Die Frau am Gemüsestand auf dem Wiener Brunnenmarkt musterte mich eine Weile, während ich verzweifelt versuchte, meine zwei quengelnden Kinder mit einer Brezel zu besänftigen. Dann schob sie mir wortlos ein mit Marmelade bestrichenes Stück Brot über die Theke. „Für die Kleinen“, sagte sie knapp und lächelte. Eine Woche später, als ich wieder dort stand – diesmal mit friedlicheren Kindern –, bedankte ich mich richtig. Sie winkte ab, aber dann, fast beiläufig, fing sie an zu erzählen. Von ihrer Großmutter, die jeden Advent Punschkekse gebacken hatte. Nicht die trockenen, gekauften aus der Packung, sondern richtige, weiche, mit diesem hauchdünnen, knusprigen Zuckerguss, der nach Rum und Zitrone schmeckt.
Sie nannte es kein Rezept, eher eine Erinnerung. „Ein bisserl mehr Rum, ein bisserl weniger, das Gefühl muss passen“, sagte sie und wischte sich die Hände an der Schürze ab. Ich notierte mir ihre groben Angaben auf einem Kassenzettel – eine Handvoll Staubzucker, zwei Eier, Butter, Mehl – und zu Hause stand ich erstmal ratlos in der Küche. Der erste Versuch war eine Katastrophe. Der Teig zu bröselig, der Guss zu flüssig, er lief einfach von den Keksen herunter wie ein trauriger Regenmantel. Meine Tochter meinte nur: „Mama, die sehen aus wie kleine Matschhaufen.“ Sie hatte recht.
Aber ich gab nicht auf. Ich rief meine eigene Oma an, die zwar aus Oberösterreich stammt, aber eine Meisterin der Weihnachtsbäckerei ist. „Kind“, sagte sie, „Punschkekse leben von der Geduld. Der Teig muss kalt sein, der Guss muss dick sein, und der Rum darf nicht knausern.“ Also versuchte ich es noch einmal. Und noch einmal. Beim dritten Mal – ich schwöre, es war ein Dienstagabend, der Regen prasselte gegen das Fenster – gelang es. Der Teig ließ sich perfekt ausrollen, die kleinen Rechtecke behielten ihre Form, und der Guss trocknete zu dieser perfekten, leicht rissigen, weißen Schicht, die beim Reinbeißen zart knackt.
Und genau dieses Rezept, das aus einer flüchtigen Marktbegegnung und vielen gescheiterten Versuchen entstanden ist, teile ich heute mit dir. Vielleicht kennst du das ja – wenn ein Rezept einfach nicht aufgeben will, bis du es richtig hinbekommst. Diese Punschkekse mit Rum-Glasur sind genau so ein Fall. Sie sind mein kleiner Sieg über die österreichische Backkunst geworden, ein Stück Wiener Advent, das bei uns zu Hause jedes Jahr aufs Neue für leuchtende Kinderaugen sorgt. Ehrlich, der Duft allein ist es wert.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Ich habe dieses Rezept so lange getestet, bis es wirklich jeder hinkriegt – auch wenn du sonst eher selten backst. Die Punschkekse mit Rum-Glasur sind einfach anders. Sie schmecken nicht nur fantastisch, sie sind auch noch super praktisch für den Familienalltag.
- Schnell & Unkompliziert: In nur 40 Minuten hast du den Teig fertig und die Kekse gebacken. Keine stundenlangen Kühlzeiten, kein kompliziertes Schichten. Perfekt für einen verregneten Nachmittag mit den Kindern.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder teure Spezialitäten. Mehl, Butter, Zucker, Eier, Marmelade und Rum – das hast du wahrscheinlich schon im Haus oder bekommst es für wenig Geld im nächsten Supermarkt.
- Ideal für die Vorweihnachtszeit: Diese Kekse sind der Star auf jedem Weihnachtsteller. Sie halten sich wochenlang in der Dose und schmecken mit der Zeit sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen. Ein echter Klassiker, der nie langweilig wird.
- Familienfreundlich & Budgetbewusst: Aus einem Teig entstehen gleich 40-50 Stück. Das reicht für die ganze Familie und noch für die Nachbarn. Und weil die Zutaten so günstig sind, kannst du auch mal eine doppelte Portion backen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
- Unwiderstehlich lecker: Der mürbe, buttrige Teig trifft auf die fruchtige Süße der Marmelade und die würzige, leicht scharfe Note des Rums in der Glasur. Dieses Zusammenspiel ist einfach perfekt. Jeder Bissen ist eine kleine Geschmacksexplosion, die an Wiener Kaffeehäuser erinnert.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus einem ganz normalen Mürbteig und einer Glasur, die nicht nur süß, sondern richtig erwachsen schmeckt. Der Rum ist hier kein Aroma, er ist der Hauptdarsteller. Und die Marmelade – ich nehme am liebsten Ribiselmarmelade (Johannisbeere) – gibt die perfekte säuerliche Note, die den Rum wunderbar ausbalanciert. Das ist kein Kinderkram, sondern ein echter Punschkeks für alle, die es gerne etwas kräftiger mögen. Und glaub mir, wenn du die erste Dose verschenkst, wirst du im nächsten Jahr von allen Seiten darum gebeten.
Was du für die Punschkekse brauchst
Dieses Rezept lebt von einfachen, aber hochwertigen Zutaten. Ich zeige dir genau, worauf du achten musst, damit deine Punschkekse mit Rum-Glasur perfekt gelingen. Die meisten Sachen hast du bestimmt zu Hause – und wenn nicht, sind sie schnell und günstig besorgt.
Für den Teig
- 300 g glattes Mehl (Type 405) – Ich nehme immer Wiener Griller Mehl, aber jedes andere funktioniert auch. Wichtig ist, dass du es vor dem Verarbeiten siebst, dann wird der Teig schön luftig.
- 200 g kalte Butter – Sie muss wirklich kalt sein, direkt aus dem Kühlschrank. In kleine Würfel geschnitten lässt sie sich besser verkneten. Ich verwende meist die günstige Eigenmarke, das funktioniert einwandfrei.
- 100 g Staubzucker (Puderzucker) – Keinen normalen Zucker, sonst wird der Teig zu grob. Der Staubzucker macht ihn zart und mürbe.
- 2 Dotter (Eigelb) von großen Eiern – Raumtemperatur, dann binden sie den Teig besser. Das Eiweiß hebe ich auf und friere es ein – für ein anderes Mal.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Selbstgemachter ist natürlich am besten, aber der gekaufte tut es auch. Ich nehme den mit echter Vanille, das schmeckt man.
- 1 Prise Salz – Klingt komisch in süßem Teig, aber das Salz hebt den Buttergeschmack hervor und macht die Kekse nicht so eindimensional süß.
Für die Füllung und Glasur

- Ca. 150 g Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee) – Die säuerliche Note ist perfekt zum süßen Teig und zum Rum. Achte darauf, dass sie kernlos ist, sonst beißt du später auf harte Kerne. Himbeermarmelade geht auch, aber Johannisbeere ist der absolute Klassiker in Wien.
- 200 g Staubzucker (Puderzucker) – Für die Glasur, unbedingt sieben, sonst wird sie klumpig.
- 3-4 EL Rum (mindestens 40 % Vol.) – Hier bitte nicht sparen! Kein Rum-Aroma, sondern echten Rum. Ich nehme einen mittelpreisigen, wie den Stroh 40 oder einen österreichischen Inländerrum. Der Alkohol verfliegt beim Trocknen fast komplett, es bleibt nur das intensive Aroma.
- 1-2 EL Zitronensaft – Frisch gepresst, nicht aus der Flasche. Der Saft sorgt dafür, dass die Glasur schön weiß wird und nicht ausläuft.
Meine persönlichen Tipps zu den Zutaten
Die Butter ist der heimliche Star. Ich habe schon mit Margarine experimentiert, als ich keine Butter im Haus hatte – das Ergebnis war eine Katastrophe. Die Kekse waren hart und bröselig. Also bleib bei echter Butter. Und der Rum: Ich habe einmal einen günstigen, weißen Rum genommen, der nur nach Alkohol roch. Die Glasur war zwar schön weiß, aber geschmacklich eine Enttäuschung. Ein guter, brauner Rum gibt der Glasur diese warme, würzige Note, die einfach perfekt zu Weihnachten passt. Wenn du für die Kinder backst und den Alkohol vermeiden willst, kannst du den Rum durch starken, kalten Schwarztee ersetzen – aber ehrlich, dann sind es keine echten Punschkekse mehr.
Die richtige Ausrüstung
Für dieses Rezept brauchst du keine teuren Spezialgeräte. Ich backe seit Jahren mit denselben einfachen Sachen und es klappt perfekt.
- Eine große Schüssel – Aus Edelstahl oder Glas, zum Teigkneten.
- Ein Handrührgerät mit Knethaken – Oder deine Hände, wenn du musst. Der Teig ist schnell gemacht, die Knetzeit beträgt nur 2-3 Minuten.
- Ein Nudelholz – Ich habe ein einfaches aus Holz, das ich schon von meiner Oma habe. Ein Silikon-Nudelholz geht auch, aber ich mag das traditionelle Gefühl.
- Ein scharfes Messer oder ein Teigrädchen – Zum Schneiden der Rechtecke. Ich benutze ein gezacktes Teigrädchen, das gibt diesen schönen, welligen Rand.
- Ein Backblech mit Backpapier – Kein Einfetten nötig, der Teig hat genug Butter.
- Ein kleiner Topf – Zum Erwärmen der Marmelade.
- Ein Pinsel – Aus Silikon, zum Auftragen der Marmelade und der Glasur. Ein normaler Backpinsel tut es auch.
- Ein Kuchengitter – Zum Abkühlen der Kekse und zum Trocknen der Glasur. Unverzichtbar, sonst wird die Glasur matschig.
So gelingen dir die perfekten Punschkekse mit Rum-Glasur
Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst sehen, wie schnell die Küche nach Wiener Weihnachten duftet.
- Den Teig vorbereiten (10 Minuten): Gib das gesiebte Mehl, die kalten Butterwürfel, den Staubzucker, Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Verknete alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder deinen Händen zu einer bröseligen Masse. Es soll nach feuchtem Sand aussehen. Dann gib die zwei Dotter dazu und knete weiter, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten, sonst wird er zäh. Wenn der Teig zu trocken ist, träufle einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, wickle sie in Frischhaltefolie und lege sie für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist wichtig, damit er später nicht klebt und sich leichter ausrollen lässt.
- Den Teig ausrollen und formen (10 Minuten): Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Rolle den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig etwa 3-4 mm dick aus. Steche oder schneide Rechtecke von ca. 3×5 cm aus. Ich benutze ein Teigrädchen, das gibt diesen welligen Rand, der so typisch ist. Lege die Rechtecke mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Aus den Resten kannst du den Teig noch einmal zusammenkneten und erneut ausrollen. Aber Achtung: Je öfter du den Teig knetest, desto zäher werden die Kekse. Also nicht mehr als 2-3 Mal.
- Backen (10-12 Minuten): Backe die Kekse auf der mittleren Schiene. Sie sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte hell bleiben. Nimm sie sofort vom Blech und lass sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Sie werden beim Abkühlen noch etwas härter, also keine Sorge, wenn sie direkt aus dem Ofen noch weich sind.
- Die Marmelade vorbereiten (5 Minuten): Erwärme die Ribiselmarmelade in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze, bis sie flüssig wird. Rühre sie glatt. Bestreiche dann die Hälfte der ausgekühlten Kekse dünn mit der warmen Marmelade. Lege einen zweiten Keks ohne Marmelade darauf und drücke ihn leicht an. So entsteht das klassische Sandwich. Lass die gefüllten Kekse kurz ruhen, während du die Glasur machst.
- Die Rum-Glasur herstellen (5 Minuten): Gib den gesiebten Staubzucker in eine kleine Schüssel. Füge 3 EL Rum und 1 EL Zitronensaft hinzu. Rühre mit einem Löffel oder Schneebesen, bis eine glatte, dickflüssige, aber noch streichfähige Glasur entsteht. Sie sollte vom Löffel in einem dicken Band fließen. Wenn sie zu dick ist, gib noch 1 TL Rum oder Zitronensaft dazu. Ist sie zu dünn, etwas mehr Staubzucker. Die perfekte Glasur ist der Schlüssel zu den besten Punschkekse mit Rum-Glasur.
- Die Kekse glasieren (10 Minuten): Bestreiche die Oberseite der gefüllten Kekse großzügig mit der Rum-Glasur. Ich pinsel sie immer dick auf, sodass sie ein bisschen über den Rand läuft – das sieht später aus wie eine richtige Glasur. Lege die glasierten Kekse zurück auf das Kuchengitter. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Lass sie mindestens 2-3 Stunden, besser über Nacht, trocknen. Die Glasur muss komplett fest sein. Wenn du sie zu früh in eine Dose legst, wird sie matschig und klebt aneinander.
- Genießen: Sobald die Glasur fest ist, kannst du die Kekse in eine luftdichte Dose geben. Sie halten sich an einem kühlen, trockenen Ort mindestens 4 Wochen. Aber ehrlich, bei uns sind sie meist nach zwei Tagen weg.
Meine besten Tipps für perfekte Punschkekse
Ich habe bei diesem Rezept so viele Fehler gemacht, dass ich dir jetzt genau sagen kann, worauf es ankommt. Spar dir meine Lehrstunden und mach es gleich richtig.
- Der Teig darf nicht warm werden: Das ist der häufigste Fehler. Wenn die Butter im Teig zu warm wird, verlaufen die Kekse im Ofen und werden flach. Arbeite also zügig, und wenn der Teig klebt, leg ihn einfach nochmal für 10 Minuten in den Kühlschrank. Ich habe einmal den Fehler gemacht, den Teig in der warmen Küche stehen zu lassen, während ich die Kinder beschäftigt habe – das Ergebnis war eine einzige, große, buttrige Lache auf dem Blech.
- Die Glasur richtig dosieren: Der Rum in der Glasur darf nicht zu dominant sein, aber auch nicht zu schwach. Ich habe einmal zu wenig Rum genommen, und die Glasur schmeckte nur nach Zucker. Ein anderes Mal habe ich einen ganzen Schuss mehr reingekippt – die Kekse waren so alkoholisch, dass mein Mann sie nicht essen konnte. Der Richtwert von 3-4 EL auf 200 g Staubzucker ist perfekt. Und wichtiger Tipp: Die Glasur nicht auf heißen Keksen verteilen! Sie muss kalt sein, sonst läuft die Glasur ab wie Wasser.
- Das richtige Timing: Backe die Kekse an einem Tag, fülle und glasiere sie am nächsten. So hast du keine Hektik und die Kekse sind schön durchgekühlt. Ich backe oft am Samstagabend, wenn die Kinder im Bett sind, und mache die Glasur am Sonntagvormittag bei einer Tasse Kaffee. Das ist fast meditativ.
- Multitasking vermeiden: Versuche nicht, gleichzeitig den Teig zu machen und die Kinder zu beaufsichtigen oder das Abendessen vorzubereiten. Der Teig braucht deine volle Aufmerksamkeit, besonders beim Ausrollen. Ich habe schon oft vergessen, die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu holen, und dann stand ich da mit einem zu weichen Teig. Nimm dir einfach 30 Minuten Zeit, in denen du nur backst.
- Die Marmelade nicht zu dick auftragen: Ein dünner Film reicht völlig. Wenn du zu viel nimmst, quillt die Marmelade beim Zusammendrücken der Kekse heraus und macht die Glasur nass und klebrig. Weniger ist hier wirklich mehr.
Variationen und Abwandlungen
Das Grundrezept ist fantastisch, aber manchmal habe ich Lust auf Abwechslung. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die super funktionieren.
- Schoko-Punschkekse: Ersetze 50 g Mehl durch 50 g ungesüßtes Kakaopulver. Der Teig wird dunkel und schokoladig. Dazu passt eine Glasur mit Orangenlikör (z.B. Cointreau) anstelle von Rum. Oder du lässt den Alkohol weg und nimmst Orangensaft – perfekt für Kinder.
- Nuss-Punschkekse: Mahle 100 g Haselnüsse oder Mandeln ganz fein und gib sie mit dem Mehl in den Teig. Die Nüsse machen die Kekse noch mürber und aromatischer. Dazu eine Glasur mit Amaretto – ein Traum! Ich habe das letztes Jahr zu Weihnachten gemacht und alle waren begeistert.
- Vegane Variante: Ja, das geht! Ersetze die Butter durch 200 g vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt, wie Alsan). Die Eier kannst du durch 2 EL gemahlene Leinsamen ersetzen, die du mit 6 EL Wasser verquirlst und 10 Minuten quellen lässt. Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit Geduld klappt es. Für die Glasur nimmst du einfach veganen Rum (die meisten Rums sind es) und lässt den Zitronensaft weg, falls du eine ganz weiße Glasur willst.
- Fruchtige Note: Statt Ribiselmarmelade probiere es mal mit Marillenmarmelade (Aprikose) oder Preiselbeergelee. Jede Frucht gibt den Keksen eine andere, spannende Note. Marille passt besonders gut zu einem milden Rum. Ich habe auch schon eine Variante mit Feigenmarmelade gemacht – die war der absolute Hit.
- Ohne Alkohol für die Kleinen: Wenn du die Kekse für eine Kinderparty oder für die Kleinsten machst, ersetze den Rum durch starken, kalten Schwarztee (z.B. Earl Grey) oder durch einen Schuss Orangensaft. Die Glasur wird etwas weniger aromatisch, aber immer noch lecker. Oder du machst eine doppelte Portion und lässt eine Hälfte pur, damit die Erwachsenen auch was davon haben.
Servieren und Aufbewahren
Die Punschkekse mit Rum-Glasur sind wahre Alleskönner. Du kannst sie pur genießen oder zu einem besonderen Anlass servieren.
- Serviertemperatur: Am besten schmecken sie bei Zimmertemperatur. Hol sie also 15 Minuten vor dem Servieren aus der Dose. Sie passen perfekt zu einer Tasse Wiener Melange oder einem Glas Glühwein.
- Präsentation: Staple sie auf einem hübschen Teller oder in einer traditionellen Weihnachtsdose. Ich lege sie immer auf eine alte Silberplatte, die ich vom Flohmarkt habe – das sieht festlich aus, ohne protzig zu sein. Ein paar frische Zweige von der Tanne oder etwas Zimtstange als Deko machen sich auch gut.
- Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose halten sie sich an einem kühlen, trockenen Ort (nicht im Kühlschrank!) mindestens 4 Wochen. Wichtig: Die Glasur muss vor dem Einlagern komplett trocken sein, sonst kleben die Kekse aneinander. Ich lege immer ein Stück Küchenpapier auf den Boden der Dose, das zieht überschüssige Feuchtigkeit.
- Einfrieren: Du kannst die ungefüllten und unglasierten Kekse problemlos einfrieren. Einfach in einen Gefrierbeutel geben und bis zu 3 Monate lagern. Zum Fertigstellen taust du sie bei Raumtemperatur auf, füllst und glasierst sie dann. Das ist perfekt, wenn du schon im November vorbaden willst. Die glasierten Kekse einzufrieren rate ich ab, die Glasur wird dabei rissig und verliert ihren Glanz.
- Wie sich der Geschmack entwickelt: Die Kekse schmecken nach 2-3 Tagen am besten. Dann haben sich die Aromen von Rum, Marmelade und Butter richtig verbunden. Der Rum wird milder, die Marmelade zieht in den Teig ein. Ich finde, sie sind das perfekte Beispiel dafür, dass Geduld beim Backen belohnt wird.
Nährwerte und gesundheitliche Aspekte
Klar, Punschkekse sind kein Diätgebäck, aber ein paar Dinge sollte man wissen. Ich gebe dir eine grobe Orientierung, damit du weißt, woran du bist.
- Pro Stück (ca. 20 g): Ungefähr 90 Kalorien, 4 g Fett, 12 g Kohlenhydrate, 1 g Eiweiß. Das ist ein Richtwert, je nach Größe und Dicke der Glasur kann es variieren.
- Butter: Ja, sie enthält gesättigte Fettsäuren, aber in Maßen ist das völlig in Ordnung. Butter liefert auch fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K. Und sie macht die Kekse einfach unglaublich zart und geschmackvoll.
- Rum: Der Alkohol verfliegt beim Trocknen der Glasur fast vollständig. Es bleibt nur das Aroma zurück. Für Kinder oder Schwangere ist die Menge an Restalkohol vernachlässigbar, aber wenn du ganz sicher gehen willst, nimm die alkoholfreie Variante.
- Ribiselmarmelade: Johannisbeeren sind reich an Vitamin C und Antioxidantien. Die säuerliche Note sorgt dafür, dass die Kekse nicht zu süß werden – ein kleiner, gesunder Ausgleich zum vielen Zucker.
- Mein Tipp: Genieße diese Kekse bewusst als Teil einer ausgewogenen Ernährung. Sie sind ein Stück Genuss, kein Grundnahrungsmittel. Ich esse sie am liebsten am Nachmittag mit einer Tasse Tee, das ist mein kleiner, täglicher Luxus in der Adventszeit.
Fazit: Deine neuen Lieblings-Weihnachtskekse
Ich hoffe, ich konnte dich mit meiner Geschichte und diesem Rezept überzeugen. Diese Punschkekse mit Rum-Glasur sind mehr als nur ein Gebäck – sie sind ein Stück Wiener Tradition, ein bisschen Marktmagie und ganz viel Liebe zum Detail. Sie schmecken nach Kindheit, nach gemütlichen Abenden und nach dem Duft von Zimt und Rum in der kalten Jahreszeit.
Probiere sie unbedingt aus! Du wirst sehen, wie einfach sie sind und wie sehr sie deine Familie und Freunde begeistern werden. Und das Beste: Du kannst sie ganz nach deinem Geschmack anpassen. Ob mit Nüssen, Schokolade oder einer anderen Marmelade – mach sie zu deinem persönlichen Rezept.
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie sie dir gelungen sind! Welche Marmelade hast du genommen? Hast du eine eigene Variante ausprobiert? Oder hast du vielleicht auch eine Geschichte, wie du zu diesem Rezept gekommen bist? Teile sie mit mir und der Community. Deine Erfahrungen helfen anderen Lesern, die vielleicht noch zögern. Also ran an den Ofen und lass es dir schmecken! Du schaffst das, ich glaub an dich!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Rum durch etwas anderes ersetzen?
Ja, absolut. Für eine alkoholfreie Variante nimmst du starken, kalten Schwarztee (z.B. Earl Grey) oder Orangensaft. Für eine andere Geschmacksrichtung probiere Amaretto, Orangenlikör oder sogar einen guten Whiskey. Jede Spirituose gibt der Glasur eine andere Note.
Warum ist mein Teig so bröselig und lässt sich nicht ausrollen?
Das passiert, wenn der Teig zu trocken ist oder die Butter nicht kalt genug war. Gib einen Esslöffel kaltes Wasser dazu und knete ihn kurz durch. Wenn er immer noch bröselt, leg ihn für 15 Minuten in den Kühlschrank – die Kälte hilft, die Butter zu festigen und den Teig geschmeidiger zu machen.
Kann ich die Kekse auch ohne Marmelade machen?
Klar, dann sind es einfach nur Rum-Kekse. Der Teig ist auch pur fantastisch. Du kannst sie dann nur mit der Glasur überziehen oder sie mit Schokolade bestreichen. Aber die Kombination mit der säuerlichen Marmelade ist schon etwas ganz Besonderes.
Wie bekomme ich die Glasur schön weiß und glatt?
Das Geheimnis ist der Zitronensaft! Er sorgt dafür, dass die Glasur nicht ausläuft und schön weiß bleibt. Siebe den Staubzucker unbedingt, um Klumpen zu vermeiden. Und rühre die Glasur nicht zu lange, sonst wird sie fest. Wenn sie zu dick ist, verdünne sie mit ein paar Tropfen Rum oder Zitronensaft.
Kann ich die Kekse auch einfrieren?
Ja, aber nur die ungefüllten und unglasierten Kekse. Lege sie in einen Gefrierbeutel und friere sie bis zu 3 Monate ein. Zum Fertigstellen taust du sie bei Raumtemperatur auf, füllst und glasierst sie dann. Die fertig glasierten Kekse einzufrieren ist keine gute Idee, die Glasur wird dabei rissig und verliert ihren schönen Glanz.
Pin This Recipe!

Punschkekse mit Rum-Glasur: Einfaches Familienrezept aus Wien in 40 Minuten
Diese Punschkekse mit Rum-Glasur sind ein traditionelles Wiener Weihnachtsgebäck, das mit einem mürben Teig, fruchtiger Ribiselmarmelade und einer aromatischen Rum-Glasur begeistert. In nur 40 Minuten zubereitet, sind sie der Star auf jedem Weihnachtsteller.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 40 Minuten (plus 30 Minuten Kühlzeit und 2-3 Stunden Trockenzeit)
- Yield: 40-50 Stück 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Österreichisch
Ingredients
- 300 g glattes Mehl (Type 405) (ca. 2 1/2 Tassen)
- 200 g kalte Butter (ca. 1 Tasse), in kleine Würfel geschnitten
- 100 g Staubzucker (Puderzucker) (ca. 3/4 Tasse)
- 2 Dotter (Eigelb) von großen Eiern
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 1 TL)
- 1 Prise Salz
- Ca. 150 g Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee) (ca. 1/2 Tasse)
- 200 g Staubzucker (Puderzucker) (ca. 1 1/2 Tassen), für die Glasur
- 3–4 EL Rum (mindestens 40 % Vol.)
- 1–2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
Instructions
- Den Teig vorbereiten (10 Minuten): Gib das gesiebte Mehl, die kalten Butterwürfel, den Staubzucker, Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Verknete alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder deinen Händen zu einer bröseligen Masse. Es soll nach feuchtem Sand aussehen. Dann gib die zwei Dotter dazu und knete weiter, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten, sonst wird er zäh. Wenn der Teig zu trocken ist, träufle einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. F…
- Den Teig ausrollen und formen (10 Minuten): Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Rolle den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig etwa 3-4 mm dick aus. Steche oder schneide Rechtecke von ca. 3×5 cm aus. Ich benutze ein Teigrädchen, das gibt diesen welligen Rand. Lege die Rechtecke mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Aus den Resten kannst du den Teig noch einmal zusammenkneten und erneut ausrollen, aber nicht mehr al…
- Backen (10-12 Minuten): Backe die Kekse auf der mittleren Schiene. Sie sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte hell bleiben. Nimm sie sofort vom Blech und lass sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
- Die Marmelade vorbereiten (5 Minuten): Erwärme die Ribiselmarmelade in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze, bis sie flüssig wird. Rühre sie glatt. Bestreiche dann die Hälfte der ausgekühlten Kekse dünn mit der warmen Marmelade. Lege einen zweiten Keks ohne Marmelade darauf und drücke ihn leicht an. So entsteht das klassische Sandwich. Lass die gefüllten Kekse kurz ruhen, während du die Glasur machst.
- Die Rum-Glasur herstellen (5 Minuten): Gib den gesiebten Staubzucker in eine kleine Schüssel. Füge 3 EL Rum und 1 EL Zitronensaft hinzu. Rühre mit einem Löffel oder Schneebesen, bis eine glatte, dickflüssige, aber noch streichfähige Glasur entsteht. Sie sollte vom Löffel in einem dicken Band fließen. Wenn sie zu dick ist, gib noch 1 TL Rum oder Zitronensaft dazu. Ist sie zu dünn, etwas mehr Staubzucker.
- Die Kekse glasieren (10 Minuten): Bestreiche die Oberseite der gefüllten Kekse großzügig mit der Rum-Glasur. Ich pinsel sie immer dick auf, sodass sie ein bisschen über den Rand läuft. Lege die glasierten Kekse zurück auf das Kuchengitter. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Lass sie mindestens 2-3 Stunden, besser über Nacht, trocknen. Die Glasur muss komplett fest sein.
- Genießen: Sobald die Glasur fest ist, kannst du die Kekse in eine luftdichte Dose geben. Sie halten sich an einem kühlen, trockenen Ort mindestens 4 Wochen.
Notes
Der Teig darf nicht warm werden – bei Bedarf zwischendurch kühlen. Die Glasur nicht auf heißen Keksen verteilen. Die Kekse schmecken nach 2-3 Tagen am besten, wenn die Aromen durchgezogen sind.
Nutrition
- Serving Size: 1 Keks (ca. 20 g)
- Calories: 90
- Sugar: 8
- Sodium: 30
- Fat: 4
- Saturated Fat: 2.5
- Carbohydrates: 12
- Fiber: 0.5
- Protein: 1
Keywords: Punschkekse, Rum-Glasur, Weihnachtskekse, Wiener Rezept, Mürbteig, Ribiselmarmelade, einfaches Familienrezept


