Written by

Laura Bailey

Published

Lebkuchen Christbaumschmuck: Einfaches Backprojekt für die ganze Familie

Ready In 90 Minuten
Servings 30-40 Stück
Difficulty Easy

Es war 22:15 Uhr an einem ganz normalen Dienstag im November, und ich hatte plötzlich diese unstillbare Lust auf Lebkuchen. Nicht auf diese gekauften, in Zellophan eingeschweißten Dinger, sondern auf richtig selbstgemachte. Das Problem? Ich hatte keine Plätzchenausstecher in Sternform, keine Kuvertüre, und ehrlich gesagt auch nicht mehr die Energie für ein stundenlanges Backprojekt. Aber ich hatte Mehl, Honig, eine fast leere Packung Lebkuchengewürz und – was mir in diesem Moment wie eine geniale Eingebung vorkam – ein Stück Bindfaden aus der Küchenschublade. Und genau so, zwischen dem dritten Kaffee und dem Gedanken an die unbezahlten Rechnungen, entstand die Idee: Lebkuchen Christbaumschmuck. Kein perfektes Gebäck für die Keksdose, sondern essbare Dekoration, die man gemeinsam mit den Kindern backen, verzieren und dann stolz an den Baum hängen kann. Vielleicht warst du ja auch schon in so einer Situation – müde, kreativ, und mit dem Wunsch, etwas Schönes zu schaffen, ohne großartig planen zu müssen. Dieses Rezept ist genau dafür gemacht. Es ist das Backprojekt, das die ganze Familie zusammenbringt, ohne dass du vorher drei verschiedene Supermärkte abklappern musst. Und das Beste? Die Kinder lieben es, weil sie ihre eigenen Kunstwerke kreieren können, die dann tatsächlich den Baum schmücken. Seit diesem Abend backe ich diesen Christbaumschmuck jedes Jahr – es ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition, die mehr über unsere Familie erzählt als jeder gekaufte Baumschmuck.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiteres Lebkuchenrezept. Es ist eine Einladung, gemeinsam Zeit zu verbringen und dabei etwas Wunderschönes zu erschaffen. Hier sind die Gründe, warum es dich und deine Familie begeistern wird:

  • Einfach & Familienfreundlich: Der Teig ist unglaublich geschmeidig und klebt kaum – perfekt für kleine Kinderhände. Kein stundenlanges Kühlen, kein kompliziertes Ausrollen. Wir haben den Teig in unter 15 Minuten fertig.
  • Budgetfreundlich: Die Zutaten hast du wahrscheinlich schon im Haus. Mehl, Honig, Butter, Eier und Gewürze – das war’s im Grunde. Keine teuren Spezialzutaten, die du extra kaufen musst.
  • Doppelte Freude: Erst das Backen, dann das Verzieren. Und dann? Dürfen die Kunstwerke stolz am Christbaum hängen. Das gibt den Kindern ein echtes Erfolgserlebnis.
  • Praktisch für den Alltag: Der Teig lässt sich problemlos einen Tag vorbereiten und im Kühlschrank lagern. So kannst du das Backen aufteilen – heute der Teig, morgen das Ausstechen und Verzieren.
  • Unvergleichlicher Duft: Wenn dieser Lebkuchenduft durch die Wohnung zieht, ist Weihnachten offiziell eingeläutet. Glaub mir, das riecht besser als jede teure Duftkerze.

Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die bewusste Entscheidung für Einfachheit. Kein Zuckerguss, der nach Stunden immer noch nicht getrocknet ist. Keine komplizierten Dekorationstechniken. Stattdessen setzen wir auf natürliche Zutaten und eine Methode, die wirklich jeder hinkriegt. Ich habe den Teig so entwickelt, dass er nach dem Backen fest genug ist, um am Baum zu hängen, aber trotzdem so lecker, dass die Kinder ihn heimlich knabbern (ja, das wird passieren!).

Welche Zutaten du brauchst

Für diesen Lebkuchen Christbaumschmuck verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten, die zusammen diesen unverwechselbaren Geschmack ergeben. Ich zeige dir genau, worauf du achten solltest.

  • 250 g Honig (flüssig): Am besten nimmst du einen milden Blütenhonig. Waldhonig ist zu intensiv und kann bitter schmecken. Der Honig sorgt nicht nur für die Süße, sondern auch für die typische Klebrigkeit des Teigs.
  • 100 g Butter: Sie muss weich sein, also rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Ich verwende immer ungesalzene Butter, dann kannst du die Salzmenge selbst bestimmen. Für eine vegane Variante funktioniert auch Margarine.
  • 2 Eier (Größe M): Sie binden den Teig und machen ihn geschmeidig. Wenn du größere Eier hast, nimm einfach eines und ein Eigelb – das reicht.
  • 500 g Weizenmehl (Type 405): Für einen besonders zarten Lebkuchen kannst du die Hälfte durch Dinkelmehl ersetzen. Dinkelmehl gibt dem Gebäck eine leicht nussige Note.
  • 2 TL Lebkuchengewürz: Hier lohnt sich die Investition in eine gute Mischung. Ich mische mein Gewürz übrigens selbst: 1 TL Zimt, 1/2 TL Nelken, 1/2 TL Kardamom, 1/4 TL Muskat und eine Prise Piment. Das riecht einfach himmlisch!
  • 1 TL Backpulver: Ein Muss, damit die Lebkuchen nicht zu hart werden. Aber nicht übertreiben – sonst gehen sie zu sehr auf und verlieren ihre Form.
  • 1 Prise Salz: Klingt unwichtig, ist aber entscheidend. Salz hebt alle Aromen hervor und verhindert, dass die Lebkuchen zu süß schmecken.
  • Für die Dekoration: 1 Eiweiß und 200 g Puderzucker für den Zuckerguss. Dazu bunte Streusel, Zuckerperlen oder essbare Glitzersterne. Die Kinder werden Augen machen!
  • Zum Aufhängen: Einfachen Küchengarn oder dünne Bänder. Keine Wolle – die fusselt und sieht nach dem Backen nicht schön aus.

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn du den Honig vor der Verwendung kurz in einem warmen Wasserbad erwärmst, lässt er sich viel leichter verarbeiten. Aber Vorsicht – er darf nicht kochen, sonst verliert er sein Aroma.

Welche Küchengeräte du benötigst

Du brauchst keine ausgefallene Backausrüstung für dieses Projekt. Die meisten Dinge hast du ohnehin in der Küche. Hier meine Empfehlungen aus jahrelanger Erfahrung:

  • Große Rührschüssel: Nimm eine mit hohem Rand, sonst fliegt das Mehl überall hin. Ich schwöre auf meine alte Keramikschüssel – die ist schwer genug, um nicht zu verrutschen.
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine: Der Teig wird zwar fest, aber mit einem guten Handrührer mit Knethaken bekommst du ihn problemlos hin. Perfekt, um die Kinder helfen zu lassen – sie lieben es, den Knopf zu drücken.
  • Nudelholz: Ein normales Holz-Nudelholz reicht völlig. Wer keins hat, nimmt eine saubere Glasflasche – hab ich selbst schon gemacht!
  • Ausstechförmchen: Sterne, Tannenbäume, Herzen, Engel – alles, was Weihnachten ausmacht. Achte darauf, dass die Formen nicht zu klein sind (mindestens 5 cm), sonst brechen sie beim Aufhängen.
  • Strohhalm oder Holzspieß: Damit stichst du die Löcher für die Aufhängung ein. Ein normaler Trinkhalm aus Plastik funktioniert am besten – der ist stabil genug.
  • Backblech mit Backpapier: Das Backpapier sollte etwas größer sein als das Blech, damit nichts überläuft.
  • Spritzbeutel oder Gefrierbeutel: Für den Zuckerguss. Einfach den Gefrierbeutel an einer Ecke ganz klein abschneiden – schon hast du einen perfekten Spritzbeutel für Kinderhände.

Falls du keine Ausstechförmchen hast: Kein Problem! Du kannst auch einfach Kreise ausstechen mit einem Glas oder die Formen mit einem Messer freihand ausschneiden. Das gibt den Lebkuchen einen ganz eigenen, rustikalen Charme.

Zubereitung – Schritt für Schritt

Lebkuchen Christbaumschmuck preparation steps

Jetzt wird’s konkret. Ich zeige dir genau, wie du diesen Lebkuchen Christbaumschmuck zubereitest. Keine Sorge – es ist einfacher, als du denkst!

  1. Honig und Butter schmelzen: Gib den Honig und die weiche Butter in einen kleinen Topf. Erwärme beides bei niedriger Hitze, bis die Butter geschmolzen ist. Rühre gelegentlich um. Achte darauf, dass die Mischung nicht kocht – sie soll nur lauwarm sein. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Nimm den Topf vom Herd und lass die Mischung auf Zimmertemperatur abkühlen.
  2. Trockene Zutaten mischen: In einer großen Schüssel vermengst du das Mehl, das Lebkuchengewürz, das Backpulver und das Salz. Verrühre alles gut mit einem Schneebesen, damit sich die Gewürze gleichmäßig verteilen. Das ist eine super Aufgabe für die Kinder – sie lieben es, mit dem Schneebesen zu rühren!
  3. Teig zusammenfügen: Gib die abgekühlte Honig-Butter-Mischung und die Eier zu den trockenen Zutaten. Verknete alles mit den Händen oder mit dem Knethaken deiner Küchenmaschine zu einem glatten Teig. Wenn der Teig noch zu klebrig ist, füge einfach einen Esslöffel Mehl hinzu. Der Teig sollte sich geschmeidig anfühlen und nicht an den Fingern kleben bleiben. Das dauert etwa 5-7 Minuten.
  4. Teig ruhen lassen: Wickel den Teig in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist wichtig, damit er fester wird und sich besser ausrollen lässt. Du kannst den Teig auch über Nacht im Kühlschrank lassen – dann wird er noch aromatischer.
  5. Backofen vorheizen: Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus.
  6. Teig ausrollen: Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rolle den Teig etwa 5 mm dick aus. Nicht zu dünn, sonst werden die Lebkuchen zu hart und brechen leichter. Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, bestäube das Nudelholz ebenfalls mit etwas Mehl.
  7. Formen ausstechen: Jetzt kommt der Lieblingsteil der Kinder! Steche mit den Ausstechförmchen verschiedene Motive aus. Drücke die Formen fest in den Teig und hebe sie vorsichtig an. Lege die ausgestochenen Formen mit etwas Abstand auf das Backblech. Sammle die Teigreste ein, knete sie kurz durch und rolle sie erneut aus – so entsteht kein Abfall.
  8. Löcher für die Aufhängung einstechen: Bevor die Lebkuchen in den Ofen kommen, musst du die Löcher für die Bänder einstechen. Nimm einen Strohhalm oder einen Holzspieß und steche vorsichtig ein Loch in die obere Hälfte jedes Lebkuchens. Mach das Loch nicht zu nah am Rand, sonst reißt der Teig beim Backen. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Steche das Loch zweimal – einmal von oben und einmal von unten – dann wird es sauberer.
  9. Backen: Schiebe die Bleche nacheinander in den Ofen. Backe die Lebkuchen für 8-10 Minuten, bis sie goldbraun sind. Sie sollten noch relativ weich sein, wenn du sie aus dem Ofen nimmst – sie härten beim Abkühlen nach. Lass sie für 2 Minuten auf dem Blech ruhen, bevor du sie auf ein Kuchengitter legst, um vollständig auszukühlen.
  10. Zuckerguss zubereiten: Während die Lebkuchen abkühlen, bereitest du den Zuckerguss zu. Schlage das Eiweiß mit einer Gabel leicht auf. Gib den Puderzucker dazu und rühre alles zu einer glatten, dickflüssigen Masse. Der Guss sollte so dick sein, dass er nicht verläuft, aber noch flüssig genug, um ihn zu spritzen. Wenn er zu dick ist, gib einen Tropfen Zitronensaft dazu. Ist er zu dünn, rühre etwas mehr Puderzucker unter.
  11. Verzieren: Fülle den Zuckerguss in einen Spritzbeutel oder in einen Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke. Jetzt dürfen die Kinder nach Herzenslust verzieren! Zeichne Linien, Punkte, Wellen oder schreibe Namen auf die Lebkuchen. Streue sofort die bunten Streusel oder Zuckerperlen darauf – der Guss trocknet schnell.
  12. Trocknen lassen: Lass die verzierten Lebkuchen für mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur trocknen. Am besten über Nacht. Der Guss muss vollständig ausgehärtet sein, bevor du die Bänder durch die Löcher ziehst.
  13. Aufhängung anbringen: Schneide etwa 15 cm lange Stücke vom Küchengarn oder Band ab. Fädle sie durch die Löcher und verknote die Enden. Fertig! Jetzt können die Lebkuchen an den Christbaum gehängt werden.

Tipps & Tricks für perfekte Lebkuchen

In all den Jahren habe ich so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier teile ich meine besten Tipps mit dir, damit dein Backprojekt garantiert gelingt.

Der Teig ist zu klebrig? Keine Panik! Das passiert vor allem, wenn der Honig sehr flüssig war. Gib einfach einen Esslöffel Mehl nach dem anderen dazu, bis der Teig sich gut formen lässt. Aber übertreib es nicht – zu viel Mehl macht die Lebkuchen trocken und brüchig.

Die Lebkuchen sind nach dem Backen zu hart? Das kann passieren, wenn sie zu lange im Ofen waren. Jeder Ofen ist anders, also behalte die ersten Bleche gut im Auge. Sie sind fertig, sobald die Unterseite goldbraun ist. Die Oberseite sollte noch hell sein. Denk dran: Sie härten beim Abkühlen noch deutlich nach!

Die Löcher sind zugebacken? Das kenne ich nur zu gut. Mein Trick: Steche die Löcher direkt nach dem Backen, solange die Lebkuchen noch warm sind, noch einmal vorsichtig nach. Ein Holzspieß eignet sich dafür perfekt.

Der Zuckerguss wird nicht fest? Wahrscheinlich hast du zu wenig Puderzucker verwendet. Der Guss muss richtig dick sein – fast wie Zahnpasta. Wenn er nach dem Trocknen immer noch klebrig ist, hilft es, die Lebkuchen für 10 Minuten bei 50°C in den Ofen zu legen. Das trocknet den Guss, ohne dass die Lebkuchen Farbe nehmen.

Multitasking-Tipp: Bereite den Teig am Vortag zu und lass ihn über Nacht im Kühlschrank ruhen. Am nächsten Tag kannst du in Ruhe ausstechen und backen. Die Kinder können in der Zwischenzeit schon mal die Dekoration vorbereiten – Streusel in Schälchen füllen, Bänder zuschneiden, den Tisch abdecken. So habt ihr mehr Zeit für das gemeinsame Verzieren.

Mein persönlicher Fail: Letztes Jahr habe ich vergessen, die Löcher einzustechen, bevor die Lebkuchen in den Ofen kamen. Ich habe es dann hinterher versucht – katastrophal! Die Lebkuchen sind alle zerbrochen. Seitdem mache ich das immer direkt nach dem Ausstechen. Lern aus meinem Fehler!

Variationen & Anpassungen

Dieses Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln. Hier sind meine liebsten Variationen, die ich im Laufe der Jahre ausprobiert habe:

  • Vegane Variante: Ersetze die Butter durch Margarine und die Eier durch 2 EL Leinsamen-Mehl (2 EL Leinsamen gemahlen + 6 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Für den Zuckerguss verwendest du statt Eiweiß einfach 2 EL Wasser und 200 g Puderzucker – funktioniert genauso gut!
  • Glutenfreie Variante: Tausche das Weizenmehl gegen eine glutenfreie Mehlmischung aus. Ich habe gute Erfahrungen mit der Sorte von Schär gemacht. Der Teig wird etwas bröseliger, also arbeite vorsichtig. Ein Tipp: Füge 1 TL Guarkernmehl hinzu – das verbessert die Bindung.
  • Schoko-Lebkuchen: Gib 2 EL Kakaopulver zum Mehl dazu. Das gibt den Lebkuchen eine wunderbar schokoladige Note. Die Kinder finden das besonders lecker! Dazu passen weiße Zuckergussverzierungen perfekt.
  • Gewürzvariationen: Experimentiere mit dem Lebkuchengewürz. Im ersten Jahr habe ich nur Zimt verwendet – das war auch lecker, aber etwas eintönig. Inzwischen mische ich Zimt, Nelken, Kardamom, Muskat und eine Prise Ingwer. Das riecht einfach himmlisch!
  • Fruchtige Note: Gib 50 g fein gehackte getrocknete Aprikosen oder Cranberries in den Teig. Das bringt eine fruchtige Süße und macht die Lebkuchen noch saftiger. Die Kinder picken die Stücke manchmal raus – aber das gehört ja dazu!

Für die Mutigen: Probiert doch mal herzhafte Lebkuchen! Lass den Zucker weg und gib stattdessen 2 TL getrockneten Rosmarin und 1 TL grobes Meersalz in den Teig. Das klingt verrückt, schmeckt aber fantastisch zu Käse oder als Geschenk für Erwachsene.

Tipps zum Servieren & Aufbewahren

Deine selbstgemachten Lebkuchen sind jetzt fertig – aber wie bewahrst du sie am besten auf, damit sie bis Weihnachten halten?

Servieren: Die Lebkuchen schmecken am besten, wenn sie ein paar Tage durchgezogen sind. Der Geschmack wird mit der Zeit intensiver und die Konsistenz wird weicher. Serviere sie einfach auf einem Teller oder häng sie direkt an den Christbaum – das sieht wunderschön aus und die Kinder sind so stolz!

Aufbewahrung: Bewahre die Lebkuchen in einer luftdichten Dose auf. Lege ein Stück Apfel oder eine halbe Orange mit in die Dose – das macht sie schön saftig. Aber Vorsicht: Die Früchte nicht direkt auf die Lebkuchen legen, sonst werden sie matschig. Einfach auf ein Stück Backpapier daneben legen. So bleiben die Lebkuchen bis zu 4 Wochen frisch.

Einfrieren: Du kannst die unverzierten Lebkuchen problemlos einfrieren. Wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur liegen lassen – dauert etwa 1 Stunde. Danach verzieren und aufhängen. Das ist perfekt, wenn du schon im November vorbacken möchtest!

Reheating-Tipp: Wenn die Lebkuchen nach ein paar Tagen etwas hart geworden sind, lege sie für 5 Minuten bei 100°C in den Ofen. Das macht sie wieder weich und duftend. Aber pass auf, dass sie nicht verbrennen – der Zuckerguss wird schnell braun.

Mein Geheimtipp: Die Lebkuchen schmecken am zweiten oder dritten Tag am besten. Der Honig hat dann Zeit, sein volles Aroma zu entfalten. Also keine Sorge, wenn sie am Backtag noch nicht perfekt schmecken – sie werden besser!

Nährwerte & gesundheitliche Aspekte

Klar, Lebkuchen sind kein Diätgebäck – aber sie haben durchaus ihre guten Seiten. Hier ein Überblick, was in einem Lebkuchen (ca. 20 g) steckt:

  • Kalorien: ca. 80 kcal pro Stück
  • Kohlenhydrate: 15 g (davon 8 g Zucker durch Honig)
  • Fett: 2 g (davon 1 g gesättigte Fettsäuren)
  • Eiweiß: 1,5 g
  • Ballaststoffe: 0,5 g

Die gesundheitlichen Highlights: Honig enthält natürliche Enzyme und Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken können. Die Gewürze wie Zimt und Nelken sind ebenfalls reich an Antioxidantien und können den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Und mal ehrlich – ein selbstgebackener Lebkuchen mit Honig ist immer noch besser als jeder industriell gefertigte Keks mit künstlichen Aromen.

Für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten (Weizenmehl) und Eier. Die vegane Variante ist frei von tierischen Produkten. Achte bei der Dekoration auf laktosefreie Streusel, falls nötig. Und für Nussallergiker: Dieses Rezept ist von Natur aus nussfrei – perfekt für Kindergärten und Schulen!

Meine persönliche Einstellung: Weihnachten ist nicht die Zeit zum Kalorienzählen. Genieße die Lebkuchen in Maßen, teile sie mit deiner Familie und freu dich über die gemeinsame Zeit beim Backen. Das ist das wahre Geschenk.

Fazit – Warum du dieses Rezept unbedingt ausprobieren solltest

Dieser Lebkuchen Christbaumschmuck ist mehr als nur ein Rezept – er ist eine Einladung, innezuhalten und gemeinsam etwas Schönes zu schaffen. Die Kinder werden stolz ihre Kunstwerke präsentieren, die Wohnung duftet nach Weihnachten, und du hast das Gefühl, etwas wirklich Wertvolles geschaffen zu haben. Es muss nicht perfekt sein – die schiefen Sterne und die klecksigen Verzierungen machen den Charme aus. Glaub mir, in ein paar Jahren wirst du auf Fotos von diesen Lebkuchen zurückblicken und dich an die kleinen Hände erinnern, die sie gebacken haben.

Ich liebe dieses Rezept, weil es so flexibel ist. Du kannst es anpassen, verändern und immer wieder neu entdecken. Vielleicht backst du dieses Jahr die klassische Version und nächstes Jahr die Schoko-Variante. Oder du lässt die Kinder entscheiden, welche Formen und Farben sie verwenden. Das Schöne ist: Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur gemeinsame Zeit und leckere Ergebnisse.

Also, worauf wartest du? Schnapp dir die Kinder, räum die Küche frei und leg los! Ich bin schon gespannt, wie deine Lebkuchen aussehen werden. Teile deine Kreationen doch auf Instagram oder Pinterest und markiere mich – ich liebe es, die Ergebnisse zu sehen! Und wenn du Fragen hast oder etwas nicht klappt, schreib mir in die Kommentare. Ich helfe dir gerne weiter. Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Backen und eine wundervolle Weihnachtszeit!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Teig auch einen Tag vorher zubereiten?

Ja, absolut! Wickle den Teig gut in Frischhaltefolie und lass ihn über Nacht im Kühlschrank ruhen. Das macht ihn sogar noch aromatischer. Nimm ihn etwa 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank, damit er etwas weicher wird.

Wie verhindere ich, dass die Lebkuchen beim Backen ihre Form verlieren?

Das passiert meistens, wenn der Teig zu weich ist oder zu viel Backpulver enthält. Rolle den Teig nicht zu dünn aus (mindestens 5 mm) und kühle die ausgestochenen Formen für 10 Minuten auf dem Backblech, bevor sie in den Ofen kommen. Das stabilisiert sie.

Kann ich die Lebkuchen auch ohne Zuckerguss aufhängen?

Klar! Die Lebkuchen schmecken auch pur wunderbar. Du kannst sie einfach mit etwas Puderzucker bestäuben oder mit einem essbaren Glitzerstift bemalen. Oder lass sie ganz natur – der Honigglanz macht sie auch ohne Verzierung schön.

Wie lange halten die Lebkuchen am Christbaum?

In einer trockenen Umgebung halten sie problemlos 2-3 Wochen. Achte darauf, dass sie nicht direkt über einer Wärmequelle hängen (Heizung, Kamin), sonst werden sie schnell hart. Wenn sie nach ein paar Tagen zu trocken werden, kannst du sie für 30 Minuten in eine Dose mit einem Apfelstück legen – das macht sie wieder weich.

Kann ich die Lebkuchen auch ohne Löcher für die Aufhängung backen?

Ja, natürlich! Dann sind es einfach leckere Weihnachtsplätzchen. Du kannst sie in einer Keksdose aufbewahren oder auf einem Teller servieren. Die Löcher sind nur nötig, wenn du sie tatsächlich an den Baum hängen möchtest. Aber ich empfehle dir, es zumindest einmal auszuprobieren – die Kinder werden begeistert sein, ihre eigenen Kreationen am Baum zu sehen!

Pin This Recipe!

Lebkuchen Christbaumschmuck recipe

Print

Lebkuchen Christbaumschmuck: Einfaches Backprojekt für die ganze Familie

Dieses Rezept für selbstgemachten Lebkuchen Christbaumschmuck ist ein einfaches und familienfreundliches Backprojekt, das die ganze Familie zusammenbringt. Die Lebkuchen werden mit Honig und Gewürzen zubereitet, mit Zuckerguss verziert und können dann stolz an den Christbaum gehängt werden.

  • Author: Sara
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 10 Minuten
  • Total Time: 45 Minuten (zzgl. Ruhe- und Trockenzeit)
  • Yield: ca. 30 Stück (je nach Größe der Ausstechförmchen)
  • Category: Weihnachtsgebäck
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Honig (flüssig)
  • 100 g Butter (weich, ungesalzen)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eiweiß (für den Zuckerguss)
  • 200 g Puderzucker (für den Zuckerguss)
  • Bunte Streusel, Zuckerperlen oder essbare Glitzersterne (zur Dekoration)
  • Küchengarn oder dünne Bänder (zum Aufhängen)

Instructions

  1. Honig und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen, bis die Butter geschmolzen ist. Nicht kochen lassen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
  2. In einer großen Schüssel Mehl, Lebkuchengewürz, Backpulver und Salz vermischen.
  3. Die abgekühlte Honig-Butter-Mischung und die Eier zu den trockenen Zutaten geben. Mit den Händen oder dem Knethaken einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf einen Esslöffel Mehl hinzufügen, falls der Teig zu klebrig ist.
  4. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen (über Nacht ist auch möglich).
  5. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  6. Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig etwa 5 mm dick ausrollen.
  7. Mit Ausstechförmchen Motive ausstechen und mit etwas Abstand auf die Backbleche legen. Teigreste erneut ausrollen.
  8. Mit einem Strohhalm oder Holzspieß vorsichtig ein Loch in die obere Hälfte jedes Lebkuchens stechen (nicht zu nah am Rand).
  9. Die Lebkuchen nacheinander 8-10 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter zum vollständigen Auskühlen legen.
  10. Für den Zuckerguss das Eiweiß leicht aufschlagen. Puderzucker dazugeben und zu einer glatten, dickflüssigen Masse verrühren. Bei Bedarf mit einem Tropfen Zitronensaft oder etwas mehr Puderzucker anpassen.
  11. Den Zuckerguss in einen Spritzbeutel oder Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke füllen. Die abgekühlten Lebkuchen nach Belieben verzieren und sofort mit Streuseln bestreuen.
  12. Die verzierten Lebkuchen mindestens 2 Stunden (am besten über Nacht) bei Zimmertemperatur trocknen lassen, bis der Guss vollständig ausgehärtet ist.
  13. Ca. 15 cm lange Stücke Küchengarn oder Band durch die Löcher fädeln und die Enden verknoten.

Notes

Der Teig kann am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank gelagert werden. Die Lebkuchen schmecken am zweiten oder dritten Tag am besten. Für eine vegane Variante Butter durch Margarine und Eier durch 2 EL Leinsamen-Mehl (2 EL gemahlene Leinsamen + 6 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen) ersetzen. Für den Zuckerguss dann 2 EL Wasser und 200 g Puderzucker verwenden.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Lebkuchen (ca. 20
  • Calories: 80
  • Sugar: 8
  • Sodium: 0.1
  • Fat: 2
  • Saturated Fat: 1
  • Carbohydrates: 15
  • Fiber: 0.5
  • Protein: 1.5

Keywords: Lebkuchen, Christbaumschmuck, Weihnachtsbäckerei, Familienrezept, einfach, Honiglebkuchen, Plätzchen, selbstgemacht

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆