Meine Nachbarin Silke machte keine große Sache daraus. Ich war kurz bei ihr reingeschneit, weil ich mir eine Dose Tomaten borgen wollte – und dann traf mich dieser Duft. So etwas hatte ich in einer normalen Küche an einem normalen Dienstagabend noch nie gerochen.
Orangen, Gewürze, und etwas, das eindeutig nach stundenlanger Arbeit klang, obwohl es das nicht war. Silke zuckte nur mit den Schultern und sagte: „Ach, das sind nur ein paar Entenkeulen. Die machen sich von alleine.” Von alleine. Klar. Ich stand da, völlig fasziniert, während sie mir die Dose Tomaten in die Hand drückte und mich zur Tür begleitete. Aber dieser Geruch blieb.
Ich habe sie dann am nächsten Tag angerufen und sie musste mir das Rezept regelrecht aus der Nase ziehen – nicht, weil sie geheimnisvoll tat, sondern weil sie wirklich dachte, das wäre nichts Besonderes. „Du schmeißt einfach alles in einen Topf und lässt es vor sich hin köcheln”, sagte sie. Und genau das habe ich dann gemacht. Und wisst ihr was? Sie hatte recht. Diese schnellen geschmorten Entenkeulen mit Orangenglasur sind seitdem mein Geheimtipp für Abende, an denen ich etwas Besonderes will, aber keine Zeit für stundenlanges Kochen habe.
Vielleicht kennt ihr das ja: Ihr wollt ein Gericht, das nach Sonntagsbraten schmeckt, aber an einem Dienstagabend auf den Tisch kommt. Genau dafür sind diese Entenkeulen gemacht. Ehrlich, ich habe noch nie etwas gegessen, das so wenig Arbeit macht und so beeindruckend schmeckt.
Warum ihr dieses Rezept lieben werdet
Dieses Rezept habe ich inzwischen bestimmt ein Dutzend Mal gekocht – für mich allein, für Gäste, und sogar für meine Familie an Weihnachten. Jedes Mal war es ein voller Erfolg. Hier ist, warum ich denke, dass es auch bei euch einschlagen wird:
- Schnell & unkompliziert: Klingt nach einem aufwendigen Schmorgericht, ist aber in unter 90 Minuten fertig – und die meiste Arbeit macht der Ofen. Perfekt für einen anstrengenden Wochentag.
- Einfache Zutaten: Keine exotischen Gewürze oder teuren Spezialitäten. Die meisten Zutaten habt ihr wahrscheinlich schon zu Hause – oder bekommt sie im nächsten Supermarkt.
- Perfekt für Gäste: Dieses Gericht sieht aus wie ein Gourmet-Menü, aber ihr müsst nicht stundenlang in der Küche stehen. Die Orangenglasur glänzt so schön, dass jeder denkt, ihr hättet den ganzen Tag gekocht.
- Ein echtes Soulfood: Die Kombination aus zartem, fast zerfallendem Entenfleisch und der süß-säuerlichen Orangenglasur ist einfach himmlisch. Das ist Comfort Food auf einem ganz neuen Level.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Balance. Viele Entengerichte sind entweder zu fettig oder zu trocken. Hier sorgt die Kombination aus langsamem Schmoren und der fruchtigen Glasur dafür, dass das Fleisch butterzart wird und die Sauce genau die richtige Konsistenz hat – nicht zu dünn, nicht zu dick. Und das alles, ohne dass ihr ständig am Herd stehen müsst.
Ich habe dieses Rezept mit Freunden geteilt, die sonst nie Ente kochen – und jetzt machen sie es regelmäßig. Eine Freundin hat mir letzte Woche geschrieben: „Ich habe es heute zum dritten Mal gemacht. Mein Mann denkt, ich bin eine Zauberin.” Und genau das ist es, was ich an diesem Rezept liebe: Es macht jeden, der es kocht, zum Helden des Abends.
Welche Zutaten ihr braucht
Die Zutatenliste ist überschaubar, aber jede Zutat hat ihre wichtige Aufgabe. Hier ist, was ihr braucht und warum es sich lohnt, auf bestimmte Dinge zu achten:
Für die Entenkeulen:
- 4 Entenkeulen (ca. 200–250 g pro Stück): Achtet darauf, dass die Keulen schön fleischig sind und eine gleichmäßige Haut haben. Ich kaufe sie meist beim Metzger meines Vertrauens, aber auch die aus dem Kühlregal im Supermarkt sind völlig in Ordnung. Wichtig: Die Haut sollte nicht eingerissen sein, damit sie beim Anbraten schön knusprig wird.
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl: Butterschmalz gibt ein besseres Aroma und verbrennt nicht so schnell wie Butter. Wenn ihr Öl nehmt, dann ein geschmacksneutrales wie Raps- oder Sonnenblumenöl.
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer: Nicht sparen! Die Ente braucht ordentlich Würze, besonders unter der Haut.
Für die Schmorflüssigkeit:

- 2 große Orangen (unbehandelt): Das ist der Star des Gerichts. Unbehandelte Orangen sind wichtig, weil ihr die Schale mitverwendet. Die Saison für Orangen ist von November bis März – dann sind sie am aromatischsten. In den Sommermonaten könnt ihr auf Blutorangen ausweichen, die geben eine schöne Farbe.
- 1 große Zwiebel: Eine rote oder gelbe Zwiebel – beides funktioniert. Die Zwiebel sorgt für die süße Basis der Sauce.
- 2 Knoblauchzehen: Frischer Knoblauch, nicht aus dem Glas. Er wird mitgeschmort und verliert seine Schärfe, wird dafür schön mild und süß.
- 200 ml Orangensaft (frisch gepresst oder guter Saft aus der Flasche): Frisch gepresst ist natürlich am besten, aber in der Not tut es auch ein guter Saft ohne Zuckerzusatz. Ich mag den von Valensina oder Granini.
- 100 ml Hühnerbrühe (selbst gemacht oder aus dem Glas): Die Brühe gibt Tiefe. Wenn ihr keine Brühe habt, geht auch Wasser mit einem halben Brühwürfel – aber dann vorsichtig mit dem Salz, die Würfel sind schon salzig.
- 2 EL Honig (flüssig): Akazienhonig ist mild und lässt die Orange schön durchkommen. Waldhonig wäre zu kräftig. Veganer können Ahornsirup nehmen.
- 1 EL Tomatenmark: Klingt ungewöhnlich zu Ente, aber das Tomatenmark gibt der Sauce eine leichte Umami-Note und eine schöne Farbe. Probiert es – ihr werdet den Unterschied schmecken.
- 1 Zweig Rosmarin: Frischer Rosmarin ist intensiver als getrockneter. Wenn ihr nur getrockneten habt, nehmt einen Teelöffel.
- 2 Lorbeerblätter: Die Klassiker für Schmorgerichte. Sie geben ein dezentes Aroma, das sich mit der Zeit entfaltet.
- 1 Zimtstange: Ja, Zimt zu Ente! Das klingt vielleicht gewagt, aber die Kombination mit Orange ist absolut genial. Nehmt eine echte Zimtstange (Ceylon-Zimt), die ist milder als Cassia-Zimt.
Für die Glasur:
- 3 EL Orangensaft (aus der Schmorflüssigkeit): Das ist der Trick – ihr nehmt einfach etwas von der fertigen Sauce und reduziert sie.
- 1 EL Honig: Für den Glanz und die Süße.
- 1 EL Butter: Macht die Glasur schön geschmeidig und gibt einen seidigen Glanz.
Das war’s! Mehr braucht ihr nicht. Keine exotischen Gewürze, keine stundenlangen Vorbereitungen. Ehrlich, ich war beim ersten Mal selbst überrascht, wie wenig Zutaten so ein intensives Gericht ergeben.
Welche Ausrüstung ihr braucht
Die gute Nachricht: Ihr braucht keine spezielle Ausrüstung für dieses Rezept. Hier ist, was ihr bereithalten solltet:
- Ein großer Schmortopf oder Bräter (ca. 3–4 Liter Fassungsvermögen): Ich benutze einen gusseisernen Bräter von Le Creuset (der ist natürlich teuer, aber er hält ewig). Ein einfacher Schmortopf aus Emaille oder Edelstahl tut es aber auch. Wichtig ist, dass der Topf schwer ist und einen dicht schließenden Deckel hat.
- Eine scharfe Pfanne zum Anbraten: Eine beschichtete Pfanne ist okay, aber eine Edelstahlpfanne gibt eine bessere Bräunung. Ich habe eine günstige von Tefal, die seit Jahren treu ihren Dienst tut.
- Ein scharfes Messer: Zum Zerteilen der Orangen und Zwiebeln. Ein gutes Kochmesser ist hier Gold wert.
- Eine Zange: Zum Wenden der Entenkeulen. Eine Grillzange aus Metall ist perfekt.
- Ein kleiner Topf oder eine Pfanne: Für die Glasur. Eine beschichtete Pfanne ist hier ideal, weil die Glasur nicht so leicht anbrennt.
- Ein Pinsel: Zum Auftragen der Glasur. Ein Silikonpinsel ist am besten, weil er keine Haare verliert.
Falls ihr keinen Schmortopf habt: Ihr könnt auch einen großen Topf mit Deckel nehmen und die Ente später im Ofen weitergaren. Oder ihr macht alles auf dem Herd – dann dauert es etwas länger (ca. 2 Stunden statt 90 Minuten), aber es funktioniert auch.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird’s ernst! Hier ist die genaue Anleitung, damit eure Entenkeulen perfekt werden. Ich habe die Zeiten und Temperaturen so genau wie möglich angegeben – aber vertraut auch auf eure Sinne. Riechen, schauen, fühlen – das ist oft besser als jede Stoppuhr.
Schritt 1: Die Ente vorbereiten (10 Minuten)
Nehmt die Entenkeulen aus dem Kühlschrank und lasst sie 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Das ist wichtig, damit sie gleichmäßig garen. Tupft sie dann mit Küchenpapier trocken – wirklich gründlich! Je trockener die Haut, desto knuspriger wird sie später.
Schneidet die Haut mit einem scharfen Messer rautenförmig ein (ca. 1 cm Abstand zwischen den Schnitten). Achtet darauf, nur die Haut zu durchtrennen, nicht das Fleisch. Das hilft dem Fett, auszutreten, und die Haut wird schön knusprig.
Würzt die Keulen großzügig mit Salz und Pfeffer – auch unter der Haut, wenn ihr könnt. Ich reibe das Salz richtig ein, das gibt Geschmack.
Schritt 2: Die Ente anbraten (15 Minuten)
Erhitzt das Butterschmalz oder Öl in der Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Legt die Entenkeulen mit der Hautseite nach unten hinein – ihr solltet ein ordentliches Zischen hören. Wenn nicht, ist die Pfanne nicht heiß genug.
Brät die Keulen 6–7 Minuten auf der Hautseite an, bis sie goldbraun und knusprig ist. Dreht sie dann um und brat sie auf der Fleischseite nochmal 3–4 Minuten an. Nehmt sie aus der Pfanne und stellt sie beiseite. Das Fett in der Pfanne – lasst es drin! Das brauchen wir für die Zwiebeln.
Schritt 3: Das Gemüse anschwitzen (5 Minuten)
Schält die Zwiebel und schneidet sie in grobe Würfel (nicht zu klein, sie wird später mitgekocht). Schält die Knoblauchzehen und drückt sie mit der flachen Seite des Messers an.
Gebt die Zwiebelwürfel in die gleiche Pfanne (mit dem Entenfett) und brat sie bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten an, bis sie glasig sind. Gebt den Knoblauch und das Tomatenmark dazu und rührt alles gut um. Lasst es eine Minute mitbraten – das Tomatenmark darf ruhig etwas dunkler werden, das gibt mehr Geschmack.
Schritt 4: Die Schmorflüssigkeit ansetzen (5 Minuten)
Gießt den Orangensaft und die Hühnerbrühe in die Pfanne. Rührt gut um, damit sich die Bratreste vom Boden lösen (das ist der „Fond” – der Geschmacksträger!).
Wascht die Orangen heiß ab und schneidet eine davon in dünne Scheiben. Von der zweiten Orange reibt ihr die Schale ab (nur den orangefarbenen Teil, das Weiße ist bitter) und presst sie dann aus – den Saft verwendet ihr später.
Gebt die Orangenscheiben, die abgeriebene Schale, den Rosmarinzweig, die Lorbeerblätter und die Zimtstange in die Flüssigkeit. Rührt den Honig unter.
Schritt 5: Schmoren (60 Minuten)
Heizt den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 140°C).
Legt die angebratenen Entenkeulen mit der Hautseite nach oben in die Schmorflüssigkeit. Die Flüssigkeit sollte etwa zur Hälfte an den Keulen hochreichen – wenn nicht, gebt noch etwas Brühe oder Wasser nach.
Deckt den Topf mit dem Deckel ab und schiebt ihn in den Ofen. Lasst die Ente 60 Minuten schmoren. Nach 30 Minuten könnt ihr einmal kurz nachschauen, ob noch genug Flüssigkeit da ist. Sie sollte leise vor sich hin köcheln, nicht kochen.
In dieser Zeit passiert die Magie: Das Kollagen im Fleisch löst sich auf, die Ente wird butterzart, und die Aromen von Orange, Zimt und Rosmarin verbinden sich zu einer Sauce, die einfach unglaublich ist.
Schritt 6: Die Glasur zubereiten (10 Minuten)
Wenn die 60 Minuten um sind, nehmt den Topf aus dem Ofen. Holt die Entenkeulen vorsichtig heraus und stellt sie auf einen Teller – sie sind jetzt sehr zart, also geht behutsam vor.
Gießt die Schmorflüssigkeit durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf. Drückt das Gemüse gut aus, damit alle Aromen in die Sauce kommen. Die Orangenscheiben, Lorbeerblätter und die Zimtstange könnt ihr jetzt entsorgen.
Stellt den Topf mit der Sauce auf den Herd und lasst sie bei mittlerer Hitze aufkochen. Reduziert sie dann bei niedriger Hitze um etwa die Hälfte – das dauert ca. 5–7 Minuten. Die Sauce sollte dickflüssig genug sein, um einen Löffel zu überziehen.
Rührt den Honig und die Butter ein, bis alles geschmolzen ist. Schmeckt die Glasur mit Salz und Pfeffer ab – sie sollte süß-säuerlich sein, aber nicht zu dominant.
Schritt 7: Die Ente glasieren (5 Minuten)
Heizt den Grill im Ofen auf höchste Stufe vor (oder stellt den Ofen auf 220°C Oberhitze).
Legt die Entenkeulen auf ein Backblech mit Backpapier. Bestreicht sie großzügig mit der Orangenglasur – am besten mit einem Pinsel. Schiebt das Blech unter den Grill und lasst die Ente 3–4 Minuten glasieren. Passt auf, dass sie nicht verbrennt – die Glasur hat viel Zucker und wird schnell schwarz.
Wenn ihr keinen Grill habt, könnt ihr die Ente auch bei 220°C Oberhitze 5–6 Minuten backen, bis sie schön glänzt.
Schritt 8: Servieren (5 Minuten)
Nehmt die Entenkeulen aus dem Ofen und lasst sie 2–3 Minuten ruhen. Das ist wichtig, damit sich die Säfte im Fleisch verteilen.
Serviert die Keulen mit der restlichen Glasur (die könnt ihr vorher nochmal kurz erwärmen) und eurer Lieblingsbeilage. Ich mag dazu am liebsten Kartoffelklöße oder Bandnudeln – die nehmen die Sauce so schön auf.
Kochtipps & Techniken
Nachdem ich dieses Rezept jetzt so oft gemacht habe, habe ich ein paar Tricks gelernt, die ich gerne mit euch teile. Manches habe ich durch Versuch und Irrtum herausgefunden – und ja, es gab auch den ein oder anderen Misserfolg.
Die Haut knusprig bekommen
Das ist die größte Herausforderung bei geschmorter Ente. Die Lösung? Trocknet die Haut so gründlich wie möglich vor dem Anbraten. Ich lasse die Keulen manchmal sogar 30 Minuten offen im Kühlschrank liegen, damit die Haut richtig trocknet. Und dann: richtig heiße Pfanne, nicht zu früh wenden! Die Haut muss richtig Farbe bekommen, sonst wird sie später labbrig.
Die richtige Temperatur
Ente ist kein Steak – sie muss durch sein, aber nicht austrocknen. Die ideale Kerntemperatur liegt bei 74–76°C. Wenn ihr kein Fleischthermometer habt, macht den „Drehtest”: Stecht mit einer Gabel in die dickste Stelle der Keule. Wenn sich das Fleisch leicht drehen lässt und die Gabel ohne Widerstand hineingleitet, ist sie perfekt.
Die Sauce perfektionieren
Die Sauce ist das Herz dieses Gerichts. Wenn sie zu dünn ist, lasst sie einfach länger einkochen. Wenn sie zu dick ist, gebt etwas Brühe oder Wasser dazu. Ein Schuss Sahne oder Crème fraîche macht sie noch cremiger – aber das ist dann nicht mehr das Originalrezept von Silke.
Mein erster Fail
Ich muss gestehen: Beim ersten Mal habe ich die Orangenschale mitgeschmort – aber ich habe vergessen, die weiße Haut zu entfernen. Die Sauce wurde bitter, richtig bitter. Seitdem nehme ich nur die fein abgeriebene Schale und schneide die Orangen in Scheiben, ohne die weiße Haut. Lernt aus meinen Fehlern, Leute!
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist super anpassbar. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
1. Die asiatische Variante
Ersetzt den Honig durch Sojasauce (3 EL) und gebt einen Teelöffel geriebenen Ingwer und eine Chilischote dazu. Die Orangenscheiben bleiben, aber lasst den Zimt weg. Das Ergebnis ist eine süß-scharfe Glasur, die fantastisch zu Reis passt. Ich habe das mal für einen asiatischen Kochabend gemacht – alle waren begeistert.
2. Die vegane Version
Ja, das geht! Ersetzt die Entenkeulen durch große Portobello-Pilze oder dicke Scheiben Räuchertofu. Die Schmorzeit verkürzt sich auf 20–25 Minuten. Die Glasur bleibt gleich – und glaubt mir, die Pilze in dieser Orangenglasur sind der Hammer. Mein vegane Freundin schwört darauf.
3. Die Sommervariante
Im Sommer, wenn die Orangen nicht so gut sind, nehme ich stattdessen Pfirsiche oder Nektarinen. Einfach zwei reife Früchte in Spalten schneiden und mit dem Gemüse anschwitzen. Die Schmorzeit bleibt gleich, und das Ergebnis ist fruchtiger und leichter – perfekt für laue Sommerabende.
4. Die Low-Carb-Variante
Lasst den Honig weg und ersetzt ihn durch einen Teelöffel Erythrit oder Xylit. Serviert die Ente mit Blumenkohlpüree oder gebratenem Grünkohl statt Kartoffeln. Funktioniert perfekt – die Orangensäure gibt genug Süße.
Servier- & Aufbewahrungstipps
Wie ihr die Ente serviert und lagert, macht einen großen Unterschied. Hier meine Erfahrungen:
Servieren
Die Entenkeulen schmecken am besten, wenn sie direkt aus dem Ofen kommen – die Haut ist dann am knusprigsten. Dazu passen:
- Kartoffelklöße oder Kartoffelpüree: Die nehmen die Sauce perfekt auf.
- Bandnudeln oder Spätzle: Auch eine tolle Kombination.
- Rotkohl oder Rosenkohl: Die leichte Bitterkeit passt wunderbar zur süßen Glasur.
- Ein grüner Salat: Für eine leichtere Variante.
Ein Tipp: Gebt die restliche Glasur in eine kleine Schüssel und stellt sie dazu – so kann jeder nach Belieben nachlegen. Ich mache das immer so, und es kommt super an.
Aufbewahren
Die geschmorten Entenkeulen halten sich im Kühlschrank 3–4 Tage. Lasst sie vorher vollständig abkühlen und bewahrt sie in einem luftdichten Behälter auf. Die Sauce am besten getrennt aufbewahren, damit die Haut nicht aufweicht.
Einfrieren geht auch! Wickelt jede Keule einzeln in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich 3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen.
Wiederaufwärmen
Der beste Weg: Die Ente bei 150°C im Ofen für 15–20 Minuten aufwärmen. Die Haut wird dann wieder knusprig. In der Mikrowelle wird sie leider labbrig – das würde ich nur machen, wenn es ganz schnell gehen muss. Die Sauce in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich habe mal nachgeschaut, was in diesem Gericht steckt. Hier die ungefähren Werte pro Portion (eine Keule mit Sauce):
| Nährwert | Pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | ca. 480 kcal |
| Protein | 35 g |
| Fett | 28 g (davon gesättigt: 9 g) |
| Kohlenhydrate | 22 g (davon Zucker: 18 g) |
| Ballaststoffe | 2 g |
Gesundheitliche Vorteile: Entenfleisch ist reich an Eisen, Zink und B-Vitaminen – gut für die Blutbildung und das Immunsystem. Orangen liefern Vitamin C, und der Rosmarin hat entzündungshemmende Eigenschaften. Zimt kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Also: Es ist nicht nur lecker, sondern hat auch ein paar gute Seiten. Aber mal ehrlich – wir essen es ja nicht, weil es gesund ist, sondern weil es so verdammt gut schmeckt!
Allergene: Enthält keine Gluten, Milchprodukte (außer ihr verwendet Butter) oder Nüsse. Wer auf Honig allergisch ist, kann Ahornsirup nehmen.
Fazit
Ich mache dieses Rezept jetzt seit über einem Jahr, und es wird nie langweilig. Jedes Mal, wenn ich diese Entenkeulen mit Orangenglasur koche, denke ich an Silkes Küche und diesen Duft, der mich damals so fasziniert hat. Es ist eines dieser Gerichte, die beweisen, dass man kein Profikoch sein muss, um etwas Außergewöhnliches auf den Tisch zu bringen.
Probiert es aus! Passt die Aromen an euren Geschmack an – mehr Orange, mehr Rosmarin, ein Schuss Chili, wenn ihr es scharf mögt. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es euch Raum für Kreativität lässt. Und wenn ihr es einmal gemacht habt, werdet ihr verstehen, warum ich so begeistert bin.
Habt ihr Fragen oder eigene Variationen ausprobiert? Schreibt es in die Kommentare – ich bin gespannt, was ihr daraus macht! Und wenn euch das Rezept gefällt, teilt es gerne mit Freunden. Denn gutes Essen ist doch viel zu schade, um es für sich zu behalten.
In diesem Sinne: Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch Entenbrust statt Keulen verwenden?
Ja, das geht. Entenbrust hat weniger Fett und ist schneller gar – die Schmorzeit reduziert sich auf etwa 30–35 Minuten. Achtet darauf, die Brust nicht zu lange zu schmoren, sonst wird sie trocken. Die Kerntemperatur sollte bei 68°C liegen.
Wie bekomme ich die Haut richtig knusprig?
Der wichtigste Tipp: Die Haut muss richtig trocken sein, bevor ihr sie anbrat. Tupft sie mit Küchenpapier ab und lasst sie 15 Minuten an der Luft trocknen. Dann in heißem Fett scharf anbraten, bis sie goldbraun ist. Und nach dem Schmoren: kurz unter den Grill – das macht den Unterschied!
Kann ich das Gericht auch im Voraus zubereiten?
Absolut! Schmort die Ente wie beschrieben, aber lasst den letzten Schritt mit dem Grill weg. Kühlt alles ab und bewahrt es im Kühlschrank auf. Am nächsten Tag die Ente bei 150°C im Ofen aufwärmen und dann kurz unter den Grill geben. Die Sauce separat erwärmen. So schmeckt es fast wie frisch gemacht.
Welche Orangen sind am besten?
Unbehandelte Orangen sind ein Muss, weil ihr die Schale verwendet. Blutorangen geben eine schöne Farbe und ein intensiveres Aroma, Navel-Orangen sind süßer und milder. In der Saison (November bis März) sind Orangen aus Italien oder Spanien besonders aromatisch.
Kann ich die Orangenglasur auch für anderes Fleisch verwenden?
Ja, die Glasur passt super zu Hähnchenschenkeln, Schweinefilet oder sogar Lachs. Einfach das Fleisch braten, die Glasur zubereiten und am Ende kurz unter dem Grill glasieren. Ich habe sie letztens zu gegrilltem Halloumi serviert – war auch fantastisch!
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Schnelle geschmorte Entenkeulen mit Orangenglasur – Bestes Rezept
Diese schnellen geschmorten Entenkeulen mit Orangenglasur sind perfekt für Abende, an denen Sie etwas Besonderes wollen, aber keine Zeit für stundenlanges Kochen haben. Das Gericht ist in unter 90 Minuten fertig und schmeckt wie ein Sonntagsbraten.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 75 Minuten
- Total Time: 90 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 4 Entenkeulen (ca. 200–250 g pro Stück)
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 2 große Orangen (unbehandelt)
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 200 ml Orangensaft (frisch gepresst oder guter Saft aus der Flasche)
- 100 ml Hühnerbrühe (selbst gemacht oder aus dem Glas)
- 2 EL Honig (flüssig)
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Zweig Rosmarin
- 2 Lorbeerblätter
- 1 Zimtstange
- 3 EL Orangensaft (aus der Schmorflüssigkeit)
- 1 EL Honig
- 1 EL Butter
Instructions
- Die Entenkeulen aus dem Kühlschrank nehmen und 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Haut rautenförmig einschneiden (ca. 1 cm Abstand). Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.
- Butterschmalz oder Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Entenkeulen mit der Hautseite nach unten hineinlegen und 6–7 Minuten goldbraun braten. Dann umdrehen und auf der Fleischseite 3–4 Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
- Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden. Knoblauchzehen schälen und mit der flachen Seite des Messers andrücken. Die Zwiebelwürfel in derselben Pfanne (mit dem Entenfett) bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten glasig braten. Knoblauch und Tomatenmark dazugeben und eine Minute mitbraten.
- Orangensaft und Hühnerbrühe in die Pfanne gießen. Gut umrühren, um die Bratreste vom Boden zu lösen. Eine Orange in dünne Scheiben schneiden. Von der zweiten Orange die Schale abreiben und den Saft auspressen. Orangenscheiben, abgeriebene Schale, Rosmarinzweig, Lorbeerblätter, Zimtstange und Honig in die Flüssigkeit geben.
- Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 140°C) vorheizen. Die angebratenen Entenkeulen mit der Hautseite nach oben in die Schmorflüssigkeit legen. Die Flüssigkeit sollte etwa zur Hälfte an den Keulen hochreichen. Den Topf mit Deckel abdecken und 60 Minuten im Ofen schmoren. Nach 30 Minuten kurz nachschauen, ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist.
- Nach 60 Minuten den Topf aus dem Ofen nehmen. Die Entenkeulen vorsichtig herausnehmen und auf einen Teller legen. Die Schmorflüssigkeit durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen. Das Gemüse gut ausdrücken. Die Sauce bei mittlerer Hitze aufkochen und dann bei niedriger Hitze um etwa die Hälfte reduzieren (ca. 5–7 Minuten). Honig und Butter einrühren, bis alles geschmolzen ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Grill im Ofen auf höchste Stufe vorheizen (oder Ofen auf 220°C Oberhitze). Die Entenkeulen auf ein Backblech mit Backpapier legen und großzügig mit der Orangenglasur bestreichen. Unter den Grill schieben und 3–4 Minuten glasieren. Achtung: Die Glasur verbrennt schnell.
- Die Entenkeulen aus dem Ofen nehmen und 2–3 Minuten ruhen lassen. Mit der restlichen Glasur servieren. Dazu passen Kartoffelklöße, Bandnudeln oder Rotkohl.
Notes
Die Haut muss vor dem Anbraten richtig trocken sein, damit sie knusprig wird. Die ideale Kerntemperatur der Ente liegt bei 74–76°C. Wenn die Sauce zu dünn ist, einfach länger einkochen lassen. Ein Schuss Sahne oder Crème fraîche macht die Sauce cremiger.
Nutrition
- Serving Size: 1 Entenkeule mit Sau
- Calories: 480
- Sugar: 18
- Fat: 28
- Saturated Fat: 9
- Carbohydrates: 22
- Fiber: 2
- Protein: 35
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