Ich war an einem Dienstag im November bei unserem Klempner, um einen Termin für undichte Wasserhähne zu machen – das Letzte, womit ich gerechnet hätte, war eine kulinarische Offenbarung. Herr Schmidt, ein Mann mit mehr Werkzeug als Kochlöffeln, begann zwischen zwei Telefonaten plötzlich, von seinem Weihnachtsmarkt-Stand vor zwanzig Jahren zu erzählen. „Die Leute sind Schlange gestanden”, sagte er und wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. „Nicht für die Bratwurst – für meine Reibekuchen.” Ich lachte, bis er mir das Rezept auf einen alten Lieferschein kritzelte. Ehrlich gesagt, ich habe den Zettel drei Wochen in der Küchenschublade liegen lassen. Dann, an einem stressigen Donnerstagabend, als der Kühlschrank fast leer war und ich etwas Tröstliches brauchte, fiel er mir wieder in die Hand. Und wissen Sie was? Er hatte recht. Diese schnellen Reibekuchen mit Apfelmus schmecken genau nach dem Gefühl, wenn man auf dem Weihnachtsmarkt steht, die Hände um einen warmen Pappteller wärmt und der Duft von gebratenen Kartoffeln in der Luft liegt. Nur dass Sie dafür nicht eine Stunde anstehen müssen – 30 Minuten, und Sie sind da. Vielleicht kennen Sie das ja: Dieser eine Geruch, der Sie sofort in eine andere Stimmung versetzt. Genau das passiert hier.
Warum Sie diese Reibekuchen lieben werden
Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiteres Kartoffelgericht. Es ist eine kleine Zeitreise auf den Teller. Ich habe es unzählige Male getestet, für Freunde gekocht und sogar für meine skeptische Schwiegermutter, die normalerweise nichts isst, was nicht vom Metzger kommt. Und jedes Mal gab es dieselbe Reaktion: Stille, dann ein zufriedenes Seufzen. Deshalb funktioniert es so gut:
- Schnell & einfach: In genau 30 Minuten haben Sie knusprige Reibekuchen auf dem Tisch. Kein stundenlanges Reiben, kein komplizierter Teig. Perfekt für diesen einen Abend, an dem die Energie fehlt, aber der Appetit auf etwas Herzhaftes da ist.
- Einfache Zutaten: Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, Mehl – das haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause. Keine ausgefallenen Gewürze oder teuren Spezialitäten. Das ist ehrliches Essen ohne Schnickschnack.
- Perfekt für hektische Abende: Ob nach der Arbeit, wenn die Kinder noch Hausaufgaben machen müssen, oder an einem gemütlichen Sonntag – dieses Gericht passt sich Ihrem Tempo an. Es ist kein Projekt, es ist eine Lösung.
- Garantiert knusprig: Das Geheimnis liegt in der richtigen Temperatur und der Zubereitung der Kartoffeln. Ich verrate Ihnen gleich, wie sie außen goldbraun und innen zart werden – kein matschiges Chaos.
- Weihnachtsmarkt-Feeling ohne Menschenmassen: Der Duft allein ist es wert. Wenn die Reibekuchen in der Pfanne brutzeln, duftet die ganze Wohnung nach gebratenen Zwiebeln und Kartoffeln. Dazu ein Klecks Apfelmus – und Sie sind im Glück.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Ehrlich gesagt, die Detailverliebtheit. Ich habe so oft Reibekuchen gegessen, die innen noch roh oder außen verbrannt waren. Hier achten wir auf die Feinheiten: Die Kartoffeln werden richtig ausgedrückt, die Pfanne wird nicht überladen, und die Temperatur bleibt konstant. Das ist kein Hexenwerk, sondern einfach ein bisschen Erfahrung, die ich mit Ihnen teile. Und glauben Sie mir, nach dem ersten Bissen werden Sie verstehen, warum ich so begeistert bin. Es ist dieses Gefühl von Geborgenheit, das man in einem Bissen einfängt.
Welche Zutaten Sie brauchen
Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar – genau das, was man an einem stressigen Abend braucht. Keine langen Gänge durch den Supermarkt, keine exotischen Gewürze. Alles, was Sie brauchen, ist wahrscheinlich schon in Ihrer Küche oder schnell besorgt.
Für die Reibekuchen
- 1 kg Kartoffeln, mehligkochend oder vorwiegend festkochend (ich bevorzuge mehligkochende, da sie schön locker werden – die Sorte Linda oder Agria sind perfekt)
- 1 große Zwiebel, gerieben (sie gibt den typischen Geschmack, aber nicht zu dominant)
- 2 Eier, Größe M (sie binden den Teig und sorgen für eine schöne Konsistenz)
- 3-4 EL Mehl, Type 405 oder 550 (kann auch durch glutenfreies Mehl ersetzt werden, wenn nötig)
- 1 TL Salz, fein (nicht zu wenig – die Kartoffeln brauchen das)
- 1/2 TL Pfeffer, frisch gemahlen (ein Hauch Schärfe rundet es ab)
- Etwas Muskatnuss, frisch gerieben (das ist mein kleiner Trick – es gibt den Reibekuchen eine warme, würzige Note, die an Weihnachten erinnert)
- Öl zum Ausbacken, neutrales Pflanzenöl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl (kein Olivenöl, es wird zu bitter)
Für das Apfelmus

- 500 g Äpfel, säuerlich, wie Boskop oder Elstar (sie geben die schöne Säure, die so gut zu den herzhaften Reibekuchen passt)
- 2 EL Zucker, braun oder weiß (je nach Geschmack – ich nehme braunen für eine leichte Karamellnote)
- 1/2 TL Zimt, gemahlen (optional, aber ich finde, es gehört dazu)
- 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst (verhindert das Braunwerden der Äpfel)
- 2 EL Wasser, für den Kochvorgang
Hinweise zu den Zutaten
Die Kartoffeln sind das Herzstück. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu wässrig sind – mehligkochende Sorten geben weniger Wasser ab und werden fluffiger. Wenn Sie nur festkochende Kartoffeln haben, geht das auch, aber sie werden etwas fester. Die Zwiebel ist kein Muss, aber ich finde, sie gehört dazu. Sie können sie auch weglassen, wenn Sie es milder mögen. Beim Mehl: Ich habe schon mit Dinkelmehl experimentiert, das funktioniert auch, aber die Konsistenz wird etwas dichter. Das Apfelmus mache ich am liebsten selbst – es ist in 15 Minuten fertig und schmeckt viel fruchtiger als gekauftes. Aber wenn die Zeit knapp ist, tut es auch ein gutes Glas aus dem Supermarkt. Achten Sie nur darauf, dass es nicht zu süß ist, sonst überdeckt es den Kartoffelgeschmack.
Welche Ausrüstung Sie benötigen
Sie brauchen keine Profi-Küche für dieses Rezept. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus. Ich habe im Laufe der Jahre einiges ausprobiert und weiß, was wirklich hilft und was nur Platz wegnimmt.
- Eine große Schüssel: Zum Mischen des Teigs. Ich nehme eine Edelstahlschüssel, weil sie kühl bleibt und die Kartoffeln nicht warm werden.
- Eine Küchenreibe oder eine Küchenmaschine: Eine grobe Reibe ist ideal – feine Reiben machen die Kartoffeln zu Matsch. Meine alte Vierkantreibe von Oma tut es seit Jahren. Wenn Sie eine Küchenmaschine mit Reibscheibe haben, sparen Sie Zeit und Tränen (wörtlich – die Zwiebel reibt sich nicht so leicht).
- Ein sauberes Geschirrtuch oder ein Mulltuch: Zum Ausdrücken der Kartoffeln. Das ist der wichtigste Schritt, um knusprige Reibekuchen zu bekommen. Kein Küchentuch? Ein dicker Kaffeefilter oder sogar eine saubere Socke tut es im Notfall (ja, wirklich, aber waschen Sie sie vorher).
- Eine große beschichtete Pfanne: Nichts klebt so schnell an wie Reibekuchen. Eine gute Antihaft-Pfanne ist Gold wert. Ich schwöre auf meine alte Tefal-Pfanne, die schon tausend Reibekuchen gesehen hat.
- Ein Pfannenwender: Flach und breit, am besten aus Silikon oder Holz, um die Reibekuchen zu wenden, ohne sie zu zerreißen.
- Ein kleiner Topf: Für das Apfelmus. Ein Edelstahltopf reicht völlig.
- Küchenpapier: Zum Abtropfen der fertigen Reibekuchen. Das saugt das überschüssige Öl auf und macht sie knuspriger.
Ein Tipp von mir: Investieren Sie in eine gute Reibe. Ich habe mir vor Jahren eine Microplane-Reibe für die Muskatnuss gekauft – das ist ein kleiner Luxus, der sich lohnt. Und wenn Sie keine Küchenmaschine haben, nehmen Sie sich die 10 Minuten Zeit zum Reiben. Es ist fast meditativ, ehrlich.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird es ernst. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Ich führe Sie durch jeden Schritt, damit nichts schiefgeht. Und wenn doch – ich habe auch schon Reibekuchen in den Müll geworfen. Aus Fehlern lernt man.
Schritt 1: Das Apfelmus vorbereiten (10 Minuten)
Fangen Sie mit dem Apfelmus an, denn es kann köcheln, während Sie die Reibekuchen zubereiten. Waschen Sie die Äpfel, schälen Sie sie, vierteln Sie sie und entfernen Sie das Kerngehäuse. Schneiden Sie die Viertel in kleine Stücke – je kleiner, desto schneller garen sie. Geben Sie sie in einen kleinen Topf mit dem Wasser, dem Zucker, dem Zimt und dem Zitronensaft. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und zugedeckt 8-10 Minuten köcheln lassen. Die Äpfel sollten weich sein und fast von selbst zerfallen. Rühren Sie gelegentlich um, damit nichts anbrennt. Am Ende können Sie das Mus mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder pürieren, wenn Sie es feiner mögen. Ich mag es stückig. Schmecken Sie ab und geben Sie bei Bedarf mehr Zucker oder Zitrone dazu. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Schritt 2: Die Kartoffeln vorbereiten (15 Minuten)
Schälen Sie die Kartoffeln und reiben Sie sie grob. Das geht am besten mit einer Küchenreibe oder der Reibscheibe einer Küchenmaschine. Arbeiten Sie zügig, damit die Kartoffeln nicht grau werden. Die geriebenen Kartoffeln in eine große Schüssel geben. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Die Kartoffeln müssen ausgepresst werden. Legen Sie ein sauberes Geschirrtuch in eine zweite Schüssel, geben Sie die geriebenen Kartoffeln hinein, heben Sie die Enden des Tuchs hoch und drehen Sie es fest zu. Drücken Sie so viel Flüssigkeit wie möglich heraus – Sie werden überrascht sein, wie viel Wasser da drin steckt. Diese Flüssigkeit enthält Stärke, die Sie später noch brauchen. Lassen Sie das Wasser in einer Schüssel stehen, bis sich die Stärke am Boden abgesetzt hat. Gießen Sie das Wasser vorsichtig ab und heben Sie die weiße Stärke unter die Kartoffeln. Das macht die Reibekuchen extra knusprig.
Schritt 3: Den Teig zubereiten (5 Minuten)
Die ausgepressten Kartoffeln zurück in die große Schüssel geben. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein reiben – am besten direkt über den Kartoffeln, damit der Saft nicht verloren geht. Die Eier, das Mehl, das Salz, den Pfeffer und die frisch geriebene Muskatnuss dazugeben. Alles gut vermischen, bis ein gleichmäßiger, etwas klebriger Teig entsteht. Wenn der Teig zu flüssig ist (das passiert, wenn die Kartoffeln nicht gut genug ausgedrückt wurden), geben Sie noch einen Esslöffel Mehl dazu. Ist er zu fest, einen Spritzer Wasser. Der Teig sollte sich gut formen lassen, aber nicht bröckeln. Jetzt eine kleine Probe braten: Einen kleinen Klecks Teig in die heiße Pfanne geben und 2 Minuten braten. Schmecken Sie ab und passen Sie die Gewürze an. Das ist mein persönlicher Trick – so vermeide ich, dass das ganze Gericht versalzen ist.
Schritt 4: Die Reibekuchen braten (15 Minuten)
Eine große beschichtete Pfanne auf mittelhoher Hitze erhitzen. So viel Öl hineingeben, dass der Boden gut bedeckt ist – etwa 1 cm hoch. Das Öl ist heiß genug, wenn ein Holzlöffelstiel hineingehalten wird und kleine Bläschen aufsteigen. Jetzt mit einem Esslöffel oder einer Kelle kleine Häufchen Teig in die Pfanne setzen und mit der Rückseite des Löffels flach drücken. Die Reibekuchen sollten nicht zu dick sein – etwa 1 cm Höhe ist ideal. Achten Sie darauf, die Pfanne nicht zu überladen. Ich brate immer nur 3-4 Stück gleichzeitig, damit sie genug Platz haben und schön knusprig werden. Jede Seite 3-4 Minuten goldbraun braten, dann vorsichtig wenden. Die zweite Seite braucht etwas weniger Zeit, etwa 2-3 Minuten. Die fertigen Reibekuchen auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen. Im Ofen bei 100°C (Umluft) können Sie sie warm halten, während Sie den Rest braten. Das mache ich immer, wenn ich für mehrere Leute koche.
Schritt 5: Anrichten und servieren (2 Minuten)
Die heißen Reibekuchen auf Tellern anrichten, einen großzügigen Klecks Apfelmus daneben setzen oder direkt darauf geben. Ich mag es, wenn das Apfelmus leicht in die Reibekuchen einzieht – dieser süß-herzhafte Kontrast ist einfach himmlisch. Wer mag, streut noch etwas Zimt oder Puderzucker darüber. Dazu passt ein grüner Salat mit einem leichten Essig-Öl-Dressing, um die Fettigkeit der Reibekuchen auszugleichen. Aber ehrlich gesagt, ich esse sie meistens pur – sie sind einfach zu gut.
Kochtipps & Techniken
Im Laufe der Jahre habe ich so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Hier sind meine besten Tipps, damit es Ihnen besser ergeht.
Der Kartoffel-Trick
Das Auspressen der Kartoffeln ist der entscheidende Schritt. Wenn Sie das nicht gründlich machen, werden die Reibekuchen matschig und saugen sich mit Öl voll. Ich drücke so lange, bis kein Wasser mehr aus dem Tuch läuft. Die gewonnene Stärke ist ein Bonus – sie bindet den Teig und macht die Kuchen extra knusprig. Wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie die Kartoffeln auch in einem Sieb ausdrücken und mit den Händen kräftig zusammendrücken. Nicht so effektiv, aber besser als nichts.
Die richtige Temperatur
Die Pfanne muss heiß sein, aber nicht rauchend. Wenn das Öl zu kalt ist, saugen sich die Reibekuchen voll und werden fettig. Ist es zu heiß, verbrennen sie außen, bevor sie innen gar sind. Mein Trick: Die erste Reibekuchen-Probe gibt Aufschluss. Wenn sie in 3-4 Minuten goldbraun wird, ist die Temperatur perfekt. Regulieren Sie die Hitze während des Bratens nach – ich schalte manchmal zwischen mittlerer und mittelhoher Stufe hin und her.
Nicht überladen
Das ist der Fehler, den ich am häufigsten sehe. Die Pfanne ist nicht unendlich. Wenn Sie zu viele Reibekuchen auf einmal braten, sinkt die Temperatur des Öls, und alles wird matschig. Braten Sie in kleinen Portionen – das dauert zwar etwas länger, aber das Ergebnis ist es wert. Und ehrlich gesagt, die 10 Minuten extra sind es wert, wenn am Ende alles knusprig ist.
Die Wartezeit
Lassen Sie die Reibekuchen nach dem Braten kurz auf Küchenpapier ruhen. Das saugt das überschüssige Öl auf. Aber nicht zu lange – sie werden sonst weich. Ich serviere sie immer sofort, solange sie noch heiß und knusprig sind. Wenn Sie sie warm halten müssen, legen Sie sie auf ein Backblech im Ofen bei 100°C – aber nur für maximal 15 Minuten, sonst werden sie trocken.
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist wie eine Grundlage, die Sie nach Lust und Laune verändern können. Ich habe im Laufe der Jahre einige Varianten ausprobiert – hier sind meine Favoriten.
Vegetarisch oder vegan
Für eine vegane Version ersetzen Sie die Eier einfach durch 2 EL gemahlene Leinsamen, die Sie mit 6 EL Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen. Das funktioniert überraschend gut. Oder Sie nehmen 3 EL Kichererbsenmehl mit etwas Wasser – das gibt eine schöne Bindung. Ich habe beides getestet, und die Leinsamen-Variante ist mein Favorit, weil sie neutral im Geschmack ist.
Glutenfrei
Tauschen Sie das Weizenmehl einfach gegen eine glutenfreie Mehlmischung aus. Ich habe gute Erfahrungen mit Reismehl oder Buchweizenmehl gemacht – das gibt den Reibekuchen sogar eine leicht nussige Note. Achten Sie nur darauf, dass die Mischung ein Bindemittel wie Guarkernmehl enthält, sonst zerfallen die Kuchen. Ein Teelöffel Stärke (Kartoffel- oder Maisstärke) hilft auch.
Würzig oder süß
Für eine herzhafte Variante geben Sie 2 EL gehackte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Dill in den Teig. Eine Prise Chili oder Paprikapulver sorgt für Schärfe. Für eine süße Version lassen Sie die Zwiebel weg und geben 2 EL Zucker und 1 TL Zimt in den Teig. Das Apfelmus wird dann zur Hauptsache – oder Sie servieren die süßen Reibekuchen mit Vanillesoße oder Schokoladensauce. Ich habe das mal für meine Nichten gemacht, und sie waren begeistert.
Mit anderen Gemüsesorten
Sie können bis zu einem Drittel der Kartoffeln durch andere Gemüsesorten ersetzen. Geriebene Zucchini (gut ausgedrückt!), Möhren oder Pastinaken passen wunderbar. Das gibt den Reibekuchen eine andere Farbe und einen milderen Geschmack. Ich habe letztens eine Möhren-Kartoffel-Mischung gemacht – das war ein voller Erfolg bei einem Kindergeburtstag.
Servier- und Aufbewahrungstipps
Die Reibekuchen schmecken am besten frisch aus der Pfanne. Aber wenn doch mal etwas übrig bleibt (was selten vorkommt), habe ich ein paar Tricks, wie Sie sie wieder aufpeppen können.
Servieren
Servieren Sie die Reibekuchen heiß, direkt aus der Pfanne. Dazu passt Apfelmus, aber auch Sauerrahm oder ein Klecks Crème fraîche mit etwas Schnittlauch. Für eine herzhafte Variante können Sie auch Lachs oder geräucherten Schinken dazu reichen. Ein frischer grüner Salat mit einem leichten Dressing aus Essig, Öl, Senf und Honig rundet das Gericht ab. Und wenn Sie es richtig weihnachtlich mögen, streuen Sie etwas Puderzucker über die Reibekuchen und servieren Sie sie mit einem Glühwein oder Kinderpunsch.
Aufbewahren
Übrig gebliebene Reibekuchen können Sie im Kühlschrank aufbewahren. Lassen Sie sie erst vollständig abkühlen, dann legen Sie sie in eine luftdichte Dose, getrennt durch Lagen von Küchenpapier. So halten sie sich 2-3 Tage. Der Teig selbst kann auch einen Tag im Voraus zubereitet werden – aber drücken Sie die Kartoffeln erst kurz vor dem Braten aus, sonst werden sie grau und wässrig.
Einfrieren
Reibekuchen lassen sich hervorragend einfrieren. Frieren Sie sie auf einem Backblech vor, damit sie nicht zusammenkleben, und packen Sie sie dann in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich 2-3 Monate. Zum Aufwärmen kommen sie ohne Auftauen direkt in den Ofen oder die Heißluftfritteuse: bei 180°C etwa 8-10 Minuten, bis sie wieder knusprig sind. Die Mikrowelle ist keine gute Idee – sie werden matschig. Glauben Sie mir, ich habe es ausprobiert.
Wieder aufwärmen
Der beste Weg, Reibekuchen wieder knusprig zu bekommen, ist der Ofen oder die Heißluftfritteuse. Einfach auf einem Backblech verteilen und bei 180°C (Umluft) 5-8 Minuten backen. In der Pfanne mit etwas Öl geht es auch, aber achten Sie darauf, dass sie nicht verbrennen. Die Mikrowelle ist wirklich keine Option – sie werden zu Brei. Wenn es ganz schnell gehen muss, können Sie sie in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten kurz anbraten.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Reibekuchen sind kein Diätgericht, aber das müssen sie auch nicht sein. Sie sind ehrliches, sättigendes Essen. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (etwa 4-5 Reibekuchen mit Apfelmus):
| Nährwert | Menge pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | ca. 380-420 kcal |
| Fett | ca. 18-22 g |
| Kohlenhydrate | ca. 45-50 g |
| Eiweiß | ca. 8-10 g |
| Ballaststoffe | ca. 4-6 g |
Die Kartoffeln liefern komplexe Kohlenhydrate, die lange satt machen und Energie geben. Sie enthalten außerdem Vitamin C, B-Vitamine und Kalium – vor allem, wenn Sie die Schale dranlassen (bei Bio-Kartoffeln möglich). Das Apfelmus steckt voller Pektin, einem löslichen Ballaststoff, der die Verdauung fördert. Die Zwiebel enthält schwefelhaltige Verbindungen, die entzündungshemmend wirken. Und die Muskatnuss in kleinen Mengen kann beruhigend auf den Magen wirken. Natürlich ist das kein Gericht für jeden Tag, aber als gelegentlicher Seelentröster ist es vollkommen in Ordnung. Wenn Sie auf das Öl achten und es nicht übertreiben, können Sie es auch in eine bewusste Ernährung einbauen. Für eine leichtere Version können Sie die Reibekuchen im Ofen backen: Einfach auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit Öl besprühen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) etwa 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Nicht ganz so knusprig, aber auch lecker.
Fazit: Warum Sie diese Reibekuchen unbedingt probieren sollten
Ich mache dieses Rezept jetzt seit fast zwei Jahren, und es hat sich zu einem meiner absoluten Lieblingsgerichte entwickelt. Nicht, weil es kompliziert oder besonders raffiniert wäre – sondern genau das Gegenteil. Es ist einfach, ehrlich und tröstlich. An einem langen Tag, wenn die Welt draußen grau ist und der Magen knurrt, gibt es kaum etwas Besseres als den Duft von bratenden Kartoffeln und Zwiebeln in der Küche. Dieses Rezept ist wie eine warme Decke für die Seele. Es erinnert mich an gemütliche Abende auf dem Weihnachtsmarkt, an Kindheitserinnerungen und daran, dass gutes Essen nicht teuer oder kompliziert sein muss. Probieren Sie es aus – ich bin mir sicher, Sie werden es lieben. Und wenn Sie Ihre eigene Variante entdecken, ob mit Kräutern, Chili oder einer süßen Note, dann teilen Sie sie doch in den Kommentaren. Ich bin immer neugierig auf neue Ideen. Vielleicht backen Sie die Reibekuchen ja sogar im Ofen, um sie etwas leichter zu machen, oder servieren sie mit einem Klecks Sauerrahm und Schnittlauch. Wie auch immer Sie sie genießen – ich wünsche Ihnen einen wunderbaren, genussvollen Abend. Und denken Sie daran: Gutes Essen ist nie eine Zeitverschwendung.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich die Reibekuchen auch im Ofen zubereiten?
Ja, das geht. Legen Sie die geformten Reibekuchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech, beträufeln Sie sie mit etwas Öl und backen Sie sie bei 200°C (Ober-/Unterhitze) etwa 20-25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Sie werden nicht ganz so knusprig wie aus der Pfanne, aber es ist eine fettärmere Alternative.
Warum werden meine Reibekuchen matschig?
Der häufigste Grund ist, dass die Kartoffeln nicht gut genug ausgedrückt wurden. Die restliche Flüssigkeit macht den Teig wässrig, und die Kuchen werden weich. Achten Sie darauf, so viel Wasser wie möglich zu entfernen. Auch eine zu niedrige Öltemperatur kann dazu führen, dass die Kuchen Fett aufsaugen statt zu braten.
Kann ich die Reibekuchen auch ohne Ei zubereiten?
Ja, für eine vegane Version können Sie die Eier durch 2 EL gemahlene Leinsamen mit 6 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen) oder durch 3 EL Kichererbsenmehl mit etwas Wasser ersetzen. Das funktioniert gut, der Teig wird etwas fester.
Wie lange halten sich die Reibekuchen im Kühlschrank?
Im Kühlschrank halten sich fertig gebratene Reibekuchen in einer luftdichten Dose 2-3 Tage. Lassen Sie sie vor dem Einlagern vollständig abkühlen und legen Sie Küchenpapier zwischen die Schichten, um Feuchtigkeit zu vermeiden.
Kann ich den Teig schon am Vortag zubereiten?
Sie können die Kartoffeln schälen und reiben, aber drücken Sie sie erst kurz vor dem Braten aus, sonst werden sie grau und wässrig. Der Teig ohne die ausgepressten Kartoffeln hält sich im Kühlschrank einen Tag. Die fertigen Reibekuchen können Sie auch problemlos am nächsten Tag aufwärmen.
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Schnelle Reibekuchen mit Apfelmus in 30 Minuten – Bestes Weihnachtsmarkt-Rezept
Diese schnellen Reibekuchen mit Apfelmus schmecken genau nach dem Gefühl, wenn man auf dem Weihnachtsmarkt steht – nur dass Sie dafür nicht eine Stunde anstehen müssen. In 30 Minuten haben Sie knusprige Reibekuchen auf dem Tisch, die außen goldbraun und innen zart sind.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Total Time: 30 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 kg Kartoffeln, mehligkochend (z.B. Linda oder Agria)
- 1 große Zwiebel, gerieben
- 2 Eier, Größe M
- 3–4 EL Mehl, Type 405 oder 550
- 1 TL Salz, fein
- 1/2 TL Pfeffer, frisch gemahlen
- Etwas Muskatnuss, frisch gerieben
- Öl zum Ausbacken, neutrales Pflanzenöl (Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- 500 g Äpfel, säuerlich (Boskop oder Elstar)
- 2 EL Zucker, braun oder weiß
- 1/2 TL Zimt, gemahlen (optional)
- 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
- 2 EL Wasser
Instructions
- Das Apfelmus vorbereiten: Äpfel waschen, schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. In kleine Stücke schneiden. In einem kleinen Topf mit Wasser, Zucker, Zimt und Zitronensaft bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und zugedeckt 8-10 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind. Mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder pürieren. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen und grob reiben. In ein sauberes Geschirrtuch geben und so viel Flüssigkeit wie möglich ausdrücken. Die Flüssigkeit in einer Schüssel auffangen, bis sich die Stärke am Boden absetzt. Wasser abgießen und die Stärke unter die Kartoffeln mischen.
- Teig zubereiten: Ausgepresste Kartoffeln in eine große Schüssel geben. Zwiebel schälen und fein reiben. Eier, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazugeben. Alles gut vermischen, bis ein gleichmäßiger, etwas klebriger Teig entsteht. Bei Bedarf mehr Mehl oder Wasser hinzufügen. Eine kleine Probe braten und abschmecken.
- Reibekuchen braten: Eine große beschichtete Pfanne auf mittelhoher Hitze erhitzen. Öl hineingeben (ca. 1 cm hoch). Mit einem Esslöffel kleine Häufchen Teig in die Pfanne setzen und flach drücken (ca. 1 cm dick). Nicht überladen – 3-4 Stück gleichzeitig. Jede Seite 3-4 Minuten goldbraun braten, dann wenden. Fertige Reibekuchen auf Küchenpapier abtropfen lassen. Im Ofen bei 100°C warm halten.
- Anrichten und servieren: Heiße Reibekuchen auf Tellern anrichten, einen Klecks Apfelmus daneben setzen oder direkt darauf geben. Nach Belieben mit Zimt oder Puderzucker bestreuen.
Notes
Das Auspressen der Kartoffeln ist entscheidend für knusprige Reibekuchen. Die gewonnene Stärke kann unter den Teig gemischt werden, um die Knusprigkeit zu erhöhen. Die Pfanne nicht überladen, damit die Temperatur konstant bleibt. Reibekuchen schmecken am besten frisch aus der Pfanne.
Nutrition
- Serving Size: 4-5 Reibekuchen mit
- Calories: 400
- Sugar: 12
- Sodium: 600
- Fat: 20
- Saturated Fat: 2
- Carbohydrates: 48
- Fiber: 5
- Protein: 9
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