine und Eier durch 2 EL gemahlene Leinsamen mit 6 EL Wasser ersetzen.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Lebkuchen
  • Calories: 180
  • Sugar: 12
  • Sodium: 0.1
  • Fat: 10
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 20
  • Fiber: 2
  • Protein: 4

Keywords: Honig-Lebkuchen, Nüsse, ohne Wartezeit, weihnachtlich, einfach, saftig

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆