Es gab einmal einen kleinen, urigen Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Lüneburg, der den absolut besten Glühwein der Stadt ausschenkte. Nicht diese süße, alkoholische Plörre aus dem Plastikbecher, sondern einen tiefroten, samtigen Wein mit einer ordentlichen Prise Sternanis und einer Orangennote, die sich wie ein warmer Schal um die Seele legte. Als der Stand vor drei Jahren nach der Pandemie nicht mehr zurückkehrte, war ich am Boden zerstört. Ich meine, wirklich getroffen. Ich habe wochenlang versucht, diesen Geschmack in einer Tasse zu reproduzieren – mit mäßigem Erfolg, um ehrlich zu sein. Nach etwa acht Fehlversuchen – mal zu bitter, mal zu alkohollastig – hatte ich die glorreiche Idee, den Geist dieses Glühweins nicht zu trinken, sondern in einen Kuchen zu backen. Und wisst ihr was? Es hat funktioniert. Besser als erwartet. Dieser Kuchen ist meine kleine Siegesfeier über den Verlust eines geliebten Marktstandes. Er fängt die ganze Wärme, die Würze und die Gemütlichkeit eines perfekten Weihnachtsabends ein – und das Beste: Er ist tatsächlich leichter als die meisten saftigen Rührkuchen, ohne dass man auf den vollen, intensiven Geschmack verzichten muss. Vielleicht habt ihr ja auch so einen Ort, den ihr vermisst. Dann ist das hier eure Chance, ihn wieder auf den Teller zu holen.
Warum ihr diesen Kuchen lieben werdet
Dieser Kuchen ist nicht nur ein weiteres Rezept – er ist die Lösung für das ewige Weihnachtsdilemma: etwas Süßes, das nicht zu schwer im Magen liegt, aber trotzdem nach Festtag schmeckt. Ich habe ihn in meiner kleinen Küche unzählige Male getestet, bis die Balance zwischen Saftigkeit und Leichtigkeit perfekt war.
- Leichter Genuss, voller Geschmack: Durch die Verwendung von Joghurt und einem Hauch Öl statt reiner Butter bleibt der Kuchen herrlich saftig, aber deutlich leichter als klassische Rührkuchen. Perfekt für alle, die auf die Figur achten, aber nicht auf Weihnachtsstimmung verzichten wollen.
- Einfach & schnell: Der Teig ist in unter 15 Minuten zusammengerührt. Kein Aufschlagen, kein stundenlanges Warten – einfach alles in eine Schüssel und los geht’s. Genau das Richtige für stressige Vorweihnachtstage.
- Die perfekte Weihnachtsbäckerei: Ob für den gemütlichen Nachmittag mit Freunden, als Mitbringsel zur Weihnachtsfeier oder einfach als süßer Abschluss eines festlichen Essens – dieser Kuchen passt immer.
- Unwiderstehliches Aroma: Die Kombination aus würzigem Glühwein, Zimt, Nelken und der bittersüßen Schokoglasur ist einfach himmlisch. Der Duft allein bringt einen sofort in Weihnachtsstimmung.
- Garantiert kein Reinfall: Ich habe alle typischen Fehler gemacht – zu trocken, zu nass, zu schwer – damit ihr es nicht müsst. Dieses Rezept ist narrensicher und gelingt garantiert.
Was ihr braucht: Die Zutaten
Dieser Kuchen lebt von seinen einfachen, aber wirkungsvollen Zutaten. Die meisten davon habt ihr wahrscheinlich sowieso im Haus. Der Star ist natürlich der Glühwein – nehmt einen, der euch auch pur schmeckt, denn sein Aroma zieht durch den ganzen Kuchen.
Für den Teig:
- 300 g Weizenmehl (Type 405): Das Basis-Mehl für eine feine Krume. Ihr könnt auch Dinkelmehl 630 verwenden, dann wird der Kuchen etwas nussiger im Geschmack.
- 150 g Zucker: Ich nehme feinen Backzucker. Brauner Zucker gibt eine karamellige Note, die auch wunderbar passt.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Für die feine, süße Note. Selbstgemachter ist natürlich am besten.
- 2 TL Backpulver: Sorgt für die Lockerheit. Nicht mit Natron verwechseln!
- 1/2 TL Natron: Hilft dem Kuchen, schön aufzugehen und macht ihn zart.
- 1 Prise Salz: Unverzichtbar, um die Aromen zu balancieren.
- 2 TL Lebkuchengewürz (oder selbst gemischt aus Zimt, Nelken, Kardamom, Piment): Das Herz des Weihnachtsgeschmacks. Ich mische mein eigenes, aber gekauftes funktioniert auch prima.
- 1 TL Zimt (gemahlen): Weil es nie genug Zimt in der Weihnachtszeit geben kann.
- 2 Eier (Größe M): Raumtemperatur, damit sie sich besser mit den anderen Zutaten verbinden.
- 80 ml neutrales Pflanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl): Macht den Kuchen saftig, ohne ihn schwer zu machen. Butter wäre hier zu dominant.
- 150 g Joghurt (3,5 % Fett): Meine Geheimwaffe für Saftigkeit und eine leichtere Textur. Griechischer Joghurt geht auch, dann wird der Teig etwas fester.
- 200 ml Glühwein: Wie gesagt, nehmt einen, den ihr mögt. Ich bevorzuge einen trockenen oder halbtrockenen Rotwein mit guten Gewürzen. Lasst ihn vor dem Unterrühren auf Zimmertemperatur kommen.
Für die Glasur:

- 100 g dunkle Schokolade (mindestens 60 % Kakao): Die Bitterkeit der Schokolade bricht die Süße des Kuchens perfekt. Ich schwöre auf eine gute Marke wie Lindt oder Vivani.
- 50 ml Schlagsahne: Für eine samtige, glänzende Ganache. Für eine vegane Variante nehmt ihr einfach Kokosmilch (den festen Teil aus der Dose).
- 1 EL Butter: Gibt der Glasur einen wunderbaren Glanz und eine weiche Konsistenz.
- Deko: Ein paar gehackte Pistazien oder Mandelblättchen: Für den letzten Schliff und ein bisschen Knack.
Das Equipment: Was ihr zur Hand haben solltet
Ihr braucht keine ausgefallene Profi-Ausstattung für diesen Kuchen. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig. Meine erste Version habe ich in einer alten, verbeulten Kastenform gebacken, die ich von meiner Oma geerbt habe – sie funktioniert immer noch perfekt.
- Eine Kastenform (25-30 cm Länge): Die klassische Wahl. Wenn ihr eine Silikonform habt, müsst ihr sie nicht einfetten. Bei einer Metallform unbedingt mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben oder Backpapier auslegen.
- Eine große Rührschüssel: Nichts Kompliziertes, eine einfache Schüssel reicht.
- Ein Schneebesen oder eine Küchenmaschine: Für den Teig reicht ein Handmixer oder sogar ein kräftiger Schneebesen. Ich rühre meinen Teig meistens mit der Hand – das gibt mir ein besseres Gefühl für die Konsistenz.
- Ein kleiner Topf: Für die Schokoglasur. Geht auch in der Mikrowelle, aber im Topf hat man mehr Kontrolle.
- Ein Kuchengitter: Zum vollständigen Auskühlen lassen. Unverzichtbar, damit der Kuchen nicht durchweicht.
- Ein Holzstäbchen: Für die Stäbchenprobe, um zu sehen, ob der Kuchen durch ist.
Die Zubereitung: Schritt für Schritt zum perfekten Weihnachtskuchen
Jetzt wird es ernst. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Ich zeige euch genau, worauf ihr achten müsst, damit der Kuchen gelingt. Denkt daran: Backen ist keine Zauberei, sondern Handwerk – und das kann man lernen.
- Vorbereitung ist alles: Heizt den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 155 °C) vor. Fettet eure Kastenform gut ein und bestäubt sie mit Mehl oder legt sie mit Backpapier aus. Das erspart später viel Frust beim Stürzen.
- Trockene Zutaten vermischen: In einer großen Schüssel das Mehl, den Zucker, Vanillezucker, Backpulver, Natron, Salz, Lebkuchengewürz und Zimt gut vermischen. Ich nehme dafür einen Schneebesen, damit sich alles schön verteilt und keine Klümpchen entstehen.
- Nasse Zutaten verquirlen: In einer zweiten Schüssel die Eier, das Öl und den Joghurt mit einem Schneebesen glatt rühren. Die Eier sollten Zimmertemperatur haben, sonst kann der Teig klumpig werden. Wenn ihr sie aus dem Kühlschrank nehmt, legt sie einfach für 10 Minuten in warmes Wasser.
- Alles zusammenfügen: Gebt die feuchte Mischung zu den trockenen Zutaten und rührt kurz um. Dann den Glühwein dazugießen und alles nur so lange verrühren, bis ein glatter, glänzender Teig entsteht. Nicht zu lange rühren! Sonst wird der Kuchen zäh. Es ist okay, wenn noch ein paar kleine Mehlflecken zu sehen sind – die verschwinden beim Backen.
- Ab in die Form: Füllt den Teig in die vorbereitete Kastenform und streicht die Oberfläche glatt. Der Teig ist relativ flüssig, das ist völlig normal. Klopft die Form einmal kurz auf die Arbeitsfläche, um große Luftblasen zu lösen.
- Backen: Schiebt die Form in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backt den Kuchen für ca. 50-60 Minuten. Macht nach 50 Minuten die Stäbchenprobe: Steckt ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn kein feuchter Teig mehr daran kleben bleibt, ist er fertig. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, deckt sie in den letzten 10 Minuten mit etwas Alufolie ab.
- Auskühlen lassen: Holt den Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn 10 Minuten in der Form abkühlen. Dann stürzt ihr ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter und lasst ihn vollständig auskühlen. Das ist wichtig, sonst läuft die Glasur später ab. Geduld, Freunde!
- Die Schokoglasur: Während der Kuchen abkühlt, hackt ihr die Schokolade fein und gebt sie in eine hitzebeständige Schüssel. Erhitzt die Sahne in einem kleinen Topf fast bis zum Kochen (sie sollte dampfen, aber nicht kochen). Gießt die heiße Sahne über die Schokolade und lasst sie eine Minute stehen. Dann rührt ihr vorsichtig von der Mitte her glatt, bis eine glänzende Ganache entsteht. Zum Schluss die Butter unterrühren, bis sie geschmolzen ist.
- Veredeln: Sobald der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, setzt ihn auf ein Kuchengitter über einem Backblech (zum Auffangen der Tropfen). Gießt die noch flüssige Glasur gleichmäßig über den Kuchen und lasst sie an den Seiten herunterlaufen. Verziert den Kuchen sofort mit den gehackten Pistazien oder Mandelblättchen, bevor die Glasur fest wird. Dann lasst die Glasur komplett aushärten – am besten für eine Stunde an einem kühlen Ort.
Meine besten Tipps & Tricks für den perfekten Kuchen
Ich habe bei diesem Rezept so einiges gelernt – oft auf die harte Tour. Damit ihr nicht die gleichen Fehler macht, hier meine wichtigsten Erkenntnisse.
- Der Glühwein ist entscheidend: Ein billiger, zu süßer Glühwein macht den Kuchen pappsüß und eindimensional. Investiert in einen guten, aromatischen Wein. Ich habe einmal einen Rest Glühwein aus dem Tetrapack genommen – das Ergebnis war eine einzige Enttäuschung. Nehmt einen, der euch auch im Glas Freude bereitet.
- Nicht zu lange rühren: Das ist der häufigste Fehler bei Rührkuchen. Sobald das Mehl eingearbeitet ist, ist Schluss! Durch zu langes Rühren wird das Gluten aktiviert, und der Kuchen wird zäh und schwer. Lieber einmal kurz durchrühren und dann die Schüssel zur Seite stellen.
- Die Stäbchenprobe nicht vergessen: Jeder Ofen backt anders. Verlasst euch nicht blind auf die Backzeit. Die Stäbchenprobe ist euer zuverlässigster Indikator. Wenn das Stäbchen sauber herauskommt, ist der Kuchen perfekt. Wenn noch feuchte Krümel dran sind, braucht er noch ein paar Minuten.
- Geduld beim Abkühlen: Ich weiß, es ist schwer zu widerstehen, aber schneidet den Kuchen erst an, wenn er vollständig ausgekühlt und die Glasur fest ist. Sonst zerfällt er und die Glasur läuft überall hin. Glaubt mir, ich habe es einmal eilig gehabt – das war ein klebriges Desaster.
- Für eine extra saftige Note: Wenn ihr den Kuchen nach dem Backen mit einem Zahnstocher mehrmals einstecht und dann mit ein paar Esslöffeln Glühwein beträufelt, wird er noch saftiger. Das mache ich besonders gerne, wenn ich den Kuchen einen Tag vor dem Verzehr backe.
Variationen & Anpassungen für jeden Geschmack
Dieses Grundrezept ist unglaublich wandelbar. Ich habe schon einige Versionen ausprobiert, und jede hatte ihren eigenen Charme. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!
- Die vegane Variante: Ersetzt die Eier durch 2 EL gemahlene Leinsamen, die ihr mit 6 EL Wasser verquirlt und 10 Minuten quellen lasst. Den Joghurt durch einen pflanzlichen Joghurt (z.B. Soja- oder Kokosjoghurt) ersetzen und für die Glasur Kokosmilch statt Sahne verwenden. Funktioniert einwandfrei und schmeckt genauso gut.
- Fruchtig-frische Note: Gebt 100 g frische oder gefrorene Cranberries oder Preiselbeeren unter den Teig. Die säuerlichen Beeren bilden einen wunderbaren Kontrast zur süßen Schokolade und den winterlichen Gewürzen. Einfach vor dem Unterrühren in etwas Mehl wälzen, damit sie nicht auf den Boden sinken.
- Nussige Variante: Ersetzt 50 g des Mehls durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Das gibt dem Kuchen eine herrlich nussige Note und macht ihn noch saftiger. Dazu passen gehackte Walnüsse im Teig wunderbar.
- Der Extra-Kick: Wer es etwas kräftiger mag, kann dem Teig einen Schuss Rum oder Amaretto hinzufügen (ca. 2 EL). Oder die Glasur mit einer Prise Chilipulver verfeinern – das überrascht und wärmt von innen.
- Ohne Alkohol: Kein Problem! Ersetzt den Glühwein einfach durch einen kräftigen, ungesüßten Traubensaft (z.B. Dornfelder oder Roter Portugieser) und gebt einen Extra-Teelöffel Lebkuchengewürz hinzu. Schmeckt auch wunderbar weihnachtlich und ist perfekt für Kinder oder Schwangere.
Servieren, Aufbewahren & Genießen
Dieser Kuchen ist ein echter Allrounder. Ob warm aus dem Ofen oder gut gekühlt – er schmeckt immer. Ich habe ihn sogar schon zum Frühstück gegessen (nicht verurteilen, es war Weihnachten!).
Servieren: Der Kuchen schmeckt am besten bei Zimmertemperatur. Stellt ihn auf eine schöne Platte und bestäubt ihn vor dem Servieren mit etwas Puderzucker – das sieht nicht nur hübsch aus, sondern unterstreicht auch die winterliche Optik. Dazu passt ein Klecks geschlagene Sahne oder eine Kugel Vanilleeis. Ein selbstgemachter sahniger Vanillepudding wäre auch eine himmlische Begleitung.
Aufbewahren: In einer gut verschlossenen Kuchenbox oder eingewickelt in Frischhaltefolie hält sich der Kuchen bei Raumtemperatur problemlos 4-5 Tage. Er wird mit der Zeit sogar noch saftiger, da die Aromen durchziehen. Im Kühlschrank sollte man ihn nicht lagern, da er dort austrocknet. Wenn ihr ihn länger aufbewahren wollt, friert ihn einfach ein.
Einfrieren & Auftauen: Der Kuchen lässt sich hervorragend einfrieren – am besten unglasiert. Wickelt ihn dafür fest in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen und dann erst glasieren. Das mache ich oft, um an Heiligabend stressfrei einen frischen Kuchen zu haben. Ein weiteres tolles Rezept für die Feiertage ist dieser saftige Lebkuchen-Apfelkuchen, der ebenfalls wunderbar vorbereitet werden kann.
Reheating: Wenn ihr den Kuchen warm genießen möchtet, gebt ein Stück für 10-15 Sekunden in die Mikrowelle. Aber Vorsicht: Die Schokoglasur wird dann sehr weich. Eine bessere Methode ist, das Stück für 5 Minuten bei 150 °C im Backofen aufzuwärmen – dann bleibt die Glasur schön fest und der Kuchen wird innen warm.
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Ich will hier nicht mit der Gesundheitstüte wedeln, aber dieser Kuchen ist tatsächlich eine der leichteren Varianten seines Genres. Durch den Joghurt und das Öl statt Butter spart ihr eine Menge gesättigte Fettsäuren, ohne dass der Genuss leidet.
- Pro Stück (ca. 1/12 des Kuchens): ca. 280 Kalorien, 12 g Fett, 38 g Kohlenhydrate, 4 g Eiweiß. Das ist für einen saftigen Rührkuchen mit Glasur wirklich ordentlich.
- Die Gewürze: Zimt und Nelken sind nicht nur aromatisch, sie enthalten auch Antioxidantien und können entzündungshemmend wirken. Ein kleiner gesundheitlicher Bonus in der kalten Jahreszeit.
- Die dunkle Schokolade: Mit mindestens 60 % Kakao enthält sie weniger Zucker als Vollmilchschokolade und liefert wertvolle Flavonoide, die gut für Herz und Kreislauf sein können.
- Allergene: Der Kuchen enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Joghurt, Sahne, Butter) und Eier. Die vegane Variante ist frei von Milch und Eiern, aber nicht glutenfrei. Für eine glutenfreie Version einfach eine glutenfreie Mehlmischung verwenden.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Kuchen auch in einer Springform backen?
Ja, absolut! Eine Springform mit 24 cm Durchmesser ist ideal. Die Backzeit verlängert sich dann um etwa 10-15 Minuten, da der Kuchen flacher ist. Macht einfach die Stäbchenprobe, um sicherzugehen.
Der Kuchen ist mir zu trocken geworden. Was habe ich falsch gemacht?
Das kann zwei Ursachen haben: Entweder war die Backzeit zu lang, oder der Glühwein war zu stark eingekocht. Achtet darauf, den Glühwein nicht vorher zu erhitzen, sondern direkt aus der Flasche zu verwenden. Und macht unbedingt die Stäbchenprobe, bevor ihr den Kuchen aus dem Ofen holt.
Kann ich den Kuchen auch ohne Schokoglasur servieren?
Klar! Die Schokoglasur ist ein tolles Extra, aber der Kuchen schmeckt auch pur fantastisch. Bestäubt ihn dann einfach mit Puderzucker oder serviert ihn mit einer Kugel Vanilleeis. Manchmal mache ich eine einfache Zuckerglasur aus Puderzucker und etwas Zitronensaft.
Wie bekomme ich die Glasur besonders glänzend?
Der Trick ist die Butter! Sie gibt der Ganache einen wunderbaren Glanz. Achtet auch darauf, dass die Sahne wirklich heiß ist, wenn ihr sie über die Schokolade gießt. Und rührt nicht zu wild, sonst können Luftblasen entstehen, die den Glanz trüben.
Kann ich den Kuchen einfrieren, wenn er schon glasiert ist?
Technisch gesehen ja, aber ich würde es nicht empfehlen. Die Glasur kann beim Auftauen Flecken bekommen oder sich ablösen. Friert den Kuchen lieber unglasiert ein und bereitet die Glasur frisch zu, wenn ihr ihn servieren möchtet.
Ein letztes Wort: Warum ihr diesen Kuchen backen solltet
Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Rezept. Er ist eine kleine Zeitreise zurück zu dem Duft von gebrannten Mandeln und dem Lachen auf dem Weihnachtsmarkt. Er ist der Beweis, dass man mit ein bisschen Geduld und den richtigen Zutaten ein Stück verlorene Magie zurückholen kann. Er ist leicht genug, um ihn ohne schlechtes Gewissen zu genießen, aber reichhaltig genug, um das Fest zu etwas Besonderem zu machen.
Ich liebe es, wie dieser Kuchen meine Küche mit dem Duft von Glühwein und Zimt erfüllt, noch bevor der erste Bissen genommen ist. Ich liebe es, wie die Schokoglasur beim Anschneiden bricht und die saftige, würzige Krume freigibt. Aber am meisten liebe ich es, dieses Rezept mit euch zu teilen und zu wissen, dass es vielleicht bei euch am Tisch landet, umgeben von Kerzenlicht und guten Gesprächen. Probiert ihn aus, passt ihn an, macht ihn zu eurem eigenen. Und wenn ihr eine besondere Variation entdeckt – oder einfach nur ein Foto eures Kuchens – dann lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ich freue mich riesig darauf, eure Kreationen zu sehen! Habt eine wundervolle, genussvolle Weihnachtszeit.
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Saftiger Glühwein-Rührkuchen mit Schokoglasur – einfaches Weihnachtsrezept
Dieser saftige Rührkuchen fängt die Wärme und Würze eines perfekten Glühweins ein und ist dank Joghurt und Öl leichter als klassische Rührkuchen. Ein einfaches, aber festliches Weihnachtsrezept, das garantiert gelingt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 55 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 10 Minuten
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 150 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 2 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 2 TL Lebkuchengewürz
- 1 TL Zimt (gemahlen)
- 2 Eier (Größe M), Zimmertemperatur
- 80 ml neutrales Pflanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
- 150 g Joghurt (3,5 % Fett)
- 200 ml Glühwein, Zimmertemperatur
- 100 g dunkle Schokolade (mindestens 60 % Kakao)
- 50 ml Schlagsahne
- 1 EL Butter
- Gehackte Pistazien oder Mandelblättchen (zum Dekorieren)
Instructions
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 155 °C) vorheizen. Eine Kastenform (25-30 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.
- In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver, Natron, Salz, Lebkuchengewürz und Zimt mit einem Schneebesen gut vermischen.
- In einer zweiten Schüssel Eier, Öl und Joghurt glatt rühren.
- Die feuchte Mischung zu den trockenen Zutaten geben und kurz umrühren. Dann den Glühwein dazugießen und nur so lange verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange rühren.
- Teig in die vorbereitete Form füllen, Oberfläche glatt streichen und die Form einmal kurz auf die Arbeitsfläche klopfen.
- Auf der mittleren Schiene ca. 50-60 Minuten backen. Nach 50 Minuten die Stäbchenprobe machen: Ein Holzstäbchen in die Mitte stecken – bleibt kein feuchter Teig kleben, ist der Kuchen fertig. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.
- Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.
- Für die Glasur: Schokolade fein hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben. Sahne in einem kleinen Topf fast bis zum Kochen erhitzen (dampfend, nicht kochend). Heiße Sahne über die Schokolade gießen, 1 Minute stehen lassen, dann von der Mitte her glatt rühren. Butter unterrühren, bis sie geschmolzen ist.
- Den vollständig ausgekühlten Kuchen auf ein Kuchengitter über einem Backblech setzen. Die flüssige Glasur gleichmäßig über den Kuchen gießen und an den Seiten herunterlaufen lassen. Sofort mit gehackten Pistazien oder Mandelblättchen verzieren. Glasur komplett aushärten lassen (ca. 1 Stunde an einem kühlen Ort).
Notes
Der Glühwein ist entscheidend – einen guten, aromatischen Wein verwenden. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen zäh. Stäbchenprobe nicht vergessen. Kuchen vor dem Glasieren vollständig auskühlen lassen. Für extra Saftigkeit nach dem Backen mit einem Zahnstocher einstechen und mit etwas Glühwein beträufeln.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück (ca. 1/12 de
- Calories: 280
- Sugar: 20
- Sodium: 150
- Fat: 12
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 38
- Fiber: 2
- Protein: 4
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