Es war halb elf an einem verregneten Mittwoch im November, und ich hatte diesen unstillbaren Drang nach etwas Zartem, Buttrigem. Nicht nach diesen dominanten Schokoladenkeksen, sondern nach einem Gebäck, das fast von allein auf der Zunge zergeht. Ich stand in der Küche, die Fenster waren beschlagen, und mir wurde klar: Ich hatte keine Lust auf stundenlanges Kneten oder komplizierte Schichten. Was ich wollte, war dieser spezielle Duft von gerösteten Mandeln und Vanille, der die ganze Wohnung erfüllt.
Ich öffnete den Vorratsschrank und fand eine halbe Tüte ganzer Mandeln – nicht gemahlen, wie es das “richtige” Rezept verlangt hätte. Normalerweise hätte ich aufgegeben. Aber irgendetwas an der Stille und dem Regen draußen ließ mich einfach weitermachen. Ich dachte: “Ich mahle sie einfach selbst, ganz fein.” Also holte ich die alte Kaffeemühle meiner Mutter hervor – die, die eigentlich nur für Kaffee gedacht ist – und schüttete die Mandeln hinein. Das Brummen war ohrenbetäubend, aber der Duft, der aufstieg, war pure Magie. Es roch nach Weihnachten, nach Geborgenheit, nach genau diesem Gefühl, das ich suchte.
Der Teig war eine Wonne – weich, fast seidig, und roch so intensiv nach echter Vanille, dass ich kurz dachte, ich hätte zu viel genommen. (Spoiler: Man kann nie zu viel echte Vanille nehmen.) Nach dem Backen waren sie so zart, dass ich zwei zerbrochen habe, nur weil ich sie zu früh vom Blech heben wollte. Diese kleinen Missgeschicke – der zerkratzte Küchentisch, die Mehlspur auf meiner Nase – sie machen das Backen erst so richtig echt. Und genau deshalb backe ich diese leichten Vanillekipferl mit Mandeln heute noch immer nach diesem improvisierten Rezept. Es ist, als hätte der Regen an diesem Abend genau gewusst, dass ich dieses Rezept brauchte. Vielleicht kennen Sie das ja – dieses Gefühl, wenn ein simpler Keks plötzlich alles wieder gut macht.
Warum Sie diese leichten Vanillekipferl lieben werden
Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiteres Weihnachtsrezept. Es ist das Ergebnis von etwa fünfzehn Backsaisons, in denen ich immer wieder an der perfekten Mürbigkeit gescheitert bin. Ich habe Rezepte mit mehr Butter, mit weniger Mehl und mit verschiedenen Nusssorten ausprobiert. Aber dieses hier – Omas Rezept, aber mit einem kleinen Twist – hat einfach die Nase vorn.
- Extra mürbe & zart: Der Teig bricht fast wie Sandgebäck auseinander. Kein harter, trockener Keks, sondern ein hauchzartes Erlebnis.
- Schnell gemacht: Kein stundenlanges Kühlen oder aufwendiges Formen. Von der Idee bis zum ersten Bissen vergeht kaum eine Stunde. Perfekt für spontane Backgelüste.
- Weniger Zucker, mehr Geschmack: Wir setzen auf die natürliche Süße der Mandeln und die aromatische Kraft echter Vanille. Der Puderzucker ist nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen keinen teuren Spezialitätenladen. Mehl, Butter, Mandeln, Zucker, Eigelb – das haben Sie garantiert zu Hause.
- Perfekt zum Verschenken: In einer hübschen Dose sehen diese Kipferl einfach bezaubernd aus. Und ehrlich, wer freut sich nicht über selbstgebackene Kekse?
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus frisch gemahlenen Mandeln und der speziellen Verarbeitung. Indem Sie die Mandeln selbst mahlen, entfalten sie ein viel intensiveres Aroma als gekaufte Mandelmehl. Und die Zugabe von etwas kaltem Wasser macht den Teig unglaublich geschmeidig, ohne dass er klebt. Das ist der Trick, den mir keine Oma je verraten hat – den habe ich mir selbst durch trial and error angeeignet. Dieser Keks ist nicht nur gut, er ist dieser eine Keks, bei dem Sie nach dem ersten Bissen die Augen schließen und kurz innehalten. Versprochen.
Was Sie für die leichten Vanillekipferl brauchen
Die Zutatenliste ist kurz, aber jede Komponente spielt ihre Rolle perfekt. Ich erkläre Ihnen kurz, worauf es ankommt, damit Ihre Kipferl genauso werden wie meine – extra mürbe und voller Geschmack.
Die Basis
- 200 g Weizenmehl (Type 405) – Das Mehl sorgt für die Struktur. Sie können auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, dann werden die Kipferl etwas nussiger und herzhafter.
- 150 g kalte Butter, in kleinen Würfeln – Die Butter muss wirklich kalt sein. Ich lege sie manchmal für 10 Minuten ins Gefrierfach, während ich die Mandeln mahle. Das verhindert, dass der Teig zu weich wird und die Kipferl später verlaufen.
- 100 g gemahlene Mandeln (oder ganze Mandeln, selbst gemahlen) – Hier liegt der Schlüssel zum Geschmack. Ich empfehle dringend, ganze Mandeln zu kaufen und sie frisch zu mahlen. Das Aroma ist unvergleichlich. Achten Sie darauf, sie nicht zu lange zu mahlen, sonst wird es Mandelbutter.
- 60 g Puderzucker (plus extra zum Wälzen) – Puderzucker löst sich besser im Teig auf als normaler Zucker und macht die Kipferl zarter. Zum Wälzen nach dem Backen nehmen Sie am besten nochmal eine ordentliche Portion.
- 2 Eigelb (Größe M) – Das Eigelb bindet den Teig und gibt ihm eine schöne, gelbe Farbe. Das Eiweiß können Sie übrigens einfrieren und später für Baiser oder zum Panieren verwenden.
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanilleextrakt) – Bitte, bitte nehmen Sie echten Vanillezucker oder Vanilleextrakt. Dieser künstliche Vanillin-Zucker schmeckt einfach nicht. Ich schwöre auf selbstgemachten Vanillezucker – einfach eine ausgekratzte Vanilleschote in ein Glas mit Zucker geben.
- 1 EL kaltes Wasser – Das klingt unscheinbar, aber dieser Esslöffel Wasser macht den Teig geschmeidiger und verhindert, dass er bröselt. Ein echter Gamechanger.
- 1 Prise Salz – Salz hebt die Süße und den Nussgeschmack hervor. Lassen Sie es nie weg.
Zum Bestäuben

- Ca. 50 g Puderzucker – Zum Wälzen der noch warmen Kipferl. Das gibt ihnen die typische, schneebedeckte Optik.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Mit dem Puderzucker vermischt, verleiht er den Kipferln eine extra Vanillenote.
Substitutionstipp: Für eine glutenfreie Variante können Sie das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Achten Sie darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, damit der Teig zusammenhält. Die Kipferl werden dann etwas bröseliger, aber immer noch köstlich.
Die richtige Ausrüstung
Sie brauchen keine teure Profiausrüstung für diese Kipferl. Ein paar grundlegende Küchenhelfer reichen völlig aus.
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät mit Knethaken: Das erleichtert das Vermengen der kalten Butter mit dem Mehl ungemein. Sie können den Teig aber auch von Hand kneten – dann dauert es etwas länger, und Sie müssen darauf achten, dass die Butter nicht zu warm wird.
- Eine gute Küchenwaage: Backen ist eine Wissenschaft. Bitte messen Sie die Zutaten genau ab. Augenmaß führt hier oft zu trockenen oder zu weichen Keksen.
- Ein Nudelholz (optional): Eigentlich forme ich die Kipferl von Hand, aber manche Rollen den Teig aus und schneiden Dreiecke aus. Das Nudelholz ist also optional, aber hilfreich, wenn Sie perfekt gleichmäßige Kipferl möchten.
- Backblech mit Backpapier: Ein Muss. Backpapier verhindert das Ankleben und erleichtert die Reinigung.
- Ein feiner Sieb: Zum Bestäuben der fertigen Kipferl mit Puderzucker. So wird der Zucker schön gleichmäßig verteilt, ohne Klümpchen.
- Ein Kuchenrost: Zum Abkühlen der Kipferl. Wenn sie auf dem Blech abkühlen, werden sie durch die Restwärme oft zu hart.
Budget-Tipp: Eine Küchenmaschine ist nicht nötig. Ich habe jahrelang alles mit der Hand gemacht. Wenn Sie aber öfter backen, lohnt sich die Anschaffung eines guten Handrührgeräts mit Knethaken. Das kostet nicht die Welt und spart Zeit und Nerven.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt
Hier kommt der wichtigste Teil. Folgen Sie diesen Schritten genau, dann werden Ihre leichten Vanillekipferl mit Mandeln garantiert ein Erfolg. Ich habe alle meine kleinen Tricks und Fehler, die ich je gemacht habe, mit eingebaut.
- Die Mandeln mahlen (falls Sie ganze Mandeln verwenden): Geben Sie die Mandeln in eine Küchenmaschine oder einen Hochleistungsmixer. Pulsen Sie sie in kurzen Intervallen, bis sie fein gemahlen sind. Achtung: Nicht zu lange mixen, sonst entsteht Mandelbutter! Sie wollen ein feines, mehlartiges Pulver. Wenn Sie gemahlene Mandeln kaufen, überspringen Sie diesen Schritt.
- Den Teig zubereiten: Geben Sie das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. Dann geben Sie die kalten Butterwürfel und die zwei Eigelbe dazu. Jetzt kommt der Knethaken zum Einsatz: Kneten Sie alles auf niedriger Stufe, bis ein bröseliger Teig entsteht. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Geben Sie dann den Esslöffel kaltes Wasser dazu und kneten Sie nochmal kurz durch, bis der Teig zusammenhält. Er sollte nicht kleben, sondern sich geschmeidig anfühlen. Wenn er zu trocken ist, geben Sie noch einen halben Esslöffel Wasser dazu. Wenn er klebt, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu.
- Den Teig ruhen lassen (optional, aber empfohlen): Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das macht ihn etwas fester und die Kipferl lassen sich leichter formen. Wenn Sie es eilig haben, können Sie diesen Schritt überspringen – der Teig lässt sich auch so gut verarbeiten, nur ist er etwas weicher.
- Den Ofen vorheizen: Heizen Sie den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (150 °C Umluft) vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
- Die Kipferl formen: Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank. Bestäuben Sie Ihre Hände leicht mit Mehl, damit der Teig nicht klebt. Formen Sie aus dem Teig eine etwa 3 cm dicke Rolle und schneiden Sie davon etwa 2 cm breite Stücke ab. Jedes Stück rollen Sie zu einer etwa 6-7 cm langen Rolle, die an den Enden etwas dünner ist als in der Mitte. Formen Sie daraus eine kleine Sichel – das klassische Kipferl. Legen Sie die Kipferl mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech. Sie laufen kaum auseinander, aber etwas Platz zum Atmen schadet nicht.
- Backen: Schieben Sie das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backen Sie die Kipferl für 12-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie ganz leicht goldbraun werden – vor allem an den Spitzen. Sie dürfen auf keinen Fall zu dunkel werden, sonst werden sie hart. Der Ofen ist hier der größte Feind der Mürbigkeit! Lieber eine Minute zu früh raus als eine Minute zu spät.
- Das Wälzen – der wichtigste Schritt: Lassen Sie die Kipferl nach dem Backen etwa 3-4 Minuten auf dem Blech abkühlen. In der Zwischenzeit mischen Sie den Puderzucker mit dem restlichen Vanillezucker in einer flachen Schale. Die Kipferl müssen noch warm sein, aber nicht mehr heiß, wenn Sie sie wälzen. Heben Sie jedes Kipferl vorsichtig mit einem Pfannenwender vom Blech und legen Sie es in die Zuckermischung. Wälzen Sie es rundherum, bis es komplett bedeckt ist. Seien Sie sanft – die Kipferl sind noch sehr zerbrechlich! Ich habe schon so manches zerbrochen, weil ich zu grob war. Legen Sie die gewälzten Kipferl auf ein Kuchengitter, um vollständig auszukühlen.
Sensorische Hinweise: Der Teig fühlt sich an wie feuchter Sand – krümelig, aber wenn man ihn zusammendrückt, hält er. Während des Backens duftet die ganze Küche nach gerösteten Mandeln und Vanille. Einfach himmlisch. Die fertigen Kipferl sollten beim Abkühlen ein leises “Knistern” von sich geben – das ist ein gutes Zeichen für die richtige Konsistenz.
Tipps & Tricks für die perfekten Kipferl
Ich habe in den Jahren so viele Fehler gemacht, dass ich sie Ihnen jetzt ersparen kann. Hier sind meine besten Tipps.
- Die Butter muss kalt sein! Das ist die goldene Regel für mürbes Gebäck. Wenn die Butter zu warm wird, wird der Teig klebrig und die Kipferl verlaufen im Ofen. Arbeiten Sie also zügig und kühlen Sie den Teig bei Bedarf nochmal kurz zwischen.
- Nicht zu lange kneten. Sobald der Teig zusammenhält, aufhören! Sonst wird er zäh und die Kipferl werden hart. Ein paar kleine Butterstückchen im Teig sind übrigens völlig in Ordnung – sie sorgen für eine besonders flockige Textur.
- Die Größe ist entscheidend. Machen Sie die Kipferl nicht zu groß. Sie sollen ja “leicht” sein – also eher kleine, feine Häppchen. Wenn sie zu dick sind, werden sie innen nicht richtig durch und bleiben teigig.
- Der richtige Zeitpunkt zum Wälzen. Das ist wirklich die Königsdisziplin. Zu früh gewälzt, und der Zucker schmilzt und wird klebrig. Zu spät gewälzt, und er haftet nicht mehr. Die Kipferl sollten noch warm sein, aber nicht mehr heiß. Ich warte meist genau 4 Minuten nach dem Backen – das ist mein Sweet Spot.
- Doppelt bestäuben für den Wow-Effekt. Viele backen die Kipferl, wälzen sie einmal in Puderzucker und lassen es dabei. Ich mache es anders: Nachdem die Kipferl vollständig abgekühlt sind, bestäube ich sie noch einmal ganz leicht durch ein Sieb mit Puderzucker. Das sieht nicht nur aus wie frischer Schnee, sondern schmeckt auch nochmal intensiver nach Vanille.
Variationen & Abwandlungen
Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber manchmal möchte man einfach etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst getestet habe.
- Nüsse tauschen: Statt Mandeln können Sie auch Haselnüsse oder Walnüsse verwenden. Haselnüsse geben ein sehr typisch weihnachtliches Aroma. Mahlen Sie sie ebenfalls frisch. Bei Walnüssen sollten Sie etwas weniger nehmen, da sie sehr ölig sind – etwa 80 g Walnüsse auf 120 g Mehl.
- Schoko-Kipferl: Für alle Schokoladenfans: Geben Sie 1-2 EL ungesüßtes Kakaopulver zum Mehl und ersetzen Sie 20 g der Mandeln durch gehackte Zartbitterschokolade. Die Kipferl werden dann dunkler und schmecken herrlich schokoladig.
- Vegane Variante: Tauschen Sie die Butter durch vegane Margarine (achten Sie auf einen hohen Fettgehalt, mindestens 80%) und die Eigelbe durch 2 EL Aquafaba (Kichererbsenwasser). Die Konsistenz wird etwas anders sein – weniger mürbe, aber immer noch sehr lecker.
- Zitronen-Vanille-Kipferl: Geben Sie den Abrieb einer halben Bio-Zitrone zum Teig. Die frische Zitronennote passt wunderbar zur Vanille und macht die Kipferl noch aromatischer.
- Gewürz-Kipferl: Für eine weihnachtliche Note geben Sie 1/2 TL Zimt, eine Prise Nelkenpulver und etwas abgeriebene Orangenschale zum Teig. Das duftet beim Backen einfach unwiderstehlich.
Servieren & Aufbewahren
Die leichten Vanillekipferl schmecken am besten, wenn sie vollständig ausgekühlt sind – dann sind sie am mürbsten. Sie sind der perfekte Begleiter zu einer Tasse Kaffee, Tee oder einem Glas Glühwein. Ich serviere sie gerne auf einer schönen Platte, bestäubt mit etwas extra Puderzucker und ein paar frischen Minzblättern als Dekoration. Sie sehen aber auch in einer einfachen Keksdose einfach bezaubernd aus.
Aufbewahrung: Bewahren Sie die Kipferl in einer gut verschließbaren Keksdose auf. So bleiben sie etwa 2-3 Wochen frisch und werden sogar noch etwas mürber, wenn sie ein paar Tage durchziehen. Achten Sie darauf, dass die Dose nicht zu groß ist, sonst haben die Kipferl zu viel Luft und werden trocken. Sie können die Kipferl auch einfrieren – am besten unbestäubt. Zum Auftauen legen Sie sie einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter und bestäuben sie erst danach mit Puderzucker. So bleiben sie genauso frisch wie am Backtag.
Reheating: Kipferl müssen nicht aufgewärmt werden. Wenn Sie sie aber gerne etwas lauwarm mögen (ich liebe das!), legen Sie sie für 2-3 Minuten in den auf 100 °C vorgeheizten Ofen. Aber Vorsicht: Sie werden dann noch zerbrechlicher!
Nährwerte & Gesundheit
Ich bin kein Ernährungswissenschaftler, aber ich kann Ihnen sagen, dass diese Kipferl im Vergleich zu vielen anderen Weihnachtskeksen eine leichtere Alternative sind. Sie enthalten weniger Zucker und setzen auf die gesunden Fette der Mandeln. Mandeln sind reich an Vitamin E, Magnesium und ungesättigten Fettsäuren, die gut für Herz und Haut sind. Die Kipferl sind von Natur aus laktosefrei, wenn Sie laktosefreie Butter verwenden, und glutenfrei, wenn Sie die entsprechende Mehlmischung nutzen. Ein Kipferl (ca. 15 g) hat etwa 80 Kalorien, 5 g Fett, 7 g Kohlenhydrate und 1,5 g Eiweiß. Das ist für ein Plätzchen völlig in Ordnung. Genießen Sie sie also ohne schlechtes Gewissen – aber in Maßen, denn sie machen süchtig!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Warum werden meine Kipferl hart?
Das liegt meistens am Ofen. Wenn Sie die Kipferl zu lange oder bei zu hoher Temperatur backen, werden sie hart. Backen Sie sie nur so lange, bis sie ganz leicht Farbe annehmen. Auch zu viel Kneten kann den Teig zäh machen. Achten Sie auf die Kühlung der Butter.
Kann ich den Teig auch einen Tag vorher zubereiten?
Ja, das ist sogar eine gute Idee! Wickeln Sie den Teig gut in Frischhaltefolie und lagern Sie ihn im Kühlschrank. Lassen Sie ihn vor dem Formen etwa 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, damit er etwas weicher wird. Der Teig lässt sich dann leichter verarbeiten.
Kann ich statt Mandeln auch andere Nüsse nehmen?
Absolut! Haselnüsse, Walnüsse oder Pekannüsse sind tolle Alternativen. Beachten Sie, dass öligere Nüsse wie Walnüsse den Teig etwas weicher machen können. Passen Sie dann die Mehlmenge leicht an.
Warum zerfallen meine Kipferl beim Wälzen?
Das passiert, wenn sie zu heiß sind oder wenn der Teig zu wenig Bindemittel hatte. Lassen Sie die Kipferl nach dem Backen etwas länger abkühlen (ca. 5-6 Minuten) und seien Sie beim Wälzen sehr vorsichtig. Ein zu trockener Teig kann auch die Ursache sein – dann hilft ein zusätzlicher Esslöffel Wasser oder Eigelb.
Kann ich die Kipferl auch ohne Ei zubereiten?
Ja, ersetzen Sie die zwei Eigelbe durch 2 EL Aquafaba oder 1 EL Leinsamenmehl, gemischt mit 3 EL Wasser. Die Konsistenz wird etwas bröseliger, aber sie schmecken trotzdem sehr gut.
Fazit – Warum Sie dieses Rezept sofort ausprobieren sollten
Diese leichten Vanillekipferl mit Mandeln sind mehr als nur ein Rezept – sie sind ein Stück Kindheitserinnerung, ein Duft von Geborgenheit und ein Beweis dafür, dass die einfachsten Dinge oft die besten sind. Sie sind schnell gemacht, unglaublich mürbe und schmecken einfach nach mehr. Ich liebe es, wie sie auf der Zunge zergehen und dieses warme, glückliche Gefühl hinterlassen. Es ist dieses Rezept, das ich jedes Jahr aufs Neue backe, weil es einfach perfekt ist – und weil es mich an diesen verregneten Mittwoch erinnert, an dem ich einfach nicht aufgeben wollte.
Probieren Sie es aus! Ich bin gespannt, wie Ihre Kipferl werden. Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar unten und erzählen Sie mir, ob Sie auch ein paar zerbrochen haben (das gehört dazu!) oder ob Sie eine besondere Variante ausprobiert haben. Teilen Sie das Rezept auch gerne mit Ihren Freunden – denn gutes Gebäck sollte man teilen. Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude beim Backen und natürlich einen wunderbaren ersten Bissen!
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Leichte Vanillekipferl mit Mandeln – Omas bestes Rezept
Diese extra mürben und zarten Vanillekipferl mit frisch gemahlenen Mandeln sind ein Stück Kindheitserinnerung. Sie sind schnell gemacht, weniger süß und voller aromatischer Vanille – perfekt für spontane Backgelüste oder als Geschenk.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 12-15 Minuten
- Total Time: 35 Minuten (plus 30 Minuten Ruhezeit optional)
- Yield: 24 Kipferl 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 150 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
- 100 g gemahlene Mandeln (oder ganze Mandeln, selbst gemahlen)
- 60 g Puderzucker (plus extra zum Wälzen)
- 2 Eigelb (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanilleextrakt)
- 1 EL kaltes Wasser
- 1 Prise Salz
- Ca. 50 g Puderzucker zum Bestäuben
- 1 Päckchen Vanillezucker zum Bestäuben
Instructions
- Die Mandeln mahlen (falls Sie ganze Mandeln verwenden): Geben Sie die Mandeln in eine Küchenmaschine oder einen Hochleistungsmixer. Pulsen Sie sie in kurzen Intervallen, bis sie fein gemahlen sind. Achtung: Nicht zu lange mixen, sonst entsteht Mandelbutter! Sie wollen ein feines, mehlartiges Pulver. Wenn Sie gemahlene Mandeln kaufen, überspringen Sie diesen Schritt.
- Den Teig zubereiten: Geben Sie das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. Dann geben Sie die kalten Butterwürfel und die zwei Eigelbe dazu. Jetzt kommt der Knethaken zum Einsatz: Kneten Sie alles auf niedriger Stufe, bis ein bröseliger Teig entsteht. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Geben Sie dann den Esslöffel kaltes Wasser dazu und kneten Sie nochmal kurz durch, bis der Teig zusammenhäl…
- Den Teig ruhen lassen (optional, aber empfohlen): Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das macht ihn etwas fester und die Kipferl lassen sich leichter formen. Wenn Sie es eilig haben, können Sie diesen Schritt überspringen – der Teig lässt sich auch so gut verarbeiten, nur ist er etwas weicher.
- Den Ofen vorheizen: Heizen Sie den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (150 °C Umluft) vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
- Die Kipferl formen: Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank. Bestäuben Sie Ihre Hände leicht mit Mehl, damit der Teig nicht klebt. Formen Sie aus dem Teig eine etwa 3 cm dicke Rolle und schneiden Sie davon etwa 2 cm breite Stücke ab. Jedes Stück rollen Sie zu einer etwa 6-7 cm langen Rolle, die an den Enden etwas dünner ist als in der Mitte. Formen Sie daraus eine kleine Sichel – das klassische Kipferl. Legen Sie die Kipferl mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech. Sie laufen kaum auseinand…
- Backen: Schieben Sie das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backen Sie die Kipferl für 12-15 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie ganz leicht goldbraun werden – vor allem an den Spitzen. Sie dürfen auf keinen Fall zu dunkel werden, sonst werden sie hart. Der Ofen ist hier der größte Feind der Mürbigkeit! Lieber eine Minute zu früh raus als eine Minute zu spät.
- Das Wälzen – der wichtigste Schritt: Lassen Sie die Kipferl nach dem Backen etwa 3-4 Minuten auf dem Blech abkühlen. In der Zwischenzeit mischen Sie den Puderzucker mit dem restlichen Vanillezucker in einer flachen Schale. Die Kipferl müssen noch warm sein, aber nicht mehr heiß, wenn Sie sie wälzen. Heben Sie jedes Kipferl vorsichtig mit einem Pfannenwender vom Blech und legen Sie es in die Zuckermischung. Wälzen Sie es rundherum, bis es komplett bedeckt ist. Seien Sie sanft – die Kipferl sind n…
Notes
Die Butter muss kalt sein! Nicht zu lange kneten. Die Kipferl nicht zu groß machen. Der richtige Zeitpunkt zum Wälzen ist entscheidend: noch warm, aber nicht mehr heiß. Doppelt bestäuben für den Wow-Effekt.
Nutrition
- Serving Size: 1 Kipferl (ca. 15 g)
- Calories: 80
- Sugar: 3
- Sodium: 10
- Fat: 5
- Saturated Fat: 2.5
- Carbohydrates: 7
- Fiber: 0.5
- Protein: 1.5
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