Ich stand an einem regnerischen Dienstagnachmittag in der Schlange beim örtlichen Hofladen, als die ältere Dame vor mir sich umdrehte und völlig ungefragt zu erzählen begann, wie sie ihren Eierlikör macht. „Nicht dieses gekaufte Zeug“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. „Selbstgemacht schmeckt der Frühling gleich viel besser.“ Ich hatte nicht vor, Eierlikör zu machen – ehrlich gesagt hatte ich noch nie darüber nachgedacht. Aber als sie mir beschrieb, wie die Vanille den Eidotter umschmeichelt und wie der Alkohol alles zu einer samtigen Einheit verbindet, war ich neugierlich. Sie hieß Frau Gerda, war mindestens 75 und hatte ein Rezept dabei, das sie seit über vierzig Jahren zu Ostern serviert. Ich notierte mir die Zutaten auf einem zerknitterten Kassenzettel – und vergaß ihn prompt in meiner Manteltasche.
Drei Wochen später, beim Frühjahrsputz, fand ich den Zettel wieder. Die Schrift war verschmiert, aber die wichtigsten Angaben waren noch lesbar. Also wagte ich es. Und lassen Sie mich Ihnen sagen: Dieser cremige Eierlikör mit Vanille hat alles verändert. Er ist nicht nur unglaublich einfach, sondern schmeckt auch so viel frischer und runder als alles aus der Flasche. Seitdem gehört er zu Ostern bei uns einfach dazu – und zu jedem sonnigen Frühlingsnachmittag, an dem man sich etwas Gutes tun will.
Vielleicht kennen Sie das ja: Man sucht ein Rezept, das festlich wirkt, aber trotzdem entspannt bleibt. Genau das ist dieser Eierlikör. Er braucht nur fünf Zutaten, keine komplizierten Geräte und ist in einer Viertelstunde fertig. Und das Beste? Er wird mit jedem Tag besser. Wenn Sie also auf der Suche nach einem Mitbringsel fürs Osterfrühstück sind oder einfach Ihre Lieben mit etwas Selbstgemachtem überraschen wollen – dann bleiben Sie dran. Dieses Rezept wird Sie begeistern.
Warum Sie diesen cremigen Eierlikör lieben werden
Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiterer Eierlikör – es ist der cremigste, den ich je probiert habe. Und ich habe einige getestet, glauben Sie mir. Was ihn so besonders macht, ist die perfekte Balance zwischen der Süße, der feinen Vanillenote und der samtigen Konsistenz. Er läuft nicht auseinander, er wird nicht klumpig – er ist einfach perfekt.
- Schnell & einfach: In nur 15 Minuten haben Sie einen hausgemachten Likör, der aussieht, als hätten Sie Stunden in der Küche verbracht. Perfekt für Last-Minute-Ostergeschenke oder wenn spontan Gäste kommen.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen keine ausgefallenen Zutaten. Eier, Zucker, Vanille, Sahne und Alkohol – das haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause oder bekommen es im nächsten Supermarkt.
- Perfekt für Ostern & Frühling: Ob als Mitbringsel zum Osterbrunch, als kleines Extra im Osternest oder einfach als frühlingshafter Genuss auf der Terrasse – dieser Likör passt zu jeder Gelegenheit.
- Garantiert ein Erfolg: Jeder, der ihn probiert, will das Rezept. Ernsthaft. Ich habe ihn schon zu Weihnachten verschenkt, und die Leute fragen noch Monate später danach.
- Unglaublich cremig: Die Kombination aus Eigelb und Sahne macht ihn so samtig, dass man ihn pur genießen kann – oder als Topping auf Desserts, Eiscreme oder sogar im Kaffee.
Was diesen Eierlikör von anderen Rezepten unterscheidet? Es ist die Geduld beim Verrühren. Ich habe gelernt, dass man die Zutaten nicht einfach zusammenkippen darf. Man muss sie langsam und liebevoll miteinander verbinden – dann wird die Textur perfekt. Und die Vanille? Die sollte echt sein, nicht dieses künstliche Zeug. Sie gibt dem Likör diese warme, einladende Note, die an Sonntage auf dem Land erinnert.
Dieses Rezept ist nicht nur gut – es ist die Art von Rezept, bei dem man nach dem ersten Schluck die Augen schließt und kurz innehalten muss. Es ist der Frühling in flüssiger Form.
Welche Zutaten Sie brauchen
Dieser cremige Eierlikör mit Vanille kommt mit nur wenigen, aber feinen Zutaten aus. Das Schöne daran: Sie sind alle leicht zu beschaffen und ergeben zusammen ein Geschmackserlebnis, das weit mehr ist als die Summe seiner Teile.
- 6 frische Eigelb (Größe M oder L) – Die Eigelbe sind das Herzstück dieses Likörs. Sie sorgen für die cremige Konsistenz und binden die Flüssigkeit. Verwenden Sie am besten Eier aus Freilandhaltung – sie haben ein kräftigeres Eigelb und damit eine schönere Farbe. (Tipp: Lassen Sie die Eier vor der Verarbeitung auf Zimmertemperatur kommen, dann verbinden sie sich besser mit den anderen Zutaten.)
- 200 g feiner Zucker (ca. 1 Tasse) – Der Zucker süßt nicht nur, sondern hilft auch dabei, die Eigelbe schaumig zu schlagen. Ich verwende normalen Haushaltszucker. Puderzucker geht auch, aber der Likör wird dann etwas weniger cremig. Für eine weniger süße Variante können Sie die Menge auf 150 g reduzieren, aber dann schmeckt er etwas „eieriger“.
- 1 Vanilleschote (oder 2 TL Vanilleextrakt) – Bitte, bitte keine künstliche Vanille! Eine echte Vanilleschote gibt dem Likör diese unvergleichlichen schwarzen Punkte und ein tiefes, blumiges Aroma. Ich kaufe meine Vanilleschoten immer im Vorrat, wenn sie im Angebot sind. Das Mark lässt sich leicht mit dem Messerrücken herauskratzen. Wenn Sie keine Schote zur Hand haben, nehmen Sie guten Vanilleextrakt – aber kein Vanillezucker, der verfälscht das Aroma.
- 200 ml Sahne (mindestens 30 % Fett) – Die Sahne macht den Likör so schön vollmundig. Bitte nehmen Sie keine Schlagsahne mit weniger Fett – die könnte beim Erhitzen ausflocken. Ich verwende gerne Bio-Sahne, aber jede gute Sahne funktioniert. (Für eine leichtere Version können Sie die Hälfte der Sahne durch Milch ersetzen, dann wird der Likör etwas dünnflüssiger.)
- 200 ml hochprozentiger Alkohol (z. B. Wodka, Korn oder Klarer) – Der Alkohol konserviert den Likör und gibt ihm die nötige „Pfeffer“. Ich bevorzuge Wodka, weil er geschmacksneutral ist. Klarer Obstler oder Korn gehen auch, geben aber eine leichte Eigennote. Wer es milder mag, nimmt nur 150 ml. Für eine alkoholfreie Version (die sich nicht lange hält) einfach weglassen und durch Milch ersetzen.
Ein kleiner Tipp von mir: Die Qualität der Eier und der Vanille macht hier wirklich den Unterschied. Ich habe den Likör schon mit günstigen Supermarkt-Eiern gemacht und mit Bio-Eiern vom Bauern – der Unterschied ist enorm. Die Bio-Eier geben eine tiefgelbe Farbe und ein volleres Aroma. Und die Vanilleschote? Die können Sie nach dem Auskratzen übrigens in ein Glas mit Zucker legen – dann haben Sie im Handumdrehen Vanillezucker für den nächsten Kuchen.
Benötigte Küchengeräte
Sie brauchen keine ausgefallene Ausrüstung für diesen Eierlikör. Das meiste haben Sie wahrscheinlich schon in Ihrer Küche. Aber ein paar Dinge erleichtern die Arbeit ungemein.
- Ein Schneebesen oder eine Küchenmaschine – Ein Handrührgerät mit Schneebesenaufsatz ist ideal, um die Eigelbe schön schaumig zu schlagen. Von Hand geht es auch, aber dann müssen Sie kräftig zupacken – gute Armmuskeln sind da hilfreich! Ich verwende meine alte Küchenmaschine, die schon meine Mutter hatte. Sie läuft wie eine Eins.
- Ein mittelgroßer Topf – Für das Wasserbad oder die schonende Erhitzung. Nehmen Sie einen Topf mit dickem Boden, damit nichts anbrennt. Ein Edelstahltopf ist perfekt.
- Eine hitzebeständige Schüssel – Die sollte über den Topf passen, ohne ihn zu berühren, wenn Sie ein Wasserbad machen. Eine Glasschüssel ist ideal, weil Sie sehen können, wie die Masse dick wird.
- Ein Küchenthermometer (optional, aber hilfreich) – Die ideale Temperatur liegt bei etwa 70 °C. Wenn Sie kein Thermometer haben, machen Sie den „Löffeltest“: Die Masse sollte den Löffel dick überziehen, wenn Sie ihn herausziehen.
- Eine Flasche mit Schraubverschluss oder eine Karaffe – Zum Abfüllen des fertigen Likörs. Ich sammle immer hübsche Glasflaschen von gekauften Likören oder Säften und verwende sie wieder. Sie sehen viel schöner aus als Plastikflaschen.
- Ein feines Sieb oder ein Mulltuch – Damit seihen Sie den Likör ab, falls sich kleine Eigelbstücke gebildet haben sollten. Passiert mir zum Glück selten, aber zur Sicherheit mache ich es immer.
Ein Tipp zur Reinigung: Eigelb klebt hartnäckig. Spülen Sie Ihre Schüsseln und Schneebesen sofort mit kaltem Wasser aus, sonst müssen Sie später ewig schrubben. Heißes Wasser macht das Eiweiß nur noch fester – glauben Sie mir, das habe ich auf die harte Tour gelernt.
Zubereitungsmethode

Los geht es! Keine Sorge, es ist einfacher, als Sie denken. Ich führe Sie Schritt für Schritt durch den Prozess. Nehmen Sie sich Zeit – Eierlikör mag es nicht, gehetzt zu werden.
- Eigelb und Zucker schaumig schlagen (5 Minuten)
Trennen Sie zuerst die Eier. Das geht am besten, wenn die Eier kalt sind – dann reißt das Eigelb nicht so leicht. Geben Sie die sechs Eigelbe in Ihre Rührschüssel und fügen Sie den Zucker hinzu. Schlagen Sie die Mischung mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe, bis sie hellgelb, dick und cremig ist. Das dauert etwa 4-5 Minuten. Die Masse sollte „Bänder ziehen“, wenn Sie den Schneebesen herausheben. (Ein kleiner Tipp: Wenn Sie denken, es ist genug, schlagen Sie noch eine Minute weiter – Geduld zahlt sich aus!) - Vanillemark dazugeben (1 Minute)
Schneiden Sie die Vanilleschote der Länge nach auf und kratzen Sie das Mark mit dem Messerrücken heraus. Geben Sie das Mark zur Eigelb-Zucker-Masse. Wenn Sie Vanilleextrakt verwenden, geben Sie ihn jetzt dazu. Rühren Sie alles kurz unter, bis die Vanille gleichmäßig verteilt ist. Der Duft, der jetzt aufsteigt, ist schon himmlisch! - Sahne und Alkohol unterrühren (2 Minuten)
Gießen Sie die Sahne und den Alkohol in einem dünnen Strahl zur Eigelbmasse, während Sie ständig rühren. Am besten lassen Sie die Küchenmaschine auf niedriger Stufe laufen oder rühren kräftig mit dem Schneebesen. Die Mischung wird jetzt flüssiger, aber das ist in Ordnung. Rühren Sie so lange, bis alles gut verbunden ist. - Die Mischung schonend erhitzen (5-7 Minuten)
Gießen Sie die Mischung in Ihren Topf. Erhitzen Sie sie bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren. Das ist der wichtigste Schritt! Sie müssen die ganze Zeit rühren, am besten mit einem Schneebesen, damit nichts am Boden ansetzt oder gerinnt. Die Mischung darf nicht kochen – sie soll nur dicklich werden. Wenn Sie ein Thermometer haben, achten Sie darauf, dass die Temperatur 70 °C nicht überschreitet. Ohne Thermometer: Die Masse ist fertig, wenn sie den Löffel dick überzieht und Sie mit dem Finger eine Linie hindurchziehen können, die kurz sichtbar bleibt. Das dauert etwa 5-7 Minuten. - Vom Herd nehmen und abkühlen lassen (10 Minuten)
Sobald die Masse die richtige Konsistenz hat, nehmen Sie den Topf sofort vom Herd. Rühren Sie noch eine Minute weiter, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird. Lassen Sie den Likör dann im Topf etwa 10 Minuten abkühlen. Rühren Sie gelegentlich um, damit sich keine Haut bildet. - Durch ein Sieb gießen und abfüllen (5 Minuten)
Stellen Sie ein feines Sieb über Ihre saubere Flasche oder Karaffe. Gießen Sie den noch warmen Likör durch das Sieb. Das fängt eventuelle kleine Eigelbstücke auf und macht den Likör extra glatt. Lassen Sie ihn dann vollständig abkühlen, bevor Sie die Flasche verschließen. Im Kühlschrank wird er noch etwas dicker.
Ein persönlicher Hinweis: Ich hatte beim ersten Mal fast ein Desaster. Ich ließ mich ablenken, hörte auf zu rühren, und plötzlich hatte ich Rührei im Topf. Seitdem stelle ich einen Timer und bleibe dran. Multitasking ist bei diesem Rezept nicht angesagt – konzentrieren Sie sich auf den Topf, und es wird perfekt.
Kochtipps & Techniken
Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Tricks gelernt, die diesen Eierlikör noch besser machen. Hier sind meine besten Tipps für Sie.
Die richtige Temperatur ist alles. Wenn Sie kein Thermometer haben, verlassen Sie sich auf Ihre Sinne. Die Mischung sollte dampfen, aber nicht kochen. Sobald Sie am Topfboden kleine Bläschen sehen, ist es Zeit, den Topf vom Herd zu nehmen. Einmal zu heiß geworden, und Sie haben Eierstich statt Likör – das ist mir passiert, und es war eine teure Lektion.
Rühren, rühren, rühren. Ich kann es nicht oft genug sagen: Hören Sie nicht auf zu rühren! Der Schneebesen ist Ihr bester Freund. Er verhindert nicht nur Anbrennen, sondern sorgt auch für eine gleichmäßige Konsistenz. Wenn Ihre Arme müde werden, machen Sie eine kurze Pause – aber stellen Sie den Topf dabei von der Herdplatte.
Die Geduldsprobe. Der Likör wird im Kühlschrank noch cremiger. Am besten bereiten Sie ihn einen Tag vor dem Servieren zu. Über Nacht können sich die Aromen richtig verbinden, und die Konsistenz wird perfekt. Ich mache ihn oft schon zwei Tage vor Ostern – dann ist er am besten.
Der Feinschliff. Wenn Ihr Likör nach dem Abkühlen etwas dünn ist, keine Panik. Sie können ihn noch einmal kurz erwärmen (wieder unter ständigem Rühren) und etwas mehr Eigelb einrühren. Aber Achtung: Das ist Flickwerk. Besser ist es, beim ersten Mal genau auf die Konsistenz zu achten.
Ein Fehler, den ich nie wieder mache: Ich habe einmal versucht, die Menge zu verdoppeln und alles in einem Topf zu machen. Der Likör wurde ungleichmäßig dick, weil die Hitze nicht gleichmäßig verteilt war. Machen Sie lieber zwei Chargen hintereinander, wenn Sie mehr brauchen. Es dauert nicht viel länger, und das Ergebnis ist besser.
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist schon fantastisch, aber manchmal möchte man etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst getestet habe.
Schokoladen-Eierlikör: Geben Sie 50 g dunkle Schokolade (mindestens 70 % Kakao) in die warme Milch-Sahne-Mischung, bevor Sie sie mit den Eigelben verbinden. Lassen Sie die Schokolade schmelzen und rühren Sie alles glatt. Der Likör bekommt eine herrlich schokoladige Note, die an italienischen Zabaione erinnert. Perfekt für Schokoladenliebhaber!
Zitronen-Eierlikör: Ersetzen Sie die Vanille durch den Abrieb einer unbehandelten Zitrone und einen Esslöffel Zitronensaft. Das gibt dem Likör eine frische, spritzige Note, die wunderbar zum Frühling passt. Ich habe diese Variante letztes Jahr zu Ostern gemacht, und sie war der Renner auf dem Brunch-Buffet.
Vegane Variante: Ja, das funktioniert! Verwenden Sie Seidentofu (200 g) anstelle der Eigelbe und pürieren Sie ihn mit dem Zucker, bis er schaumig ist. Statt Sahne nehmen Sie Kokosmilch (die dicke aus der Dose). Der Alkohol bleibt gleich. Der Likör wird etwas weniger cremig, aber überraschend lecker. Meine vegane Freundin war begeistert.
Weniger süß: Reduzieren Sie den Zucker auf 150 g oder ersetzen Sie die Hälfte durch Erythrit oder Xylit. Bedenken Sie, dass der Likör dann weniger lange haltbar ist und etwas dünnflüssiger wird. Aber wenn Sie auf Zucker achten müssen, ist das eine gute Option.
Kaffee-Eierlikör: Geben Sie 2 Esslöffel löslichen Espresso in die Sahne, bevor Sie sie erhitzen. Der Kaffee harmoniert wunderbar mit der Vanille und gibt dem Likör eine erwachsene Note. Perfekt als Topping auf Tiramisu oder einfach pur nach dem Abendessen.
Servier- und Aufbewahrungsvorschläge
Dieser cremige Eierlikör mit Vanille ist unglaublich vielseitig. Hier sind meine liebsten Arten, ihn zu genießen und aufzubewahren.
Servieren: Am besten schmeckt der Likör gut gekühlt, direkt aus dem Kühlschrank. Füllen Sie ihn in kleine Likörgläser oder Schnapsgläser – die Menge reicht für etwa 10-12 Portionen. Er passt hervorragend zu einem Stück Osterstollen, einem Butterplätzchen oder einfach pur. Für eine besondere Note können Sie ihn mit einem Hauch Zimt oder Muskatnuss bestäuben.
Als Mitbringsel: Füllen Sie den Likör in hübsche Flaschen, binden Sie eine Schleife drum und schon haben Sie ein persönliches Ostergeschenk. Ich mache jedes Jahr ein paar Flaschen für die Nachbarn und die Familie – die Freude ist immer riesig. Beschriften Sie die Flasche mit dem Datum und einer kurzen Anleitung zur Lagerung.
Aufbewahrung: Der Likör hält sich im Kühlschrank in einer verschlossenen Flasche etwa 2-3 Wochen. Allerdings: Bei mir ist er meistens nach ein paar Tagen alle. Wichtig: Schütteln Sie die Flasche vor dem Servieren kurz, da sich die Sahne manchmal etwas absetzt. Das ist ganz normal.
Einfrieren: Eierlikör lässt sich einfrieren! Füllen Sie ihn in Eiswürfelbehälter oder kleine Gefrierbeutel. Die gefrorenen Würfel können Sie direkt in heißen Kaffee oder Milch geben – das ist eine tolle Alternative zu Eierlikör-Kaffee im Sommer. Oder Sie servieren die gefrorenen Würfel als kleines Dessert auf einer Platte.
Haltbarkeit ohne Alkohol: Wenn Sie den Alkohol weglassen, hält sich der Likör nur 2-3 Tage im Kühlschrank. Er ist dann empfindlicher, weil der Alkohol fehlt, der konservierend wirkt. Bereiten Sie ihn also frisch zu, wenn Sie ihn alkoholfrei möchten.
Ein Tipp aus meiner Küche: Die Aromen entfalten sich mit der Zeit. Am zweiten oder dritten Tag schmeckt der Likör noch runder und harmonischer. Planen Sie also ruhig ein paar Tage Vorlaufzeit ein – der Genuss wird belohnt.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ein Gläschen dieses cremigen Eierlikörs ist ein Genuss, den man sich ab und zu gönnen sollte. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Portion (ca. 30 ml):
- Kalorien: ca. 120 kcal
- Fett: ca. 8 g (davon gesättigte Fettsäuren: 4 g)
- Kohlenhydrate: ca. 10 g (davon Zucker: 10 g)
- Eiweiß: ca. 2 g
- Alkoholgehalt: ca. 15 % Vol.
Gesundheitliche Aspekte: Ja, Eierlikör ist kein Diätgetränk. Aber in Maßen genossen, hat er durchaus seine Vorzüge. Die Eigelbe enthalten Lecithin, das gut für die Gehirnfunktion ist, sowie die Vitamine A, D, E und K. Die Sahne liefert Kalzium für starke Knochen. Und die Vanille hat eine beruhigende Wirkung auf die Nerven – ein Grund mehr, an Ostern mal durchzuatmen.
Allergiker-Hinweis: Dieses Rezept enthält Eier und Milchprodukte (Laktose). Für Menschen mit einer Eiweißallergie oder Laktoseintoleranz ist es nicht geeignet. Die vegane Variante mit Seidentofu und Kokosmilch ist eine gute Alternative.
Meine persönliche Sicht: Ich sehe diesen Likör nicht als tägliches Getränk, sondern als etwas Besonderes für besondere Momente. Ein Glas zu Ostern, ein Schluck zum Geburtstag – das ist für mich Genuss ohne schlechtes Gewissen. Und selbstgemacht ist er einfach tausendmal besser als gekauft.
Fazit
Dieser cremige Eierlikör mit Vanille ist für mich der Inbegriff des Frühlings in einem Glas. Er ist einfach zuzubereiten, schmeckt himmlisch und macht jeden Anlass ein bisschen festlicher. Ob als Ostergeschenk, zum Kaffee oder einfach als kleiner Genuss für zwischendurch – er wird Sie und Ihre Lieben begeistern.
Ich liebe es, wie dieses Rezept aus einer spontanen Begegnung im Hofladen entstanden ist. Es erinnert mich daran, dass die besten Dinge im Leben oft unerwartet kommen. Und dass eine freundliche ältere Dame manchmal die beste Lehrerin ist.
Probieren Sie es aus! Passen Sie das Rezept an Ihren Geschmack an – mit Schokolade, Zitrone oder Kaffee. Machen Sie es zu Ihrem eigenen. Und wenn Sie es gemacht haben, schreiben Sie mir in die Kommentare, wie es gelungen ist. Ich bin schon gespannt auf Ihre Kreationen!
Also, ran an die Töpfe – der Frühling wartet!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Eierlikör auch ohne Alkohol machen?
Ja, absolut. Lassen Sie den Alkohol einfach weg und ersetzen Sie ihn durch die gleiche Menge Milch oder Sahne. Bedenken Sie aber, dass der Likör dann nur 2-3 Tage im Kühlschrank haltbar ist. Er schmeckt trotzdem lecker, ist aber weniger „erwachsen“ im Geschmack.
Warum wird mein Eierlikör manchmal klumpig?
Das passiert, wenn die Mischung zu heiß wird oder Sie nicht genug rühren. Die Eier gerinnen bei Temperaturen über 75 °C. Verwenden Sie ein Thermometer oder nehmen Sie den Topf vom Herd, sobald die ersten Dampfbläschen aufsteigen. Und rühren Sie ununterbrochen!
Kann ich den Likör auch mit Milch statt Sahne machen?
Ja, aber er wird dann weniger cremig und dünnflüssiger. Wenn Sie eine leichtere Variante möchten, ersetzen Sie die Hälfte der Sahne durch Milch. Vollmilch (3,5 % Fett) funktioniert am besten. Der Geschmack bleibt gut, aber die Konsistenz ist nicht so samtig.
Wie lange ist selbstgemachter Eierlikör haltbar?
Mit Alkohol hält er sich im Kühlschrank etwa 2-3 Wochen. Ohne Alkohol nur 2-3 Tage. Achten Sie darauf, die Flasche immer gut zu verschließen und kühl zu lagern. Wenn der Likör komisch riecht oder Schimmel zeigt, weg damit.
Kann ich den Zucker durch Honig ersetzen?
Ja, das habe ich auch schon probiert. Verwenden Sie flüssigen Honig und reduzieren Sie die Menge um etwa 20 %, da Honig süßer ist als Zucker. Der Likör bekommt eine leichte Honignote, die gut mit der Vanille harmoniert. Allerdings wird er etwas dünnflüssiger und die Farbe wird dunkler.
Pin This Recipe!

Cremiger Eierlikör mit Vanille – das beste Osterrezept in 15 Minuten
Dieser cremige Eierlikör mit Vanille ist unglaublich einfach zuzubereiten und schmeckt viel frischer und runder als gekaufter Likör. Perfekt für Ostern, als Mitbringsel oder für gemütliche Frühlingsnachmittage.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 7 Minuten
- Total Time: 22 Minuten
- Yield: 10-12 Portionen 1x
- Category: Getränk
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 6 frische Eigelb (Größe M oder L)
- 200 g feiner Zucker (ca. 1 Tasse)
- 1 Vanilleschote (oder 2 TL Vanilleextrakt)
- 200 ml Sahne (mindestens 30 % Fett)
- 200 ml hochprozentiger Alkohol (z. B. Wodka, Korn oder Klarer)
Instructions
- Eigelb und Zucker schaumig schlagen (5 Minuten): Trennen Sie die Eier. Geben Sie die sechs Eigelbe in eine Rührschüssel und fügen Sie den Zucker hinzu. Schlagen Sie die Mischung mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe, bis sie hellgelb, dick und cremig ist. Die Masse sollte ‘Bänder ziehen’, wenn Sie den Schneebesen herausheben.
- Vanillemark dazugeben (1 Minute): Schneiden Sie die Vanilleschote der Länge nach auf und kratzen Sie das Mark mit dem Messerrücken heraus. Geben Sie das Mark zur Eigelb-Zucker-Masse. Wenn Sie Vanilleextrakt verwenden, geben Sie ihn jetzt dazu. Rühren Sie alles kurz unter.
- Sahne und Alkohol unterrühren (2 Minuten): Gießen Sie die Sahne und den Alkohol in einem dünnen Strahl zur Eigelbmasse, während Sie ständig rühren. Rühren Sie so lange, bis alles gut verbunden ist.
- Die Mischung schonend erhitzen (5-7 Minuten): Gießen Sie die Mischung in einen Topf. Erhitzen Sie sie bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren. Die Mischung darf nicht kochen – sie soll nur dicklich werden. Wenn Sie ein Thermometer haben, achten Sie darauf, dass die Temperatur 70 °C nicht überschreitet. Die Masse ist fertig, wenn sie den Löffel dick überzieht.
- Vom Herd nehmen und abkühlen lassen (10 Minuten): Sobald die Masse die richtige Konsistenz hat, nehmen Sie den Topf sofort vom Herd. Rühren Sie noch eine Minute weiter. Lassen Sie den Likör dann im Topf etwa 10 Minuten abkühlen. Rühren Sie gelegentlich um.
- Durch ein Sieb gießen und abfüllen (5 Minuten): Stellen Sie ein feines Sieb über Ihre saubere Flasche oder Karaffe. Gießen Sie den noch warmen Likör durch das Sieb. Lassen Sie ihn dann vollständig abkühlen, bevor Sie die Flasche verschließen.
Notes
Die Qualität der Eier und der Vanille macht den Unterschied. Bio-Eier geben eine tiefgelbe Farbe und ein volleres Aroma. Die Vanilleschote kann nach dem Auskratzen in ein Glas mit Zucker gelegt werden, um Vanillezucker herzustellen. Der Likör wird im Kühlschrank noch cremiger; am besten einen Tag vor dem Servieren zubereiten.
Nutrition
- Serving Size: 30 ml
- Calories: 120
- Sugar: 10
- Sodium: 20
- Fat: 8
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 10
- Protein: 2
Keywords: Eierlikör, Vanille, Ostern, selbstgemacht, cremig, Likör, Frühlingsrezept


