Eigentlich sollte es ein klassischer Mürbeteig werden. Einfach, unkompliziert, genau das Richtige für einen verregneten Samstagnachmittag. Ich hatte die Butter rausgenommen, das Mehl gesiebt und mich schon auf das gleichmäßige Ausrollen des Teiges gefreut. Doch dann passierte es: Der Spritzbeutel, den ich für eine andere Idee aus dem Schrank geholt hatte, platzte genau in dem Moment, als ich den ersten Teigstrang auf das Blech drücken wollte. Ein lautes „Pfft!”, ein Schwall buttriger Teig – und ich stand da, die Hände voller Masse, und starrte auf die Bescherung. Der Plan war gescheitert, bevor er richtig begonnen hatte.
Ich fluchte leise, wischte mir die Hände ab und war kurz davor, alles wegzuwerfen. Aber wisst ihr, was man in so einem Moment macht? Man atmet durch. Ich knetete den Teig noch einmal kurz durch, stopfte ihn in einen neuen, stabileren Beutel – und drückte einfach drauf los. Heraus kamen diese kleinen, zarten Spritzgebäck-Tupfer, die aussahen, als hätte ich sie extra so geformt. Und dann, aus einer spontanen Laune heraus, griff ich zu einem Glas Himbeerkonfitüre, das noch im Kühlschrank stand. Ein Klecks hier, ein Klecks da – und plötzlich war aus einem Reinfall etwas entstanden, das viel besser war als der ursprüngliche Plan.
Dieses Leichtes Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung ist seitdem mein absoluter Geheimtipp. Es ist nicht dieses schwere, mürbe Gebäck, das man sonst so kennt. Es ist luftig, fast schon zart, und die fruchtige Säure der Himbeeren bricht die Süße perfekt. Ich habe es seitdem unzählige Male gebacken – für Gäste, für meine Nachbarin, oder einfach nur, weil ich diesen Moment der Ruhe am Wochenende brauche. Es ist der Beweis, dass die besten Rezepte manchmal aus dem Chaos entstehen. Vielleicht kennt ihr das ja auch – dieses Gefühl, wenn etwas schiefgeht und am Ende etwas noch Besseres dabei rauskommt? Genau so ist dieses Gebäck entstanden.
Warum ihr dieses Rezept lieben werdet
Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiteres Plätzchenrezept. Es ist eine kleine Offenbarung. Es vereint alles, was man sich von einem perfekten Gebäck wünscht: Es ist schnell gemacht, unglaublich lecker und sieht aus, als hätte man stundenlang daran gearbeitet. Dabei ist es so einfach, dass es sogar mit einem geplatzten Spritzbeutel klappt.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 10 Minuten zusammengerührt und muss nicht einmal gekühlt werden. Perfekt für spontane Back-Aktionen oder wenn der Kaffeebesuch schon vor der Tür steht.
- Leichte Zutaten: Ihr braucht keine exotischen Zutaten. Butter, Mehl, Zucker, Eier – das habt ihr garantiert zu Hause. Die Himbeerkonfitüre ist der einzige „Spezial”-Einkauf, aber auch die habt ihr vielleicht schon im Vorratsschrank.
- Perfekt für jeden Anlass: Ob zum Nachmittagskaffee, als Mitbringsel zur Einladung oder einfach nur, um sich selbst eine Freude zu machen – dieses Gebäck passt immer. Es ist elegant genug für Gäste, aber bodenständig genug für den Alltag.
- Der absolute Publikumsliebling: Ich habe noch niemanden getroffen, der nicht nach dem zweiten Stück gefragt hat. Die Kombination aus buttrigem Teig und fruchtiger Füllung ist einfach unwiderstehlich. Kinder lieben es genauso wie Erwachsene.
- Unglaublich lecker: Das ist kein trockenes Spritzgebäck. Es ist zart, fast schon schmelzend, und die Himbeerfüllung sorgt für einen frischen, fruchtigen Kontrast. Es ist der Geschmack von einem perfekten Nachmittag.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet, ist die Textur. Der Teig wird nicht mit Eigelb, sondern mit etwas Milch zubereitet, was ihn besonders leicht und luftig macht. Und die Füllung? Die wird nicht erst nach dem Backen aufgetragen, sondern kommt mit in den Ofen. Das karamellisiert die Ränder der Himbeermarmelade und gibt dem Ganzen eine fast schon klebrige, fruchtige Tiefe. Es ist eine kleine Sünde, aber eine, die sich lohnt.
Welche Zutaten ihr braucht
Dieses Rezept lebt von der Einfachheit seiner Zutaten. Jede Komponente hat eine spezifische Aufgabe, und gemeinsam ergeben sie ein harmonisches Ganzes. Ich erkläre euch, worauf es ankommt, damit ihr das beste Ergebnis bekommt.
Für den Teig
- 250 g weiche Butter: Die Butter ist das Herzstück dieses Gebäcks. Sie muss wirklich weich sein, am besten nehmt ihr sie eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Ich verwende am liebsten deutsche Markenbutter (wie Meggle oder Weihenstephan), weil sie einen höheren Fettgehalt hat und den Teig besonders zart macht. Für eine vegane Variante könnt ihr auf pflanzliche Butteralternativen zurückgreifen, aber achtet darauf, dass sie einen hohen Fettgehalt haben (mindestens 80 %).
- 100 g Puderzucker: Puderzucker löst sich besser auf als normaler Zucker und macht den Teig feiner. Wenn ihr keinen Puderzucker habt, könnt ihr ganz einfach normalen Zucker in einem Mixer fein mahlen. Das spart Geld und schmeckt genauso gut.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Der Vanillezucker gibt dem Gebäck eine warme, aromatische Note. Ich nehme immer echten Vanillezucker (mit Bourbon-Vanille), aber ihr könnt auch das Mark einer halben Vanilleschote verwenden. Das ist noch intensiver.
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, aber das Salz ist der heimliche Held. Es hebt die Süße hervor und verhindert, dass das Gebäck langweilig schmeckt. Nehmt am besten feines Meersalz.
- 2 Eigelb (Größe M): Das Eigelb bindet den Teig und macht ihn geschmeidig. Achtet darauf, dass die Eier Zimmertemperatur haben, sonst wird der Teig klumpig. Das Eiweiß könnt ihr übrigens einfrieren und später für Baiser oder einen Protein-Shake verwenden.
- 1 EL Milch: Die Milch ist mein kleiner Trick für die besondere Leichtigkeit. Sie macht den Teig geschmeidiger und sorgt dafür, dass die Spritzgebäck-Tupfer im Ofen nicht zu sehr auseinanderlaufen. Ihr könnt auch pflanzliche Milch wie Hafer- oder Mandelmilch verwenden.
- 300 g Weizenmehl (Type 405): Das Mehl gibt dem Teig Struktur. Bitte nicht zu viel davon nehmen, sonst wird das Gebäck hart. Messt es genau ab oder wiegt es ab. Wenn ihr glutenfrei backen müsst, könnt ihr eine glutenfreie Mehlmischung (1:1) verwenden. Der Teig wird dann etwas bröseliger, funktioniert aber trotzdem.
Für die Füllung & Dekoration

- Ca. 100 g Himbeerkonfitüre (mit Fruchtstücken): Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Ich empfehle eine Konfitüre, die nicht zu flüssig ist. Am besten schmeckt eine mit ganzen Fruchtstücken, wie die von Bonne Maman oder eine selbstgemachte. Die Stücke geben dem Gebäck eine schöne Textur und einen intensiveren Geschmack. Wenn ihr keine Himbeeren mögt, könnt ihr auch Erdbeer-, Aprikosen- oder Johannisbeerkonfitüre nehmen.
- Puderzucker zum Bestäuben: Das ist optional, aber es macht das Gebäck noch schöner. Einfach vor dem Servieren durch ein feines Sieb darüber streuen.
Seht ihr? Das sind keine Zutaten, die man extra kaufen muss. Das ist das Schöne an diesem Rezept. Es ist ehrlich, unkompliziert und trotzdem ein Genuss.
Benötigte Küchengeräte
Für dieses Rezept braucht ihr nicht viel. Die meisten Dinge habt ihr bestimmt schon in der Küche. Hier ist, was ihr bereitlegen solltet:
- Eine große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas. Sie sollte groß genug sein, damit ihr den Teig gut verrühren könnt, ohne dass etwas daneben geht.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Der Teig wird schön schaumig gerührt, das geht mit der Hand zwar auch, aber mit einem Rührgerät ist es viel einfacher und schneller. Ich benutze mein altes Handrührgerät von Bosch, das seit 15 Jahren treu seinen Dienst tut.
- Ein Spritzbeutel mit großer Sterntülle (ca. 1,5 cm Öffnung): Das ist das wichtigste Werkzeug. Eine Sterntülle sorgt für die typische Riffelung. Wenn ihr keinen Spritzbeutel habt, könnt ihr auch einen stabilen Gefrierbeutel nehmen und eine Ecke abschneiden. Das wird nicht so schön, funktioniert aber im Notfall. Achtet darauf, dass der Beutel wirklich stabil ist, sonst wiederholt sich mein kleines Drama.
- Ein Backblech mit Backpapier: Das Backpapier verhindert, dass das Gebäck anklebt. Ich empfehle euch, das Blech nicht einzufetten, da der Teig genug Butter enthält.
- Ein kleiner Löffel oder ein Teelöffel: Damit gebt ihr die Himbeerkonfitüre auf die Teigtupfer. Ein kleiner Spatel geht auch.
- Ein Kuchengitter zum Abkühlen: Das ist wichtig, damit das Gebäck von unten nicht durchweicht. Wenn ihr kein Gitter habt, könnt ihr es auch auf einem Küchentuch abkühlen lassen.
Die Zubereitung Schritt für Schritt
Jetzt wird es ernst. Keine Angst, es ist wirklich einfach. Ich zeige euch genau, worauf ihr achten müsst, damit euer Leichtes Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung perfekt gelingt.
- Den Ofen vorheizen: Heizt den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Das ist wichtig, damit der Teig sofort stockt, wenn er in den Ofen kommt. Legt ein Backblech mit Backpapier aus.
- Butter und Zucker schaumig rühren: Gebt die weiche Butter, den Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Rührschüssel. Schlagt alles mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe für etwa 3-4 Minuten, bis die Masse hell und schaumig ist. Sie sollte fast wie eine Creme aussehen. Das ist der Moment, in dem die Luft in den Teig eingearbeitet wird, die ihn später so leicht macht.
- Eigelb und Milch unterrühren: Gebt die beiden Eigelb und den Esslöffel Milch hinzu. Rührt alles noch einmal für etwa eine Minute unter, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh.
- Das Mehl unterheben: Gebt das Mehl auf einmal hinzu. Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Rührt das Mehl nur so lange unter, bis es gerade eingearbeitet ist. Am besten stellt ihr das Rührgerät auf die niedrigste Stufe oder verwendet einen Teigschaber. Der Teig sollte weich, aber nicht klebrig sein. Wenn er noch zu weich ist, gebt noch einen Esslöffel Mehl dazu.
- Den Spritzbeutel füllen: Setzt die Sterntülle in den Spritzbeutel und füllt ihn mit dem Teig. Drückt den Teig gut nach unten, damit keine Luftblasen entstehen. Dreht das obere Ende des Beutels zu. Jetzt kommt der Moment der Wahrheit: Drückt vorsichtig einen kleinen Probeklecks auf das Backpapier. Wenn die Form schön bleibt, habt ihr alles richtig gemacht.
- Die Teigtupfer spritzen: Spritzt nun kleine Tupfer (ca. 3-4 cm Durchmesser) mit etwas Abstand auf das Backblech. Ich mache immer etwa 20 Stück pro Blech. Drückt den Beutel gleichmäßig und hört kurz vor dem gewünschten Durchmesser auf, indem ihr den Beutel leicht nach oben zieht. Keine Sorge, wenn sie nicht alle perfekt gleich aussehen – das macht den Charme aus.
- Die Himbeerfüllung einfüllen: Gebt mit einem kleinen Löffel einen halben Teelöffel der Himbeerkonfitüre in die Mitte jedes Teigtupfers. Drückt die Konfitüre nicht zu tief hinein, sie soll nur obenaufliegen. Sie wird beim Backen etwas verlaufen, das ist völlig normal und gewollt.
- Backen: Schiebt das Blech in den vorgeheizten Ofen (Mittlere Schiene) und backt das Gebäck für 12-14 Minuten. Die Ränder sollten goldbraun sein, die Mitte darf noch hell sein. Die Konfitüre wird an den Rändern leicht karamellisieren und Blasen werfen – das ist ein gutes Zeichen!
- Auskühlen lassen: Holt das Blech aus dem Ofen und lasst das Gebäck für etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen. Dann setzt ihr es vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter, um vollständig auszukühlen. Die Konfitüre ist jetzt noch sehr heiß – also nicht direkt in den Mund stecken!
- Dekorieren (optional): Wenn das Gebäck vollständig abgekühlt ist, bestäubt ihr es mit etwas Puderzucker. Das gibt nicht nur eine schöne Optik, sondern rundet die Süße perfekt ab.
Und das war’s! In weniger als 30 Minuten habt ihr ein wunderschönes, selbstgemachtes Gebäck, das aussieht wie vom Konditor.
Tipps & Tricks für das perfekte Spritzgebäck
Ich habe dieses Rezept jetzt bestimmt zwanzig Mal gebacken, und dabei ein paar wertvolle Lektionen gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit euch das Leichtes Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung auf Anhieb gelingt.
- Die richtige Butter-Temperatur: Das A und O ist die weiche Butter. Wenn sie zu kalt ist, wird der Teig klumpig und lässt sich schwer spritzen. Wenn sie zu warm (geschmolzen) ist, läuft der Teig im Ofen auseinander. Die perfekte Temperatur ist erreicht, wenn ihr mit dem Finger leicht in die Butter drücken könnt, ohne dass sie nachgibt.
- Nicht zu viel Mehl: Das ist der häufigste Fehler. Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, fast wie eine Paste. Wenn er zu fest ist, wird das Gebäck hart und trocken. Lieber einen Esslöffel weniger Mehl nehmen und den Teig dann noch einmal kurz durchkneten.
- Der Spritzbeutel-Trick: Um zu verhindern, dass der Spritzbeutel platzt (ich spreche aus Erfahrung), könnt ihr ihn vor dem Befüllen mit einem Gummiband oder einer Klammer verschließen. Oder ihr nehmt gleich einen stabilen, wiederverwendbaren Spritzbeutel aus Silikon. Die sind etwas teurer, aber sie halten ewig.
- Gleichmäßige Größe: Damit alle Plätzchen gleichmäßig backen, solltet ihr versuchen, sie alle gleich groß zu spritzen. Das klappt am besten, wenn ihr den Spritzbeutel immer im gleichen Winkel haltet und den gleichen Druck ausübt. Mit ein bisschen Übung habt ihr den Dreh raus.
- Die Konfitüre nicht ertränken: Ein halber Teelöffel pro Plätzchen reicht völlig. Wenn ihr zu viel nehmt, läuft die Konfitüre über den Rand und verbrennt auf dem Blech. Das sieht nicht schön aus und schmeckt auch nicht.
- Abkühlen ist Pflicht: Das Gebäck ist direkt aus dem Ofen noch sehr weich und zerbrechlich. Lasst es unbedingt auf dem Blech auskühlen, bevor ihr es anfasst. Sonst zerbrechen die zarten Tupfer.
Ich habe selbst schon den Fehler gemacht, zu viel Mehl zu nehmen, weil ich dachte, der Teig sei zu weich. Das Ergebnis war ein trockenes, bröseliges Gebäck, das niemand essen wollte. Seitdem bin ich beim Mehl vorsichtig. Vertraut auf die Konsistenz des Teiges – er wird perfekt, wenn ihr ihn lasst.
Variationen & Abwandlungen
Das Schöne an diesem Rezept ist seine Vielseitigkeit. Ihr könnt es nach Lust und Laune anpassen, ohne dass das Grundrezept darunter leidet. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
- Andere Früchte: Statt Himbeerkonfitüre könnt ihr jede andere Marmelade oder Konfitüre verwenden. Erdbeere, Aprikose, Kirsche oder auch eine exotische Mango-Passionsfrucht-Marmelade – alles ist erlaubt. Achtet nur darauf, dass die Marmelade nicht zu flüssig ist. Ich habe einmal eine flüssige Erdbeermarmelade genommen, und die ist beim Backen komplett verlaufen. Das sah aus wie eine Überschwemmung auf dem Blech.
- Schokoladen-Variante: Für alle Schokoladenfans: Gebt 2 Esslöffel Kakaopulver (ungesüßt) zum Mehl und ersetzt die Himbeerkonfitüre durch eine dunkle Schokoladencreme (z.B. Nutella oder eine selbstgemachte Ganache). Das ist der absolute Wahnsinn!
- Vegane Variante: Für eine vegane Version ersetzt ihr die Butter durch eine pflanzliche Margarine (mit hohem Fettgehalt) und die Eigelb durch 2 Esslöffel Apfelmus oder 1 Esslöffel Leinsamenmehl (mit 3 EL Wasser verrührt). Der Teig wird etwas fester, aber das Gebäck schmeckt trotzdem fantastisch.
- Glutenfrei: Wie schon erwähnt, könnt ihr das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Achtet darauf, dass die Mischung Bindemittel wie Guarkernmehl oder Xanthan enthält, sonst wird der Teig zu bröselig. Ich habe es mit der Schär-Mehlmischung getestet und es hat super geklappt.
- Gewürz-Variante: Gebt eine Prise Zimt, Kardamom oder gemahlene Nelken zum Teig. Das passt besonders gut in der Weihnachtszeit oder zu einer Apfel-Zimt-Marmelade.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit einer selbstgemachten Brombeer-Minz-Marmelade. Die Kombination aus süßen Brombeeren und frischer Minze ist unglaublich erfrischend und perfekt für den Sommer. Probiert es einfach mal aus!
Tipps zum Servieren & Aufbewahren
Dieses Leichtes Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung schmeckt am besten, wenn es frisch ist. Aber es gibt ein paar Tricks, wie ihr es länger genießen könnt.
- Servieren: Serviert das Gebäck bei Zimmertemperatur. Es schmeckt pur am besten, aber ihr könnt es auch mit einem Klecks Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis kombinieren. Das ist ein Dessert, das jeden beeindruckt. Ich serviere es gerne auf einer großen Platte mit frischen Himbeeren und Minzblättern dekoriert.
- Dazu passen: Ein frischer Kaffee, ein Espresso oder ein Glas kalte Milch sind die perfekten Begleiter. Für einen besonderen Anlass könnt ihr auch einen Dessertwein (z.B. einen Moscato d’Asti) dazu reichen. Die Süße des Gebäcks harmoniert wunderbar mit der leichten Säure des Weins.
- Aufbewahren: In einer luftdichten Dose (am besten aus Blech oder Glas) hält sich das Gebäck bei Zimmertemperatur etwa 3-4 Tage. Legt ein Stück Küchenpapier mit in die Dose, das die Feuchtigkeit aufnimmt und das Gebäck knusprig hält. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nach einem Tag sogar noch besser schmeckt, weil sich die Aromen etwas setzen.
- Einfrieren: Ihr könnt das Gebäck auch problemlos einfrieren. Lasst es dafür vollständig auskühlen, schichtet es in einen Gefrierbeutel oder eine Dose und friert es ein. Es hält sich so etwa 2-3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur für etwa 30 Minuten stehen lassen. Ich friere immer eine kleine Portion ein, für den Fall, dass unerwartet Besuch kommt.
- Nicht in den Kühlschrank: Bewahrt das Gebäck nicht im Kühlschrank auf, da es dort Feuchtigkeit zieht und weich wird. Der Kühlschrank ist der Feind von knusprigem Gebäck!
Übrigens: Die Konfitüre wird mit der Zeit etwas weicher und zieht leicht in den Teig ein. Das macht das Gebäck noch saftiger. Am zweiten Tag schmeckt es fast noch besser als am ersten. Ein guter Grund, gleich die doppelte Menge zu backen.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich weiß, dass „gesund” und „Spritzgebäck” nicht unbedingt die besten Freunde sind. Aber in Maßen genossen, hat auch dieses Rezept seine positiven Seiten. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 20 Stück):
| Nährwert | Pro Stück |
|---|---|
| Kalorien | ca. 120 kcal |
| Fett | ca. 8 g |
| Kohlenhydrate | ca. 11 g |
| davon Zucker | ca. 5 g |
| Eiweiß | ca. 2 g |
Die Butter liefert wertvolle fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) und die Himbeeren sind reich an Antioxidantien und Vitamin C. Das ist natürlich kein Diät-Rezept, aber es ist ein Genussmittel, das man sich ab und zu gönnen kann. Ich finde, es ist wichtig, sich nicht alles zu verbieten. Ein kleines Stück von diesem Gebäck am Nachmittag macht glücklicher als eine ganze Tüte Chips – und das ist doch auch etwas wert, oder?
Für Menschen mit Laktoseintoleranz: Ihr könnt laktosefreie Butter verwenden. Auch das Eigelb ist in der Regel gut verträglich. Achtet bei der glutenfreien Variante darauf, dass die Mehlmischung keine versteckten Allergene enthält.
Fazit
Dieses Leichtes Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung ist mehr als nur ein Rezept. Es ist eine kleine Erinnerung daran, dass die besten Dinge im Leben oft aus dem Chaos entstehen. Es ist einfach, schnell und trotzdem ein echter Hingucker. Ich liebe es, weil es mich jedes Mal aufs Neue überrascht, wie viel Geschmack in so einem kleinen Tupfer stecken kann.
Probiert es aus! Ändert die Füllung, experimentiert mit Gewürzen oder backt einfach die klassische Version. Dieses Rezept verzeiht Fehler und belohnt euch mit einem Geschmack, der nach mehr verlangt. Ich bin mir sicher, dass es auch in eurer Küche zu einem Lieblingsrezept wird.
Habt ihr es ausprobiert? Dann erzählt mir davon! Hinterlasst einen Kommentar unter diesem Beitrag oder taggt mich auf Pinterest. Ich bin schon gespannt auf eure Kreationen. Und denkt dran: Auch wenn der Spritzbeutel mal explodiert – gebt nicht auf. Manchmal ist das der Anfang von etwas Wunderbarem.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Teig auch im Voraus zubereiten?
Ja, absolut! Ihr könnt den Teig bis zu 2 Tage im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Wickelt ihn dafür in Frischhaltefolie. Bevor ihr ihn spritzt, lasst ihn für etwa 20 Minuten bei Zimmertemperatur etwas weicher werden, damit er sich leichter verarbeiten lässt.
Warum ist mein Teig zu weich und läuft auseinander?
Das liegt meistens daran, dass die Butter zu warm war oder ihr zu wenig Mehl verwendet habt. Stellt den Teig für 10-15 Minuten in den Kühlschrank, damit er fester wird. Wenn das nicht hilft, gebt noch einen Esslöffel Mehl dazu und knetet ihn kurz durch.
Kann ich auch frische Himbeeren statt Konfitüre verwenden?
Ich rate davon ab. Frische Himbeeren geben beim Backen zu viel Flüssigkeit ab, was den Teig durchweicht und matschig macht. Die Konfitüre ist ideal, weil sie bereits eingedickt ist und ihre Form besser behält. Wenn ihr frische Früchte verwenden wollt, dann nur als Dekoration nach dem Backen.
Wie bekomme ich die Plätzchen schön gleichmäßig hin?
Übung macht den Meister! Aber ein kleiner Trick hilft: Zeichnet mit einem Bleistift kleine Kreise auf die Rückseite des Backpapiers (ca. 3-4 cm Durchmesser). Dreht das Papier dann um, sodass die Bleistiftlinien unten sind. So habt ihr eine Orientierungshilfe, wohin ihr spritzen müsst. Das klappt super!
Mein Gebäck ist nach dem Backen zu hart. Was habe ich falsch gemacht?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu lange geknetet wurde oder zu viel Mehl enthält. Das Gluten im Mehl wird dann zu stark aktiviert, und das Gebäck wird zäh. Achtet beim nächsten Mal darauf, das Mehl nur kurz unterzuheben und nicht zu viel zu verwenden. Auch eine zu lange Backzeit kann dazu führen. Backt das Gebäck lieber etwas kürzer, es wird auf dem Blech noch nachziehen.
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Leichtes Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung
Dieses leichte Spritzgebäck mit fruchtiger Himbeerfüllung ist schnell gemacht, unglaublich lecker und sieht aus wie vom Konditor. Der buttrige Teig und die fruchtige Säure der Himbeeren ergeben eine unwiderstehliche Kombination.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12-14 Minuten
- Total Time: 27-29 Minuten
- Yield: 20 Stück 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g weiche Butter (1 cup / 2 sticks)
- 100 g Puderzucker (3/4 cup)
- 1 Päckchen Vanillezucker (1 tsp vanilla extract)
- 1 Prise Salz
- 2 Eigelb (Größe M)
- 1 EL Milch (1 tbsp)
- 300 g Weizenmehl Type 405 (2 1/2 cups all-purpose flour)
- Ca. 100 g Himbeerkonfitüre mit Fruchtstücken (1/3 cup seedless raspberry jam)
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Instructions
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Die weiche Butter, den Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Rührschüssel geben. Mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe etwa 3-4 Minuten schaumig rühren, bis die Masse hell und cremig ist.
- Die beiden Eigelb und den Esslöffel Milch hinzufügen und etwa eine Minute unterrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.
- Das Mehl auf einmal hinzugeben und nur so lange unterrühren (auf niedrigster Stufe oder mit einem Teigschaber), bis es gerade eingearbeitet ist. Der Teig sollte weich, aber nicht klebrig sein.
- Die Sterntülle in den Spritzbeutel setzen und den Beutel mit dem Teig füllen. Kleine Tupfer (ca. 3-4 cm Durchmesser) mit etwas Abstand auf das Backblech spritzen.
- Mit einem kleinen Löffel einen halben Teelöffel Himbeerkonfitüre in die Mitte jedes Teigtupfers geben.
- Das Blech in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) schieben und das Gebäck 12-14 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind.
- Das Gebäck etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
- Nach dem Abkühlen optional mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Die Butter muss wirklich weich sein, am besten eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Nicht zu viel Mehl verwenden, sonst wird das Gebäck hart. Die Konfitüre sollte nicht zu flüssig sein. Das Gebäck direkt aus dem Ofen ist noch sehr weich – unbedingt auf dem Blech auskühlen lassen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 120
- Sugar: 5
- Sodium: 50
- Fat: 8
- Saturated Fat: 5
- Carbohydrates: 11
- Fiber: 0.5
- Protein: 2
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